Erkrankungen mit hoher zahnmedizinischer Relevanz

Patienten mit Blutgerinnungsstörung in der Zahnarztpraxis

Die Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten ist in der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Insbesondere ältere Patienten mit kardialen Risikofaktoren sind oftmals auf eine lebenslange Einnahme von oralen Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern angewiesen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die derzeit gängigen Verdünnungsmittel sowie über den Umgang damit für die Planung zahnärztlicher operativer Eingriffe.

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Abbildung 1: Leicht hohlgelegte Verbandsplatte von Haussen et al.

Abbildung 2: Bei der Extraktion einzelner Zähne im Unterkiefer gerinnungskompromittierter Patienten ist die Intraligamentäre Anästhesie einer Leitungsanästhesie vorzuziehen. von Haussen et al.
Gerinnungshemmende Medikamente Tabelle: von Haussen et al.
Abbildung 3: Häufiger Grund für Nachblutungen ist die unvollständige Entfernung von alveolärem Granulationsgewebe. von Haussen et al.
Abbildung 4: Nach der Extraktion sollte die Extraktionsalveole durch eine Naht verschlossen werden. Auf eine Periostschlitzung sollte allerdings möglichst verzichtet werden. von Haussen et al.
Abbildung 5: Notfallmäßige Vorstellung nach Osteotomie 37, 38 alio loco unter Macumar®- und ASS-Medikation bei Vorhofflimmern und kardialem Stent. Wegen akuter Ateminsuffizienz musste der Patient temporär tracheotomiert werden. von Haussen et al.
Abbildung 6: Deutlich angehobener Mundboden aufgrund des ausgedehnten postoperativen Hämatoms. von Haussen et al.
Abbildung 7: CT-Darstellung eines ausgeprägten Mundbodenhämatoms in sagittaler Schichtung. von Haussen et al.
Dr. Tasso von Haussen privat

Die häufigsten Indikationen für diese Antikoagulanzien sind Vorhofflimmern, eine tiefe Beinvenenthrombose, der Zustand nach einem Herzklappenersatz sowie zur primären und zur sekundären Prävention nach Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die wichtigsten Nebenwirkungen unter Blutverdünnung sind (Nach-)Blutungen, da das Hämostasegleichgewicht beabsichtigterweise durch die Medikamente in Richtung einer Blutungsneigung verschoben wird.

Mit dieser Problematik wird der Zahnarzt tagtäglich in der zahnärztlichen Praxis konfrontiert. Es ist daher nicht nur wichtig, das Risiko einer erhöhten Blutungsneigung zu erkennen und mit den Charakteristika der einzelnen Gerinnungshemmer vertraut zu sein, sondern auch geeignete Behandlungskonzepte anzuwenden, um die Wahrscheinlichkeit einer posttherapeutischen Nachblutung auf ein Minimum zu reduzieren. Dem Behandler muss allerdings klar sein, ab wann eine entstandene oder mögliche Komplikation nicht mehr alleine zu bewältigen ist und zum Schutz des Patienten die Einweisung in eine Klinik erfolgen sollte.

Die Einführung neuerer oraler Antikoagulanzien (Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban) hat das Medikamentenspektrum erweitert. Beworben werden die Substanzen mit einem besseren Handling für den Patienten und mit der fehlenden Notwendigkeit für ein Medikamentenmonitoring. Für den Behandler bedeutet die Einführung der Medikamente allerdings, den Überblick über ein nun noch größeres Spektrum verschiedener Substanzen und ihrer Besonderheiten behalten zu müssen.

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