Big Data und Gesundheitswesen

„Die Weisheit der Vielen“

Über Zukunft und Trends der digitalen Welt im Gesundheitswesen referierte der Autor, Blogger und Strategieberater Sascha Lobo auf der Klausurtagung des BZÄK-Vorstands in Stuttgart. Seine Botschaft: Gesundheit ist inzwischen zu einem festen Teil der Datenwirtschaft geworden, die Weisheit der Vielen, die sich in den sozialen Medien zeige, wird auch im zahnmedizinischen Bereich immer relevanter.

Sascha Lobo im Dialog mit den BZÄK-Spitzenvertretern (v.l.n.r.): Hauptgeschäftsführer Florian Lemor, BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel sowie die Vizepräsidenten Prof. Dr. Dietmar Oesterreich und Prof. Dr. Christoph Benz Foto: zm-pr

„Wir fahren noch nicht mal auf Sicht“, erklärte Lobo dem Bundesvorstand der BZÄK und meinte damit den Blick auf die rasante Entwicklung von Innovationen im Gesundheitswesen. Was heute noch als Spinnerei oder Utopie abgetan wird, könne morgen schon die Entwicklungsschritte der Zukunft einläuten. Niemand habe es beispielsweise bis vor Kurzem für möglich gehalten, dass Rattenfüße in Petrischalen gezüchtet werden können. Doch Berichte über dieses gelungene Experiment seien jüngst durch alle Gazetten gegangen. Es könne also sein, dass manche – scheinbar noch unbedeutende – Innovation bereits in der Pipeline steckt und vielleicht in Zukunft als Mainstream die Gesellschaft prägt.

Ohne Social Media geht nichts mehr

Das beste Beispiel hierfür sei die Entwicklung von Social Media. Das Zitat von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aus dem Jahr 2010 „If you look five years out, every industry is going to be rethought in a social way“ habe sich heute, im Jahr 2015, bestens bewahrheitet. Social Media sei so groß, dass man es nicht mehr ignorieren könne. Social Media bilde heute den Entwicklungsstand des gesamten Internets ab. Selbst Fachleute unterschätzten die schiere Größe von Social Media, allen voran Facebook, sagte Lobo.

Die „Weisheit der Vielen“, anfangs vielleicht noch von manchen belächelt, präge inzwischen das soziale und gesellschaftliche Verhalten weltweit. Digitale Vernetzung, anonymisierte Nutzerdaten und deren Vernetzung (Big Data) führten zu einem enormen Erkenntnisgewinn bei Wirtschaftsunternehmen. Und zur Nutzung von Sozialdaten durch die Wirtschaft – dies verstehe die Gesellschaft als den „social way“.


TopTen der Einstiegsgehälter

Wieviel Geld Hochschulabsolventen verdienen, hängt am meisten davon ab, was sie studiert haben. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Gehaltsdatenbank "Gehalt.de".

Absolventen der Zahnmedizin verdienen beim Berufseinstieg 40.700 Euro brutto im Jahr. Damit bilden die Zahnmediziner das Schlusslicht der Top-Ten.

Psychologen bekommen in ihren ersten Arbeitsjahren 42.700 Euro Jahresgehalt.

BWLer verdienen vor allem in der Industrie gut. Einsteiger können mit 44.000 Euro rechnen.

Naturwissenschaftler schaffen es auf 47.100 Euro durchschnittlich pro Jahr.

Informatiker verdienen nach dem Abschluss 47.300 Euro jährlich.

Wirtschaftsinformatiker bekommen noch mehr - nämlich 48.000 Euro Jahresgehalt.

Mediziner verdienen in den ersten Jahren durchschnittlich 49.700 Euro.

Juristen erhalten im Durchschnitt ein Jahresgehalt von 50.000 Euro.

Ingenieure bekommen durchschnittlich 51.000 Euro Jahresgehalt.

Wirtschaftsingenieure schaffen es auf Platz 1. Sie verdienen beim Berufsstart 53.000 Euro im Jahr.


Hinzu komme, dass Menschen ihre persönlichen Daten sehr gern ins Netz stellen, Selfies machen und Informationen mit anderen teilen. Es herrsche eine regelrechte Datenbegeisterung. Soziale Daten hätten ein noch höheres Potenzial, als man sich gemeinhin vorstellen könne. Und durch die Vernetzung von Daten und Profilen ergebe sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten – für welchen Nutzer auch immer. Das gelte auch für medizinische Daten, die von Menschen in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Das Gesundheitswesen wie auch die Gesundheitswirtschaft seien ein Teil der Datenwirtschaft. Und die Zahnmedizin schwimme bei dieser Entwicklung automatisch mit.

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist klar, dass Daten im Netz ein Sicherheitsrisiko darstellen. Hier finden Sie Tipps zur digitalen Selbstverteidigung.

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