Pneumonie

Einteilung, Verlauf und Prävention

Pneumonien sind als akute Erkrankung bei Erwachsenen weit verbreitet. Sie sind ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem, bei rund jedem siebten Patienten ist eine Hospitalisierung erforderlich. Problematisch ist die Situation oft bei Kindern und insbesondere bei alten sowie bei immungeschwächten Patienten, bei denen die Infektion nicht selten letal verläuft.

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Feuchte Rasselgeräusche bei der Auskulation sind Hinweis auf eine Pneumonie. Foto: Caro-Oberhaeuser
Die Röntgenthoraxaufnahme dient der Sicherung der Diagnose. Foto: plainpicture-Westend61
Nicht zu unterschätzen: Die Pneunomie gehört zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Foto: doc-stock

Zwar besitzt vor allem die ambulant erworbene Pneumonie bei adäquater Behandlung eine gute Prognose, Lungenentzündungen gehören dennoch insgesamt zu den häufigsten Todesursachen weltweit. In der bundesdeutschen Todesursachenstatistik rangieren sie auf Platz fünf, in Westeuropa sind sie die häufigste zum Tod führende Infektionskrankheit.

Krankheitsformen

Bei der Pneumonie handelt es sich um eine akute oder auch chronisch verlaufende Entzündung der Alveolen oder des Lungengewebes. Sind primär die Lungenbläschen betroffen, spricht man von einer alveolären Pneumonie. Differenziert werden bei dieser Krankheitsform abhängig von der Ausdehnung der Entzündung die Herdpneumonie, wenn nur ein oder einige wenige Entzündungsherde vorliegen, sowie die Lobärpneumonie, wenn ein ganzes Lungensegment oder sogar ein ganzer Lungenlappen betroffen ist. Bei überwiegend entzündlich verändertem Lungengewebe liegt eine interstitielle Pneumonie vor, also eine Entzündung der schmalen Bindegewebsschicht zwischen den Alveolen und den Blutgefäßen. Die Pneumonie kann außerdem von den Bronchien ausgehen und wird dann als Bronchopneumonie bezeichnet. Ist die Pleura mitbetroffen, wird auch von einer Pleuropneumonie gesprochen. Außerdem kann eine Lungenentzündung auch durch nicht-infektiöse Faktoren bedingt sein. Sie kann beispielsweise durch ätzende oder giftige Gase verursacht werden oder durch die Aspiration von Magensäure, von Speiseresten oder eines Fremdkörpers. In einem solchen Fall wird von einer Aspirationspneumonie gesprochen. Davon abgesehen wird insbesondere zwischen einer ambulant erworbenen Pneumonie, kurz CAP (Community Acquired Pneumonia) und der im Krankenhaus erworbenen, also nosokomialen Pneumonie, kurz HAP (Hospital Acquired Pneumonia), unterschieden, deren Prognose deutlich schlechter ist. Mit der Beatmungs- pneumonie, kurz VAP (Ventilator Associated Pneumonia), gibt es eine weitere Krankheitsform.

Es kann ferner zwischen einer sogenannten primären Pneumonie, die bei vorher völlig gesunden Personen auftritt, und einer sekundären Pneumonie, die sich bei Menschen mit Grunderkrankungen wie beispielsweise einem Immundefekt, einem Diabetes oder einem chronischen Herzleiden manifestiert, differenziert werden. Konkrete Zahlen zur Häufigkeit der CAP gibt es nicht, wohl aber zu den stationär behandelten CAP-Fällen. Die Inzidenz der im Krankenhaus behandelten ambulant erworbenen Pneumonie liegt demnach bei etwa 2,96/1 000 Einwohner in Deutschland, so die Angaben im „Weißbuch Lunge 2014“. Die Krankheitshäufigkeit nimmt mit steigendem Alter zu, mehr als 80 Prozent der Patienten sind über 60 Jahre alt, das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren. Außerdem entwickeln häufiger Männer als Frauen eine in der Klinik zu behandelnde CAP (3,2 versus 2,5/1 000).

Nach Daten der KiGGS-Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) des Robert Koch-Instituts (RKI), die auf der Befragung von Eltern basieren, ist bei Kindern und Jugendlichen bis zu 17 Jahren von einer CAP-Prävalenz von 1,5 Prozent auszugehen, wobei Mädchen etwas häufiger erkranken als Jungen. Die höchste Prävalenz ist laut Weißbuch bei Kindern im Alter bis zu sechs Jahren zu registrieren. Geschätzt wird die Zahl der CAP-Krankheitsfälle in Deutschland auf etwa 500 000 pro Jahr, was einer Inzidenz von circa 610/100 000 entspricht.

Keine konkreten Daten liegen bislang zur nosokomialen Pneumonie vor, und ganz generell besteht, so mahnen die Experten im Weißbuch, noch ein deutlicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Inzidenz und der Prävalenz der Pneumonie. Vermutet werden rund 100 000 bis 150 000 Fälle einer nosokomialen Pneumonie pro Jahr hierzulande. Dabei nimmt die Häufigkeit nach Angaben im „Gesundheitsbericht für Deutschland“ des RKI derzeit in Deutschland zu. Bei rund einem Fünftel aller Nosokomialinfektionen handelt es sich demnach um eine Pneumonie. Auf Intensivstationen steigt der Anteil sogar auf circa 50 Prozent.

Alles zu Stand, Symptomatik, Diagnostik und Therapie – wie auch auch zur Vermeidung – verschiedener Infektionserkrankungen, die auch in einer Zahnarztpraxis vorkommen könnten.

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