Digitales Dentinkern-Verfahren für naturgetreue Ästhetik

Das Dentin bestimmt die Farbe

Die Farbe natürlicher Zähne wird im Dentin angelegt und hat eine unterschiedliche Farbpigmentierung, abhängig von der Lage im Kiefer und vom Alter des Zahns.Im neuen „Dentinkern“-Verfahren für den ästhetisch anspruchsvollen Frontzahnbereich wird der farbtragende Dentinkern der natürlichen, inneren Zahngeometrie nachempfunden und die individualisierte, semitransparente Schmelzhülle übergepresst. Das Ergebnis ist eine biomimetisch exakte Farbästhetik.

Abbildung 1: Der Anteil von Dentin und Schneide kann im Schleifblock virtuell verändert werden. Quelle: VITA Zahnfabrik

Abbildung 2: Die „Biogenerik“ vergleicht die Restzahnsubstanz mit Tausenden natürlicher Zahnformen und berechnet die Morphologie der fehlenden Zahnhartsubstanz. Quelle: Mehl
Abbildung 3: Die Äußere Schmelzoberfläche (Outer Enamel Surface = OES) und die Dentin-Schmelz-Grenze (Dentin-Enamel-Junction = DEJ) bilden die Basis für Zahnstruktur-Datenbanken. Quelle: J. Schweiger
Abbildung 4: Das Grundprinzip der digitalen Dentinkern-Krone: Korrelation zwischen der Zahnaußenfläche und dem innenliegenden Dentinkern Quelle: J. Schweiger
Abbildung 5: Beispiel für eine Oberkiefer-Frontzahngarnitur aus der Zahnstrukturdatenbank (STL-Datensätze) Quelle: J. Schweiger
Abbildung 6: Im CAD/CAM-Verfahren gefräster Dentinkern Quelle: J. Schweiger
Abbildung 7: Beispiele von Dentinkernen in der Zahnstrukturdatenbank Quelle: J. Schweiger
Abbildung 8: CAD-Konstruktion einer Oberkieferfront mit Hilfe digitaler Dentinkerne Quelle: J. Schweiger
Dentinkerne einer Oberkiefer-Frontzahnversorgung aus Lithium-Metasilikat Quelle: J. Schweiger
Abbildung 10: Dieselben Restaurationen nach der Kristallisation zu Lithiumdislikat Quelle: J. Schweiger

Die Herstellung von Zahnersatz mittels Computerunterstützung ermöglicht es heute, die Geometrie von Zähnen zu spiegeln, sie als Datensätze auszugeben und diese dann monolithisch aus einem zahnfarbenem Keramikrohling herauszuschleifen. Das Ergebnis ist, wenn keine weitere aufbrennkeramische Verblendung (Cut-Back-Verfahren) vorgesehen ist, für den Ersatz einer kompletten Ober- oder Unterkieferfront akzeptabel, wenngleich die ästhetischen Resultate von geschichteten Kronen in der Regel doch natürlicher aussehen. Der Autor erklärt, wie man trotzdem naturidentische Zähne herstellen kann.

Neben der passenden Form und Oberfläche spielt die Zahnfarbe, zusammen mit der Transluzenz, eine entscheidende Rolle für den optischen Eindruck. Aber das gelingt nicht immer in erwünschter Weise.

Allein schon identisch hergestellte Nachbarzähne erzeugen den Anschein von naturidentischen Restaurationen. Einzelne Oberkieferzähne, insbesondere der mittlere Schneidezahn ist hinsichtlich einer perfekten Ästhetik als monolithische Krone oftmals kompromissbehaftet. Der geschichtete Aufbau einer Verblendkrone im Frontzahnbereich kann nicht adäquat oder nur annähernd von einer „Ein-Werkstoff-Krone“ kopiert werden. Selbst erfahrene Zahntechniker wiederholen oftmals den Brennvorgang, um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erreichen [Beuer et al., 2008].

Der dreidimensionale Schichtaufbau der Krone ist für die perfekte Imitation natürlicher Zähne verantwortlich. Der innere Aufbau der Krone, insbesondere der Dentinkern, charakterisiert die Ästhetik einer Frontzahn-Restauration. Die Imitation des geschichteten Aufbaus natürlicher Zähne mittels digitaler Verfahren wird durch unterschiedliche Ansätze versucht.


Der dreidimensionale Schichtaufbau der Krone

Keramikhersteller bieten schleifbare Blöcke für die CAD/CAM-Bearbeitung an, die aus mehreren planparallelen Schichten aufgebaut sind. Die einzelnen Schichten haben unterschiedliche Einfärbungen und Lichttransmissionseigenschaften (Vita TriLuxe forte, Sirona Cerec Bloc C PC). Mit diesen Blöcken werden die Farbgradienten des natürlichen Zahns vom Zahnhals über das Dentin bis zum Schmelz imitiert. Innerhalb des Rohlings kann mithilfe einer Software die vertikale Ausrichtung der Restauration geändert werden, so dass es möglich ist, das Chroma der Krone zu verändern. Die ästhetischen Ergebnisse sind sicherlich besser als die Versorgungen aus monochromatischen Rohlingen. Patientenspezifische Schichtungen bieten dadurch mehr Potenzial, die Ästhetik zu individualisieren [Beuer et al., 2008].

Die zweite Möglichkeit zur Imitation des geschichteten Aufbaus ist ein beschleifbarer Keramikblock, der eine dreidimensionale Blockstruktur mit Dentinkern und Schmelzhülle mit bogenförmigem Farbverlauf zwischen Dentin und Schmelz aufweist (Vita ReaLife, Sirona Cerec Bloc C In). Mittels Software kann die konstruierte Restauration virtuell innerhalb des Blocks derart verschoben werden, dass sich das anteilige Verhältnis zwischen Dentin und Schneide verändert (Abbildung 1). Damit kann das Erscheinungsbild natürlicher Zähne weitgehend nachgeahmt werden.

Die dritte Option bieten sogenannte Halbzeugkronen, die bereits die anatomische Außengeometrie der Zahnkrone und einen standardisierten, schichtweisen Aufbau aus Dentin- und Schneidemasse aufweist (Pritidenta). Mittels CAD/CAM muss lediglich das Volumen des Zahnstumpfs von der Basalseite des Rohlings herausgeschliffen werden. Es kommen in der Regel etwas größere Rohlinge zur Anwendung, die nach der CAD-Konstruktion in ihrer Dimension im Schleifverfahren reduziert werden. Material kann jedoch nicht „hinzugeschliffen“ werden.


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