InvestMonitor

Praxisgründung 2014

Junge Zahnärzte zieht es weiterhin in die Großstadt, sie übernehmen lieber, als dass sie neu gründen, und sie lassen sich damit Zeit. Kein Wunder: Schließlich muss der sechsstellige Betrag für die eigene Praxis erst einmal finanziert werden.

Stadt oder Land? Die Standortwahl ist ganz entscheidend bei der Frage, welche Form der Niederlassung junge Existenzgründer wählen. Foto: [M]zm-Meinardus-whitelook-Fotolia-Swiden

Grafik 1: Der Anteil der übernommenen Einzelpraxen stieg von 2010 bis 2014 von 57 Prozent auf 60 Prozent. IDZ / apobank
Grafik 2: Der Anteil der Praxen in ländlichen Lagen nahm seit 2010 um 5 Prozentpunkte zu, der in mittelgroßen Städten im Gegenzug um 5 Prozentpunkte ab. IDZ / apobank
Grafik 3: Die Altersstruktur lässt erkennen, dass sich 14 Prozent bis zum 30. Lebensjahr niederlassen, während 24 Prozent bereits die 40 überschritten haben. 62 Prozent waren zwischen 30 und 40 Jahren alt. Zunehmend entschließen sich Zahnärztinnen und Zahnärzte erst nach dem 40. Lebensjahr zur Existenzgründung. IDZ / apobank
Tabelle 1: Im Jahr 2014 entfielen 15 Prozent des Finanzierungsvolumens einer Einzelpraxisneugründung (n = 45) auf Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, 49 Prozent auf die medizinisch-technischen Geräte und Einrichtung, 21 Prozent auf sonstige Investitionen und 15 Prozent auf den Betriebsmittelkredit. IDZ/zm
Tabelle 2: Bei einer Einzelpraxisübernahme (n = 246) wurden 2014 durchschnittlich 34 Prozent des Finanzierungsvolumens für den Goodwill, 17 Prozent für den Substanzwert, 5 Prozent für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, 19 Prozent für medizinisch-technische Geräte und Einrichtung, 7 Prozent für sonstige Investitionen sowie 18 Prozent für den Betriebsmittelkredit aufgewendet. IDZ/zm
Tabelle 3: Bei der Neugründung einer Berufsausübungsgemeinschaft (n = 24) wurden 2014 durchschnittlich 23 Prozent für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, 52 % für medizinisch-technische Geräte und Einrichtung, 14 Prozent für sonstige Investitionen sowie 10 Prozent für den Betriebsmittelkredit aufgewendet. IDZ/zm
Tabelle 4: Bei der Übernahme einer Berufsausübungsgemeinschaft (n = 40) wurden 2014 durchschnittlich 39 Prozent des Finanzierungsvolumens für den Goodwill, 16 Prozent für den Substanzwert, 6 Prozent für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, 18 % für medizinisch-technische Geräte und Einrichtung, 6 Prozent für sonstige Investitionen sowie 15 Prozent für den Betriebsmittelkredit aufgewendet. IDZ/zm
Tabelle 5: Für den Beitritt/Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft (n = 52) wurden 2014 durchschnittlich 53 Prozent des Finanzierungsvolumens für den Goodwill, 17 Prozent für den Substanzwert, 3 Prozent für Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen, 11 Prozent für medizinisch-technische Geräte und Einrichtung, 5 Prozent für sonstige Investitionen sowie 11 Prozent für den Betriebsmittelkredit aufgewendet. IDZ/zm
Klar ist: Absolut steht die Stadt nach wie vor oben, aber: Das Land gewinnt. Foto: [M]zm-Meinardus-MEV-Planmeca Oy

Zahlen zum Thema: Die Zahl der Zahnärzte, die ihre Praxis aufgaben, sank 2014 im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber entschieden sich bundesweit 1 279 Zahnärzte (2013: 1 309) für den Schritt in die Selbstständigkeit. Der Anteil der übernommenen Einzelpraxen stieg dabei von 2010 bis 2014 von 57 Prozent auf 60 Prozent (Grafik 1). Bei einer Übernahme können zwar nicht alle individuellen Vorstellungen des Zahnarztes hinsichtlich Praxislage und -ausstattung erfüllt werden, aber er hat die Chance, den vorhandenen Patientenstamm durch sein fachliches Können und seine Zuwendungsbereitschaft an sich zu binden. Der wirtschaftliche Vorteil besteht darin, Investitionen zeitlich strecken und den sich verändernden ökonomischen Rahmenbedingungen anpassen zu können.

Der InvestMonitor 2014

Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) analysiert seit 1984 gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)/Düsseldorf das zahnärztliche Investitionsverhalten bei der Niederlassung. Unterschieden werden drei Arten der zahnärztlichen Existenzgründung: die Neugründung einer Einzelpraxis, ihre Übernahme sowie die Niederlassung in Form einer Berufsausübungsgemeinschaft.

Basis des InvestMonitors Zahnarztpraxis 2014 (hier der Link zur kompletten Studie als PDF) sind die von der apoBank durchgeführten 529  Finanzierungen zahnärztlicher Existenzgründungen im gleichen Jahr. Während Medizinische Versorgungszentren (MVZ) im allgemeinmedizinischen Versorgungssektor eine wachsende Bedeutung zufällt, spielt diese Praxisform im zahnärztlichen Versorgungsbereich derzeit noch eine marginale Rolle.

Die Einzelpraxisneugründung stellt mit einem Anteilswert zwischen 8 Prozent und 13 Prozent in den vergangenen fünf Jahren die am seltensten gewählte Niederlassungsform dar. 2014 entschieden sich dazu 11 Prozent. Der Anteil der Berufsausübungsgemeinschaften schwankte von 2010 bis 2014 zwischen 24 Prozent und 33 Prozent und stieg 2014 um fünf Prozentpunkte auf 29 Prozent. Damit liegen die Berufsausübungsgemeinschaften bei den Existenzgründungen weiterhin deutlich vor den Einzelpraxisneugründungen.

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