Der Status und die Folgen

Asyl in Deutschland

Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling. Fakt ist: Die meisten Migranten, die nach Deutschland kommen, sind aus der EU, und am schwierigsten ist die Einreise für Asylbewerber. Der rechtliche Status bestimmt nämlich ihre Ansprüche und Rechte.

Verteilungsquoten nach dem Königssteiner Schlüssel für die Anwendung im Jahr 2015 BAMF

Bis 2007 sank die Zahl der in Deutschland Asylsuchenden. Seitdem hat sich ihre Zahl mehr als verneunfacht. 2015 wird es aller Voraussicht nach einen neuen Höchstwert geben. Die Grafik zeigt außerdem die Zusammensetzung der bisher 159.000 in 2015 in Deutschland Asylsuchenden nach ihren Herkunftsländern. dpa Infografik

Die Bundesregierung rechnet für 2015 offiziell mit 800.000 Flüchtlingen in Deutschland mit starker Tendenz zu einer Million. Bund und Länder teilen sich die Kosten. Während der Bund für das Asylverfahren aufkommt, müssen die Länder die Kosten für Erstunterbringung, Verpflegung, Kleidung und Taschengeld tragen.


Rangliste der unterschiedlichen Migrantentypen

Die größte Gruppe bei der Zuwanderung stellten 2013 die EU-Binnenmigranten: Insgesamt kamen 700.000 Polen, Rumänen, Bulgaren und Italiener zu uns. Als EU-Bürger, dürfen sie sich in der EU frei bewegen und arbeiten.

An zweiter Stelle standen 2013 Flüchtlinge, also Menschen, die vor Verfolgung oder anderer Gefahr für ihr Leben fliehen. Um sie soll es in diesem Artikel in erster Linie gehen. Sie erhalten in Deutschland Asyl oder Schutz. Armut ist dabei kein Grund, um als Asylberechtigter anerkannt zu werden.

2014 kamen nach Deutschland insgesamt über 200.000 Asylbewerber, errechnete das Flüchtlingskommissariat (United Nations High Commissioner for Refugees/UNHCR). Die prognostizierten, viermal so hohen Zahlen für dieses Jahr verdeutlichen die Dimension.

Weltweit sind fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die meisten Flücht- linge kommen aus Pakistan, dem Libanon, dem Irak, der Türkei und Jordanien.

Den dritten Rang unter den Einwanderern machen mit 44.300 Personen die Familiennachzügler aus. Damit sind ausländische Ehepartner oder Kinder von Deutschen und Ausländern gemeint, die zu ihrer bereits in Deutschland lebenden Familie ziehen.

Die Erwerbsmigranten folgen auf dem vierten Platz der Zuzügler: 33.600 von ihnen kamen 2013 nach Deutschland. Dies sind vor allem qualifizierte Arbeitskräfte aus sogenannten Drittstaaten, also Nicht-EU-Ländern, die unter bestimmten Bedingungen in Deutschland arbeiten dürfen.


Der Weg zur Anerkennung

Eigentlich haben Flüchtlinge keine Möglichkeit, legal nach Europa zu kommen. Es sei denn, sie sind „Kontingentflüchtlinge“, die im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion aufgenommen wurden. Diese Glücklichen durchlaufen weder ein Asyl- noch sonstige Anerkennungsverfahren, sondern erhalten mit ihrer Ankunft sofort eine Aufenthaltserlaubnis.

Aber das ist nicht die Regel. Die Regel ist die gefährliche Flucht über ganze Kontinente und Meere. Auf der Überfahrt gerieten bekanntlich bereits Zehntausende in Seenot, Tausende starben. Zuletzt ertrank ein kleiner syrischer Junge vor Bodrum. Dennoch flohen allein 2014 mehr als 220.000 und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 137.000 Migranten über das Mittelmeer, um in Europa Asyl zu finden. Bis Juli wurden 2015 in Deutschland 195.723 Asylerstanträge gestellt. Die meisten von Syrern – etwa 42.000 Menschen sind vor dem Krieg dort hierher geflüchtet. Aus dem Irak kamen rund 10 500 Menschen. Eine große Gruppe kommt jeweils auch aus Afghanistan, aus Pakistan, aus Eritrea und aus Nigeria, aber insgesamt mehr als 75.000 Frauen, Männer und Kinder kamen aus dem Kosovo, Albanien, Serbien und Mazedonien.

Überall im Land helfen Zahnärzte den ankommenden Flüchtlingen, vielfach ehrenamtlich. Doch wie kommuniziert man mit den Patienten, wie wird abgerechnet? Hier finden Sie Tipps für die Praxis.

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