Medizinische Versorgung von Flüchtlingen

Symptome erkennen

Die enormen Flüchtlingszahlen stellen uns vor verschiedene Herausforderungen – organisatorisch, versorgungstechnisch, finanziell. Aus medizinischer Sicht begünstigt die Unterbringung der Flüchtlinge in Massenunterkünften die Entstehung verschiedener Krankheiten und Infektionen.

Manchmal ist der Zahnarzt als Allgemeinmediziner gefragt. Bei der Versorgung von Flüchtlingen gilt noch mehr, wachsam auf die Symptome verschiedener Krankheiten und Infektionen zu achten. JPC-PROD – Fotolia

Körperläuse befallen Menschen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben. Hier ein Weibchen bei einer Blutmahlzeit. CDC/BSIP/OKAPIA
Die Filzlaus schafft es, mehrere Tage in Wolldecken oder Bettwäsche zu überleben, bevor sie sich einen neuen Wirt sucht. Dr.Gary Gaugler/OKAPIA
Normalerweise merkt man nicht, wenn ein Floh sticht, erst eine Reihe von Stichen – die Flohstraße – macht darauf aufmerksam. F.C.G. - fotolia.com

Aufgrund der mangelhaften hygienischen Bedingungen werden einzelne Ereignisse vermehrt auftreten, etwa Läuse oder Skabies. Wie man diese erkennen kann und was dann zu tun ist.

Die Kopflaus

Kopfläuse sind flügellose, blutsaugende, grauweiße Gliederfüßer (Arthropoden), die sich ausschließlich von menschlichem Blut ernähren. Sie sind etwa 1 bis 3 mm lang und fühlen sich bei einer Umgebungstemperatur von 28 bis 29 Grad Celsius wohl. Die Anatomie hat ihnen einen Stech- und Saugrüssel am Kopf beschert, seitlich am Kopf imponieren zwei kleine, antennenartige Tentakel. Mit ihren krallenartigen Beinen klammern sie sich vor allem am Kopfhaar fest, aber – treten sie in Massen auf – auch an Augenbrauen, Bart- und anderen Körperhaaren. Über ihren Rüssel saugen sie Blut und geben gleichzeitig mit ihrem Speichel vasodilatorische und antikoagulierende Sekrete ab, wie man das von den Mücken kennt.

Das Weibchen lebt im Durchschnitt etwa 30 Tage und legt in dieser Zeit bis zu 150 Eier ab. Die Larven schlüpfen bereits nach einer Woche und entwickeln sich innerhalb von neun bis elf Tagen zu einer geschlechtsreifen Kopflaus. Haben Kopfläuse keinen Kontakt zu ihrem Wirtsmensch, sterben sie nach etwa zwei bis drei Tagen ab. Das bedeutet, dass sie auch noch auf Handtüchern, Unterlagen, Kopfkissen und mehr einige Zeit überleben können.

Vorkommen:

Kopfläuse treten bei allen Altersgruppen und in allen sozialen Schichten auf, Kinder jedoch sind von ihnen am häufigsten geplagt, Mädchen doppelt so häufig wie Jungen, wobei die Haarlänge keine Rolle spielt. Egal ob lang oder kurz, beide Gruppen sind genauso anfällig. Ansteckungsgefahr besteht, solange die betroffenen Personen mobile Tiere in ihren Haaren haben. Damit sind nicht die Nissen gemeint, denn das sind die Larven, die sich an den Haargrund etwa einen Zentimeter oberhalb der Kopfhaut ankleben und so fest sitzen, dass sie mehrere Haarwäschen lässig überstehen können.

Symptome:

Die adulten Tiere stechen in der Regel alle vier bis sechs Stunden, dann zeigen sich rote Papeln auf der Kopfhaut, die sehr stark jucken, so dass der Patient dann kratzt und es zu Hautdefekten, oft zu sekundären bakteriellen Infekten und schließlich zu Lymphknotenschwellungen kommen kann.

Therapie:

Bevorzugte Regionen sind der Bereich hinter den Ohren sowie die Schläfen- und die Nackenregion. Es empfiehlt sich, die Haare anzufeuchten und Strähne für Strähne mit einem Läusekamm (aus der Apotheke) auszukämmen. Ziel der Therapie ist das Abtöten der Läuse und der Embryonen in den Nissen.

Überall im Land helfen Zahnärzte den ankommenden Flüchtlingen, vielfach ehrenamtlich. Doch wie kommuniziert man mit den Patienten, wie wird abgerechnet? Hier finden Sie Tipps für die Praxis.

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