Zahnmedizinische Flüchtlingsversorgung

Candystorm in der Praxis

Als Dr. Siuosh Rassaf auf seinem Facebook-Profil Patienten um Spenden für Flüchtlinge bat, ahnte der deutsche Zahnarzt mit iranischen Wurzeln nicht, wie überwältigend die Reaktion auf seinen Post sein würde ...

Zahnarzt Siuosh Rassaf mit seiner Lebensgefährtin Merle Heppner. www.chrischristes.de

An mehreren Freitagnachmittagen nach der eigentlichen Arbeitszeit behandelte Dr. Siuosh Rassaf mit seinem Team Flüchtlinge. “Wir machen das, solange es geht und nötig ist.“ www.chrischristes.de

„Falls Sie nicht mehr benutzte Kinderwagen, Schuhe, Socken, Spielzeuge, Koffer, Shampoo et cetera haben und dies nicht mehr benötigen, dann bringen Sie es bitte zu uns und wir sorgen dafür, dass es zu den Bedürftigen weitergeleitet wird.“

Mit diesem Aufruf wandte sich der Zahnarzt digital an seine Patienten – und bekam ein riesiges Echo: Über 47.000 Leute haben den Beitrag gesehen, über 130-mal wurde er geteilt. Patienten, die er bis dato gar nicht kannte, schrieben ihm plötzlich E-Mails. Alte Damen brachten spontan selbst gebackene Kuchen in die Praxis. Kleider, Hosen, Jacken und Mäntel, Spielzeug und Kinderwagen – haufenweise Sachspenden in kürzester Zeit.

Guter Rat von der KZV

Ehrenamtliche Ärzte aus dem Bereich der Aufnahmestelle für Flüchtlinge hatten Rassaf Hilfe suchend kontaktiert. Er hat sich dann bei seiner zuständigen KZV erkundigt, ob er Patienten ohne Sozialstatus überhaupt behandeln darf. „Wenn die Flüchtlinge hier in der Erstaufnahme in Gießen aufgenommen und dann in die einzelnen Städte verteilt werden, dann kriegen sie eine Nummer und einen grauen Schein“, schildert Rassaf. Die KZV informierte ihn, dass er bei der Patientengruppe eine Schmerzbehandlung gemäß den Vorgaben des Asylgesetzes machen dürfe.

Zusätzlich hat Rassaf mit dem Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) telefoniert. Mit letzterem hat er vereinbart, dass erst mal festgestellt wird, wer überhaupt Schmerzen hat und was im Einzelfall gemacht werden muss. Grundsätzlich verantwortlich für den Sicherstellungsauftrag sind im Fall von Flüchtlingen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus übrigens die Behörden, nicht die Zahnärzte. Gleichwohl darf man sich als Zahnmediziner nicht dem Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung aussetzen.

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