Aktuelle EDV-Statistik der KZBV

Mit diesen EDV-Systemen rechneten die Zahnärzte ab

Die Statistik zur elektronischen Abrechnung resultiert aus Datenlieferungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) an die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Die Abrechnung mit den KZVen via Praxissoftware ist das Mass der Dinge, auf Papier übermittelte Abrechnungen finden nur noch in „homöopathischen Dosen“ statt.

Grafik 1: Anteil der einzelnen Praxisdrucksachen an der elektronischen Abrechnung (KCH) KZBV

Grafik 2: Anteil der einzelnen Praxisdrucksachen an der elektronischen Abrechnung (KFO) KZBV
Grafik 3: Anzahl elektronischer KCH- und KFO-Abrechnungen KZBV
Grafik 4: Anzahl elektronischer KCH- und KFO-Abrechnungsfälle KZBV

Ausschlaggebend für die Erstellung der aktuellen EDV-Statistik ist das KZBV-Programmstandskennzeichen, das mit der elektronischen Abrechnung von der Zahnarztpraxis an die KZV automatisch übermittelt wird. Die Statistik über das 4. Quartal 2014 basiert für die Darstellung der elektronischen Abrechnung in den KZVen auf der Anzahl der eingereichten Abrechnungsfälle. Die Marktanteile der Dentalsoftwarehersteller wurden sowohl auf der Grundlage der elektronisch übermittelten Abrechnungen als auch auf Basis der eingereichten Abrechnungsfälle berechnet.

Im 4. Quartal 2014 hat sich der Prozentsatz eingereichter Abrechnungen konservierend-chirurgischer (KCH) Fälle im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. 99,7 Prozent aller eingereichten Abrechnungsfälle im Bereich der KCH-Leistungen wurden bundesweit auf elektronischem Weg bei den KZVen eingereicht. Mit Ausnahme der KZVen Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen nehmen die übrigen KZVen noch Papierabrechnungen an, wenn auch in sehr geringem Maße.

Keine Veränderung gab es im Leistungsbereich Kieferorthopädie (KFO), hier lag der Prozent-Anteil der elektronisch eingereichten Abrechnungsfälle wie im Vorjahr bei 98,8 Prozent. Im KZV-Vergleich liegen die elektronisch abgerechneten Fälle zwischen knapp 100 und 95,6 Prozent, wobei die Fallzahlen, die per Papier eingereicht wurden zwischen zwölf und 3.128 liegen.

Insgesamt wurden im 4. Quartal 2014 (Stand: 31.12.2014) im Leistungsbereich KCH 40.962 elektronische Abrechnungen bei den KZVen eingereicht, die mit 52 verschiedenen Praxissoftwareprogrammen erstellt wurden. Davon wurde mit elf Praxissystemen nur je eine Abrechnung erstellt, wovon neun Softwareprogramme Individualsysteme sind. Das sind Programme, die Zahnärzte selbst für die eigene Praxis zur ausschließlich internen Nutzung entwickelt haben. Die insgesamt 6.172 KFO-Abrechnungen wurden mit 46 verschiedenen Praxissystemen erzeugt. Hier wurde mit neun Systemen nur jeweils eine Abrechnung erstellt, wovon wiederum sechs Individualsysteme sind.

Kopf-an-Kopf-Rennen um den größten Marktanteil

Die Praxisverwaltungssysteme „DS-WIN-PLUS“ der Firma Dampsoft und „Z1“ der CompuGroup haben sich in den letzten Jahren immer ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den größten Marktanteil geliefert. Nun hat „DS-WIN-PLUS“ das Praxissystem „Z1“ an der Spitze abgelöst, obwohl „Z1“ seinen Prozent-Anteil an den elektronisch eingereichten Abrechnungen ebenfalls gesteigert hat. Wobei mit dem Dampsoft-Programm gerade einmal 46 elektronische Abrechnungen mehr eingereicht wurden als mit „Z1“. So wurden also wieder über die Hälfte aller elektronischen Abrechnungen mit diesen beiden Programmen generiert.

Das Praxissystem „CHARLY“ des Unternehmens solutio hat seinen Anteil an den elektronischen KCH-Abrechnungen ebenfalls steigern können und ist in die TOP 3 vorgestoßen, womit es das Programm „ChreMaSoft“, das ebenfalls zur CompuGroup gehört, auf den vierten Platz verdrängt hat. Wesentliche Änderungen hinsichtlich der weiteren Rangfolge gab es nicht, die weiteren Plätze der TOP 10 entsprechen denen der Vorjahresstatistik.

Im Vergleich zur Erhebung 2013 hat sich der Anteil der Praxissysteme an der elektronischen KFO-Abrechnung nicht erheblich verändert. Die Steigerungsraten, sofern ein Programm hinzugewonnen hat, lagen allesamt unter einem Prozent. Der Marktführer im Bereich Praxisverwaltungssysteme für die kieferorthopädische Praxis ist nach wie vor ivoris (Computer konkret), das seinen Rang mit 22,6 Prozent vor Z1, CompuGroup, (17,1 Prozent) deutlich halten konnte.

Die Marktführer Z1 und DS-WIN-PLUS liegen mit ähnlichen absoluten Anzahlen (Grafik 3) an den elektronischen KCH- und KFO-Abrechnungen deutlich vorn, wobei beide Praxissysteme einen signifikant höheren Anteil an KCH-Abrechnungen haben. Allerdings stehen der Gesamtanzahl von 40.962 KCH-Abrechnungen auch nur insgesamt 6.172 KFO-Abrechnungen gegenüber.

Lediglich die Praxissysteme ivoris (Computerkonkret), das das vormalige KFO-Programm KFO-WIN sowie das KCH-Programm STOMA-WIN beinhaltet, sowie OrthoExpress, die kieferorthopädische Programmversion des Systems DentalExpress von ComputerForum, und Praxident A4 (hk) haben einen höheren Anteil an KFO- als an KCH-Abrechnungen.

Unterschiede zwischen Abrechnungen und Abrechnungsfällen

Bei der Abrechnung kieferorthopädischer Leistungen gibt es bei den Praxissysteme zum Teil deutliche Unterschiede zwischen dem Anteil an Abrechnungen und dem Anteil an Abrechnungsfällen. Im Verhältnis zu den elektronisch übermittelten KCH-Abrechnungsfällen ist der Anteil an Fällen im Leistungsbereich KFO bei den Marktführern DS-WIN-PLUS eher gering (Grafik 4). Nur bei den Programmen der Firmen Computer konkret und hk liegt der Anteil der KFO-Abrechnungsfälle deutlich über dem der mit diesen Praxissystemen erstellten KCH-Abrechnungsfälle.

Umgerechnet wurden mit dem Programm ivoris sogar nahezu die Hälfte, nämlich 46,1 Prozent, aller KFO-Fälle im 4. Quartal 2014 abgerechnet. Das lässt vermuten, dass Kieferorthopäden offenbar eher auf ein spezielles kieferorthopädisches Praxisverwaltungssystem zurückgreifen als auf ein konventionelles Praxissystem mit entsprechender KFO- Erweiterung.

Eine statistische Auflistung aller Praxissysteme für den Leistungsbereich KCH bzw. KFO können bei der der KZBV (S.Bonin@KZBV.de) angefordert werden. Diese Zahnarztsoftwarestatistiken bieten nur eine Übersicht hinsichtlich der Menge der eingesetzten Dentalsoftwareprogramme in den Zahnarztpraxen, bedeuten jedoch keine Aussage über die Qualität beziehungsweise Ergonomie des Dentalsoftwareprogramms oder die Kundenzufriedenheit.

Susanne Bonin, M.A.

KZBV Vertragsinformatik

Universitätsstr. 73

50931 Köln



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