Wie junge Zahnärzte arbeiten wollen

"Ich fühle mich frei - und auch sicher"

Dr. Ivona Leventic kann sich darauf verlassen, dass bei All-Dent alle Richtlinien ordnungsgemäß erfüllt werden und dass das Qualitätsmanagement läuft. „Das nimmt mir die Nervosität und erleichtert mir die Arbeit mit den Patienten“, sagt die leitende Oberärztin.

Die Zahnärztin Dr. Ivona Leventic wechselte vor drei Jahren von der eigenen Niederlassung in das Zahnzentrum AllDent in München. Mittlerweile leitet sie dort als Oberärztin ein siebenköpfiges Team. AllDent

Was hat Sie bewogen, die Niederlassung mit einem Angestelltenverhältnis in einem MVZ zu tauschen?

Dr. Ivona Leventic: Neben persönlichen Gründen war vor allem das Fachliche ausschlaggebend. Ich wollte von meiner kleineren Praxis in eine größere wechseln, um in einem Team zu arbeiten, in dem ich mich fachlich austauschen und von den anderen lernen kann. Wer von einer Klein- in eine Großstadt zieht, für den sind Mehrbehandlerpraxen oder MVZ verlockend, weil sie hohe Standards für Technik und Materialien bieten.

Auch die soziale Seite ist mir sehr wichtig – so haben wir in den vergangenen Jahren einige Freundschaften geschlossen. Obwohl unsere Klinik sehr groß ist, herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Brüder Dr. Dr. Ruben und Dr. Matthias Stelzner führen das MVZ wie ein Familienunternehmen: Sie sind als Ansprechpartner für uns da, bieten sehr gute Arbeitsbedingungen und Freiräume. Durch unser Schichtsystem haben wir spürbar einen halben Tag frei. Wir arbeiten entweder am Vormittag oder ab nachmittags in den Abend hinein. Dabei haben wir sehr gute Verdienstmöglichkeiten.

Zudem verfügen wir über ein gewisses Fortbildungsbudget im Jahr. Das erworbene Wissen können wir praktisch sofort anwenden, denn wir haben Spezialisten wie einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, einen Oralchirurgen oder einen Endodontologen im Haus.

Nicht zuletzt sind interne Karrieren möglich. Ich begann vor drei Jahren im ersten AllDent-MVZ und bekam dann im zweiten Münchner Zentrum die Chance, ein Team zu führen. Meine Aufgabe ist nun, alle Neupatienten aufzunehmen, den Erstbefund zu stellen sowie die Patienten über die nötigen Therapieschritte und die damit verbundenen Kosten aufzuklären. Im Anschluss übergebe ich an einen der Zahnärzte aus meinem Team, der sich fachlich und von der Persönlichkeit her für die Behandlung des jeweiligen Patienten eignet.

Betreut dieser Stammbehandler den Patienten von A bis Z? Oder ist es im MVZ eher üblich, schneller an Spezialisten unter demselben Dach zu verweisen?

Grundsätzlich sind alle Ärzte, die bei uns arbeiten, Generalisten. Trauen sich die Zahnärzte die Behandlungen selbst zu, können sie diese komplett übernehmen. Wenn in komplizierten Fällen einer unserer Spezialisten gefragt ist, ist der Stammbehandler immer mit vor Ort – und kann etwa bei umfangreichen Implantationen assistieren oder selbst unter Aufsicht implantieren.

Also begleiten die Stammbehandler die Patienten und sind um längerfristige Bindungen bemüht …

Trotz der großen Klinik schaffen wir es, dass sich der Patient intim und gut aufgehoben fühlt. Bei uns gilt das Ein-Zimmer-Prinzip: Jeder Arzt hat sein eigenes Behandlungszimmer mit einer festen Assistenz. So vermeiden wir ein Patientenhopping, also ständig von einem Zimmer zum nächsten zu eilen. Wir können uns vollkommen auf den Patienten konzentrieren und ein Vertrauen aufbauen, das er aus kleinen Praxen kennt.

Fühlen Sie sich als angestellte Zahnärztin so frei wie in der Selbstständigkeit?

Ich fühle mich frei - und auch sicher. Denn ich weiß, dass alle Richtlinien ordnungsgemäß erfüllt, die Abrechnungen erledigt sind und das Qualitätsmanagement läuft. Das nimmt mir die Nervosität und erleichtert mir die Arbeit mit den Patienten. Dabei sind wir nicht nur auf das Fachliche beschränkt, sondern auch in organisatorische Belange eingebunden: Wir Teamleiter treffen uns einmal wöchentlich mit unseren Chefs, um auf dem neuesten Stand zu sein und Probleme anzusprechen.

Das geben wir dann wiederum in unsere Teams weiter. Jeder kann mitreden und Vorschläge einbringen. Bei uns ist alles sehr transparent, in kleineren Praxen habe ich die Erfahrung gemacht, dass nur der Inhaber über die Abläufe und Richtlinien informiert war. Sollte sich jemand von uns dazu entscheiden, selbst in die Niederlassung zu gehen, ist er darauf vorbereitet.

Ist die Selbstständigkeit in Einzelpraxen denn noch eine Option für die Zukunft?

Eine Einzelpraxis wird durch die Veränderungen im Gesundheitswesen immer unattraktiver – ich selbst komme auch aus einer Zahnarzt-Einzelpraxis-Familie. Die Patienten mussten früher nicht so viele Zahlungen selbst leisten. Auf der einen Seite möchten Zahnärzte ihre Dienstleistungen hochwertig anbieten, auf der anderen Seite orientiert sich der Patient auch an den Preisen.

Außerdem hat die Zahnmedizin in den vergangenen Jahren eine solche Dynamik in allen Bereichen entwickelt, dass ein Zahnarzt alleine dieses Spektrum fast gar nicht mehr abdecken kann. Und nicht zuletzt legen immer mehr Patienten Wert darauf, dass alle ärztlichen Leistungen unter einem Dach angeboten werden.

Selbstständigkeit ist auch immer mit Zusatzarbeiten verbunden: Personalakquise, Abrechnungen, Hygienerichtlinien. Um all das müssen wir uns hier nicht kümmern, weil diese Abläufe zentral gesteuert werden. Da wir Zahnärzte uns nur auf das Fachgebiet konzentrieren können, steht das zahnmedizinische Ethos an erster Stelle.

Die nachwachsende Generation favorisiert das Angestelltenverhältnis, so eine häufig gehörte Behauptung. Stehen die unterschiedlichen Praxisoptionen überhaupt noch in dem Maß zur Diskussion?

Viele junge Zahnärzte haben in der Tat noch das Ideal im Kopf, dass sich ein Zahnarzt irgendwann niederlassen muss. Es lässt sich aber beobachten, dass sie nach einer Weile von diesem Gedanken abrücken, wenn sie sich im Angestelltenverhältnis wohlfühlen. Da bei uns der wirtschaftliche Erfolg gegeben ist, lockt in der Regel auch kein höherer Verdienst in der Selbstständigkeit.

Bei uns sind die meisten Beschäftigten von Anfang an dabei, denn die Work-Life-Balance stimmt. So arbeiten viele junge Mütter und Väter zwar in Voll-zeit für unser Unternehmen, sind dabei aber nicht den ganzen Tag in einer Praxis gefangen. Außerdem legen die Stelzners großen Wert auf förderliche Arbeitsbedingen wie eine gesunde Ernährung, täglich frisches Obst und ein Fitnessstudio.

$(LC336842:"Jeder muss seine passende Struktur finden")$


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