Bergungstechniken im Wurzelkanal bei frakturierten Instrumenten

Bergung im mesiobukkalen Kanal

Abbildung 2: Röntgenbild zur Darstellung des Fragments: Geschätzt werden kann eine Fragmentlänge von circa 9 mm. Die Feilenspitze ragt über die Konfluenz der drei mesiobukkalen Kanäle hinaus. M. Drefs
Abbildung 3: Klinisches Bild der Trepanationsöffnung nach Feilenfraktur: Die Wurzelkanaleingänge sind unzureichend erweitert. M. Drefs
Abbildung 4: Der Isthmus zwischen mb3 und mb2 wurde aufpräpariert, um das Fragment seitlich freizulegen. M. Drefs
Abbildung 5a und 5b: Individuell hergestellte Öse aus einer 31mm langen K-Feile der ISO-Größe 08 M. Drefs
Abbildung 5a und 5b: Individuell hergestellte Öse aus einer 31mm langen K-Feile der ISO-Größe 08 M. Drefs
Abbildung 6: Röntgenologische Kontrollaufnahme nach Fragmententfernung: Das Bruchstück konnte vollständig entfernt werden. M. Drefs
Abbildung 7: Längenbestimmung des Bruchstücks: Ermittelt wurde eine Fragmentlänge von 9 mm. M. Drefs
Abbildung 8: Röntgenologische Kontrolle nach Wurzelfüllung: Das Wurzelkanalsystem konnte bis auf Arbeitslänge obturiert werden. M. Drefs

Fazit

Im vorliegenden Fall wurde dem Patienten die Entfernung des Bruchstücks angeraten, da die Erfolgsaussichten auf Bergung im Vorfeld als verhältnismäßig hoch eingeschätzt wurden. Die koronale Lage des Fragmentkopfs sowie die große Länge des Feilenstücks wirken sich generell positiv auf den Entfernungsversuch aus [Hülsmann/Schinkel, 1999].

Durch die Blockade des Wurzelkanalsystems der mesiobukkalen Wurzel durch das Fragment konnte keine ausreichende chemomechanische Bearbeitung der drei Wurzelkanäle erfolgen. Nur durch die Elimination des Bruchstücks war es möglich, eine vollständige Instrumentation und Desinfektion zu erzielen.

Als Entfernungsmethode boten sich mehrere

Möglichkeiten an: Sowohl die Hülsen- als auch die Loop-Technik kamen in Betracht. Voraussetzung für beide Bergungsmethoden ist das Lösen des Fragments von der Kanalwand. In Anlehnung an Arnold [2013] wurde der koronale Fragmentanteil mit Wattefasern unterfüttert, um den Fragmentkopf frei im Raum zu positionieren, so dass das Überstülpen einer Kanüle beziehungsweise einer Öse gelingt.

Der ausschließliche Ultraschalleinsatz wurde ausgeschlossen, um eine erneute Fraktur des enorm langen Bruchstücks und zusätzlichen Zahnhartsubstanzverlust zu vermeiden, denn je länger ein Nickel-Titan-Fragment ist, desto größer ist die Gefahr einer erneuten Ermüdungsfraktur im Wurzelkanal [Arnold, 2013].

Dr. Michael Drefs, Dr. Heike Steffen
Zentrum für ZMK Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie
Walther-Rathenau-Str. 42, 17475 Greifswald
drefsm@uni-greifswald.de

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