Die zm-Kolumne rund um die relevanten Praxisfragen: Like, Repost, Hashtag…

Social Media im Praxisalltag

Henrici hilft - der Praxisflüsterer nosorogua/martialred-Fotolia

E-Mail an Henrici | Privat

Um ein kleines Fazit vorwegzunehmen: Wer heutzutage im Bereich Online-Marketing bestmöglich mitspielen möchte, kommt um die Nutzung von Social-Media-Plattformen nicht herum. In Zeiten, in denen drei Viertel der deutschen Bevölkerung täglich online sind – mit einem deutlichen Zuwachs an der dafür investierten Zeit – und die Kommunikation hauptsächlich über digitale Kanäle abläuft, ist es für Praxen extrem wichtig, in genau diesem Kosmos vertreten zu sein.

Facebook oder Insta?

Angesichts der unterschiedlichen Social-Media-Plattformen stellt sich die Frage, welche Plattform denn nun die richtige für eine Zahnarztpraxis ist. Die Antwort ist abhängig von der Zielgruppe, die man erreichen möchte. Diesbezüglich relevant sind derzeit die beiden größten Plattformen „Facebook“ und „Instagram“. Das von Google eigens kreierte „Google+“ wurde im April dieses Jahrs eingestampft, „Twitter“ fällt durch seinen redaktionellen Ansatz in der gewünschten Zielgruppe der Patienten raus und „Snapchat“ ist für Praxen durch die begrenzten Möglichkeiten irrelevant.

Mit der Erfahrung aus mehr als 1.400 umfassenden Mandaten in zehn Jahren beantwortet der Praxisexperte und Hauptgesellschafter der Opti Zahnarztberatung Fragen von Mandanten und Lesern zum Unternehmen Zahnarztpraxis. Der Einblick in seinen „Praxis“-Alltag soll Lösungsansätze aufzeigen, um Problemen in der Praxis so früh wie möglich begegnen zu können. Oder besser – um diese gar nicht erst entstehen zu lassen. | zm-mg

Der Kampf zwischen dem Platzhirsch Facebook und dem Phönix aus der Asche  Instagram findet innerhalb der Demografie statt. Während Facebook trotz verschiedener Skandale nur minimale Abstriche bei den Nutzerzahlen zu vermelden hat und unangefochten die Führungsrolle vertritt, zeigt sich bei Instagram ein enormer Zulauf von Nutzern. Aktuell kann man grob sagen, dass sich Instagram mehr an das jüngere, „schnelllebige“ Publikum richtet, während Facebook es „gemächlicher“ bei der etwas älteren Fraktion angeht. Das ist natürlich etwas überspitzt. Betrachtet man aber die aktuellen Zuwachszahlen, dann kann Instagram langfristig die Plattform der ersten Wahl werden.

Die wesentliche Frage ist jedoch nicht, für welche der beiden Plattformen nach Festlegung der zu adressierenden Patientenzielgruppe man sich entscheidet, sondern wie man diese Aufgabe in den Praxisalltag integriert. Denn die häufigste Aussage, die ich von den Praxisteams beim Thema Social Media zu hören bekomme, lautet: „Wann sollen wir das denn bitte auch noch machen?“ Und in der Tat klingt alles erst einmal nach sehr viel Arbeit: Profil erstellen, Postings (also Inhalte) überlegen, Kontakt mit den Usern halten, wieder Inhalte überlegen, Fotos und Videos erstellen, und und und …

 

Nähe schafft Bindung

Aber wie bei vielen Dingen im Leben ist die Planung auch hier die halbe Miete. Als erstes muss man natürlich überlegen, wer aus dem Praxisteam sich kümmern soll. Mitarbeiter mit privater Erfahrung in diesem Bereich, die wiederum auch Lust auf die Thematik haben, sind natürlich die besten Kandidaten. Grundsätzlich sollte man zwei Mitarbeiter mit der Thematik betrauen, um eine kontinuierliche Bearbeitung sicherzustellen. Bei aller notwendigen Kreativität ist es wichtig, dass die beiden Teammitglieder über ein gutes Sprachverständnis sowie die entsprechende Rechtschreibung verfügen – schließlich wird die Praxis nach außen dargestellt und repräsentiert.

Eine klare Vorgehensweise und die Art der Kommunikation werden gemeinsam im Team vorab festgelegt. Dazu gehören ein strategisches Konzept und vor allen Dingen eine inhaltliche Struktur. Anschließend wird ein Social-Media-Plan erstellt. Darin werden die Inhalte (auf Neudeutsch Content) für das komplette Jahr aufgenommen, um Planungssicherheit zu haben. So nimmt man sich den Druck, sich jedes Mal kurzfristig Inhalte „aus den Fingern saugen“ zu müssen. Gepaart mit der Möglichkeit, die Beiträge innerhalb der Plattform zu planen – also festlegen zu können, wann das Posting erscheint – ergeben sich klare Strukturen und Abläufe. Ein Beispiel: Die saisonalen Grüße können alle bereits weit im Voraus geplant werden, so dass am Anfang des Jahres bereits der Weihnachtsgruß fix und fertig ist.

Eine indirekt planbare Sache, die jedoch über den Erfolg oder Misserfolg einer Praxis im Social-Media-Bereich entscheidet, ist das sogenannte „Community Management“. Denn einer der größten Fehler, den Unternehmen online machen, ist die mangelnde Interaktion mit der Zielgruppe. Wenn ich als User Lobeshymnen und Kommentare abgebe oder Fragen an meine Praxis stelle, wirkt es natürlich befremdlich, wenn ich kein Feedback erhalte. Daher sind ein regelmäßiger Abgleich und entsprechende Reaktionen Pflicht. Ansonsten schleicht sich das Gefühl ein, dass die Seite lediglich zu Werbezwecken genutzt werden soll, und das ist das Gegenteil von dem, was eine Social-Media-Präsenz sein soll.

Optimal ist, wenn der User, der auf dem Profil der Praxis ist, eine Bindung aufbauen kann. Er möchte etwas von „hinter den Kulissen“ erfahren und sehen, was abseits seines Zahnarztbesuchs in und um die Praxis passiert. Daher ist es wichtig, den Fokus auf „emotionale“ Bilder und Inhalte zu lenken. Von der Sommerfeier der Praxis über aktuelle Fortbildungen bis hin zum Fortschritt des aktuellen Umbaus sind die Möglichkeiten vielzählig. Denken Sie immer an die alte Marketing-Weisheit: „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ und stellen Sie sich die Frage, was den User interessiert.

Fazit

Social Media ist mittlerweile ein mächtiges und dabei kostenfreies Instrument im Online-Marketing. Es ist sowohl Informationsplattform zur Pflege des Patientenstamms als auch digitale Imagewerbung, die zu Neupatienten führt. Daher muss man sich selber die Frage beantworten, ob man in diesem Bereich mitwirken möchte oder im schlimmsten Fall eine große Chance liegen lässt. Die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung macht deutlich, dass dieser Bereich weiter wachsen wird.

In diesem Sinne …
Ihr Christian Henrici

Henrici@opti-hc.de
www.opti-hc.de

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