Status und Körpersprache in der Arzt-Patienten-Kommunikation

Wohlfühlen wie bei Muttern!

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Heftarchiv Praxis
Ausgabe 3/2019
Ausgabe 3/2019
Die wichtigsten Prophylaxestrategien
Als Zahnarzt kommen Sie Ihren Patienten bei der Behandlung recht nahe. Der Mundbereich ist aber ein sehr empfindlicher Bereich, in dessen Nähe man nur geliebte Menschen lässt. Es sei denn, man hat Schmerzen ... Wenn Sie ein paar Spielregeln zur Körpersprache und zum Status beachten, sorgen Sie bei Ihren Patienten für Entspannung und Adhärenz.

Zahnärzte können ganz offensiv damit umgehen, dass sie sich bei der Behandlung für eine längere Zeit sozusagen in der Privatsphäre der Patienten aufhalten. Im normalen Gespräch würden sich zwei flüchtige Bekannte nie so nah kommen. Manche Kollegen benennen die Situation ganz klar: „Da ich genau sehen möchte, was ich in Ihrem Mund mache, muss ich etwas näher herankommen.“

Man muss Hemmschwellen und Ängste von Patienten überwinden, um Entspannung und Kooperation zu erzeugen. Man kann, insbesondere mit Angstpatienten, körpersprachliche Zeichen vereinbaren, wenn etwas unangenehm ist: „Machen Sie sich bemerkbar, winken Sie, murren Sie, wenn Sie eine Pause brauchen. Ich sehe jederzeit, was Sie machen.“ Man kann Körpersprache als Instrument der Kommunikation benutzen – gerade in Momenten, in denen der Mund kein hilfreiches Werkzeug ist. Wichtig: Die Patienten müssen die Kontrolle behalten dürfen, auch wenn Sie als Mediziner körpersprachlich und fachlich scheinbar die Kontrolle über die Situation haben.

Nutzen Sie Ihren Körper!

Eine weitere Strategie zur Entspannung der Patienten ist eine klare, aber lockere Körpersprache. Man erklärt in Ruhe den Luftpuster, sagt, welchen Bohrer man nicht benutzen wird, was das für ein Zeug auf der Glasscheibe ist, das die Assistenz gerade zusammenmischt, und wie man vorgeht – ohne in stundenlanges Geplauder überzugehen. Die Körpersprache des Zahnarztes suggeriert dabei Ruhe und Geborgenheit, aber auch Kompetenz. Die Erklärung der Vorgehensweise gibt den Patienten die Kontrolle über die Situation zurück. Eine beruhigende Stimme beruhigt auch den ängstlichen Körper des Patienten.

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