ERO-Vollversammlung

Corona bleibt für die Zahnärzte in Europa das Thema

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Heftarchiv Politik
Ausgabe 11/2021
Ausgabe 11/2021
Neuer Knochen fürs Implantat
Delegierte aus 31 Ländern waren am 17. April zur Vollversammlung der Europäischen Regionalorganisation (ERO) des Weltzahnärzteverbands (FDI) zugeschaltet. Da das Treffen in Bukarest wegen Corona abgesagt worden war, fand die Veranstaltung als Livestream mit Simultan-Übersetzung statt. Zentrales Thema: die Pandemie und deren Folgen auf die zahnärztliche Berufsausübung in Europa.

FDI-Präsident Dr. Gerhard Seeberger und James Coughlan, Präsident der europäischen Vereinigung der Zahnmedizinstudierenden (EDSA), richteten Grußworte an die Versammlung, zu deren Ehrengästen die ehemalige FDI-Präsidentin Michèle Aerden und Anna Lella gehörten, die vor Dr. Michael Frank das Präsidentenamt der ERO innehatte.

Klar im Fokus standen die Pandemie und deren Auswirkungen auf die zahnärztliche Berufsausübung in den europäischen Ländern. In seinem Bericht betonte Frank noch einmal, dass – ungeachtet der sehr unterschiedlichen Situation in den Mitgliedsländern, gerade zu Beginn der Pandemie – Zahnarztpraxen weder für die Patienten noch für das Praxisteam Orte eines erhöhten Infektionsrisikos waren und sind. Auf Unverständnis stieß bei den Delegierten in dem Zusammenhang der Umstand, dass in zwei Dritteln aller ERO-Mitgliedsländer die Zahnärztinnen und Zahnärzte immer noch von einer Beteiligung an den nationalen Impfkampagnen ausgeschlossen sind. Hier weiter mit Nachdruck auf Veränderungen hinzuwirken sei eines der erklärten Ziele des ERO-Boards und der ERO-Mitgliedstaaten.

Digital ist gut, in Präsenz ist besser

Die Abstimmungen konnten dank eines neuen Verfahrens auf elektronischem Weg durchgeführt werden. Auch die Vorstellung der Kandidaten für die Posten von Council members beziehungsweise Speakers in den Reihen des zahnärztlichen Weltverbands erfolgte online. 


Prof. Paulo Melo (Portugal), Dr. Michael Sereny (Deutschland), Dr. Sophie Dartevelle (Frankreich), Dr. Duygu Ilhan (Türkei), Anna Lella (Polen), Dr. Susie Sanderson und Dr. Victor Chan (Vereinigtes Königreich) präsentierten sich jeweils in kurzen Statements für die genannten Positionen in der FDI.

„Auch wenn digitale Events ein persönliches Zusammentreffen nicht dauerhaft ersetzen können – man denke etwa nur an die vielen spontanen, kollegialen Gespräche in den Sitzungspausen – haben wir durch Corona gelernt, dass andere Wege möglich und gangbar sind“, kommentierte ERO-Präsident Dr. Michael Frank die Veranstaltung.

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