Studie aus Spanien

Mehr als die Hälfte aller Zahnärzte ist ausgebrannt

Heftarchiv Praxis
Ausgabe 12/2022
Ausgabe 12/2022
Das große Geschäft mit den Alignern
Über 50 Prozent aller Zahnärztinnen und Zahnärzte leiden unter einem Burn-out-Syndrom, davon rund 10 Prozent besonders schwer. Einer spanischen Studie zufolge sind das weibliche Geschlecht, ein Angestelltenverhältnis, die Alleinarbeit in einer Einzelpraxis und das Arbeiten in einer Praxis auf dem Land mit einem höheren Erkrankungsrisiko verbunden.

Insbesondere Beschäftigte des Gesundheitswesens sind immer öfter von einem Burn-out betroffen. Ärztinnen und Ärzte sollen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen rund doppelt so häufig erkranken [von Känel, 2017].

Ein spanisches Forschungsteam ging der Frage nach, wie viele Zahnärztinnen und Zahnärzte Symptome eines Burn-outs zeigen und welche Faktoren das Auftreten des Syndroms maßgeblich beeinflussen könnten. Die Ergebnisse wurden kurz vor Beginn der Pandemie in einer Online-Umfrage ermittelt. Insgesamt nahmen 1.298 spanische Zahnärztinnen und Zahnärzte daran teil, was rund 3,4 Prozent der Zahnärztschaft in Spanien entspricht.

Verwendet wurde der Maslach Burnout Inventory (MBI), der in der Klinik am häufigsten zur Beurteilung des Burnout-Levels herangezogen wird. Die Auswertung zeigte, dass rund 
61 Prozent der Befragten hohe Werte in der ersten Phase („Emotionale Erschöpfung“) aufwiesen, während rund 46 Prozent hohe Werte in der zweiten Phase („Depersonalisierung“) hatten. 

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