Umfrage der Stiftung Gesundheit

Was das Gesundheitswesen fürs Klima tun könnte

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Heftarchiv Politik
Ausgabe 23/2022
Ausgabe 23/2022
Gruppenprophylaxe nach Corona
Eine repräsentative Umfrage der Stiftung Gesundheit zeigt: Ärztinnen und Ärzte haben ein hohes Bewusstsein für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, doch es mangelt an Führung und Umsetzung. Viele Mediziner fühlen sich von ihren Kollegen allein gelassen und bemängeln fehlende Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

In Deutschland gibt es bislang keine Klimastrategie für das Gesundheitswesen. Doch die Relevanz und die Dringlichkeit der Thematik ist vielen Entscheidungstragenden im Gesundheitssektor bewusst, wie eine repräsentative Umfrage der Stiftung Gesundheit ergab. Befragt wurden Führungskräfte und Fachärzte zu ihrer persönlichen Einstellung und zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sowie zu Barrieren bei deren Implementation.

Die aktuell umgesetzten Maßnahmen für Klimaschutz in medizinischen Einrichtungen seien bei Weitem nicht ausreichend, um der Klimakrise entgegenzuwirken, heißt es in der Umfrage. 80 bis 90 Prozent der befragten Ärzte und Führungskräfte sind sich demnach bewusst, dass Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise in Gesundheitseinrichtungen notwendig sind. Allerdings fühlen sich nur 20 Prozent in ihren Bemühungen von ihren Kollegen unterstützt. Acht von zehn Befragten halten die Reduktion von Emissionen im Gesundheitssektor für eine wichtige Maßnahme und stimmten zu, dass eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit vereinbar ist.

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