Mitarbeiterführung

Diese sieben Regeln machen Sie zu einer erfolgreichen Chefin

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Heftarchiv zm starter
Ausgabe 11/2022
Neue Perspektiven für ZFA
Angestellte Zahnärztinnen haben es nicht leicht, weil sie in einer Sandwich-Position zwischen Praxisinhaber und Praxispersonal stecken. Ein möglicher Ausweg aus diesem Dilemma ist die Selbstständigkeit. Sieben Regeln führen zum Erfolg.

Zahnärztinnen haben im Vergleich zu anderen Chefinnen bekanntlich nur wenig Zeit für die Mitarbeiterführung, da sie selbst die Hauptleistungsträgerinnen der Praxis sind. Umso besser sollten sie die Erfolgsfaktoren der Führung kennen und in ihrer Praxis die erforderlichen Weichen stellen. Entscheidend dabei ist, Erwartungen und Wünsche stets offen zu kommunizieren. Denn Probleme und Unzufriedenheit entstehen oft aus unterschiedlichen Erwartungshaltungen und Misskommunikation. 

Regel Nummer 1

Definieren Sie präzise, wofür Sie und Ihre Praxis stehen

Ihre Mitarbeitenden wissen dann genau, welchen Sinn ihre Arbeit hat und worauf ihre Arbeit abzielt. Wenn sie sich mit Ihrer Mission/Vision beziehungsweise Ihren Werten identifizieren, können und werden sie mitdenken. Sie werden von Betroffenen zu Beteiligten/Mitunternehmern und sind intrinsisch motiviert.

Regel Nummer 2

Sorgen Sie für klare Verantwortlichkeiten und Prozesse

  • Benennen Sie für alle Aufgaben Verantwortliche (inklusive Stellvertretungen für Abwesende).

  • Achten Sie darauf, dass jeder versteht, wie das Gesamtkonstrukt Praxis funktioniert und wie die einzelnen Aufgaben zusammenhängen. 

  • Betreiben Sie ein konsequentes Fehlermanagement und optimieren Sie die Prozesse in Ihrer Praxis.

So arbeiten Sie und Ihr Team stressfrei, alle Beteiligten sind zufriedener und motivierter. Das erhöht die Anziehungskraft für neue Mitarbeiter.

Regel Nummer 3

Teilen Sie Ihren Mitarbeitenden so viele ihren Stärken entsprechende Aufgaben zu, wie möglich

Wenn jeder tut, was er besonders gut kann, ist er mit Freude und hoch motiviert dabei. Mitarbeitende, die am richtigen Platz sitzen und ihre Stärken einbringen können, sind viel eher bereit, auch an den unbedingt zu verändernden Schwächen zu arbeiten.

Regel Nummer 4 

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation, …

  • KISS – keep it stupid simple. Sprechen Sie Themen kurz und klar an, auf den Punkt.

  • Informieren Sie Ihr Team über alle es betreffenden Aspekte und geben Sie ihm die Gelegenheit, sich inhaltlich einzubringen.

  • Geben Sie Ihrem Team Feedback. Das gibt Ihren Mitarbeitenden Orientierung.

  • Holen Sie sich bei wichtigen Informationen Feedback darüber ein, was Ihre Mitarbeiter verstanden haben.

  • Wenn Sie vom Rat der Mitarbeitenden abweichende Entscheidungen treffen, erläutern Sie, warum Sie anders entschieden haben.

Denn informierte Mitarbeitende werden von Betroffenen zu Beteiligten, denken mit, können sich weiterentwickeln. Im gleichen Umfang hat die Praxis Wachstumspotenziale.

Regel Nummer 5

Lassen Sie los und schenken Sie Ihrem Team Vertrauen, übertragen Sie Aufgaben

  • Sie werden entlastet, können sich auf das konzentrieren, was wichtig ist und effektiver arbeiten.

  • Ihre Mitarbeitenden erhalten Wachstumschancen, spüren, dass Sie ihnen vertrauen, ihnen die Aufgabe zutrauen. Das macht stolz, gibt ihnen das Gefühl, dass ihre Arbeit wichtig ist, sie ein wichtiger Teil der Praxis sind. Das motiviert, steigert die Identifikation mit der Praxis und bindet. Dadurch sinkt die Fluktuation, was wiederum Geld, Zeit und Energie für die Personalsuche und -einarbeitung spart. Mithin ist das eine klassische Win-win-Situation.

Regel Nummer 6

Zeigen Sie Ihrem Team, dass Sie es wertschätzen

Ihre Mitarbeiter fühlen sich bei Ihnen dann wohl und werden an die Praxis gebunden. Sie erzählen Kollegen auf Fortbildungen davon. Sie geben diese Wertschätzung an die Patienten weiter, die es Ihrer Praxis wiederum mit Treue und Weiterempfehlung danken. Sie haben den Kopf frei und können sich weiterentwickeln.

Regel Nummer 7

Zeigen Sie sich

  • Wenn Sie offen mit Ihren Schwächen umgehen, werden Ihre Mitarbeiter das auch tun. 

  • Wenn Sie offen kommunizieren, dass Sie Unterstützung benötigen, werden Ihre Mitarbeiter diesem Vorbild folgen und sich im Team Unterstützung holen. 

  • Wenn Sie Fehler einräumen, trauen sich das auch andere in Ihrem Team. 

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