zm-Reihe „Karrieren im Ausland“

In Berlin entrechtet, in New York hofiert – der Prominentenzahnarzt Hans-Jacques Mamlok

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Heftarchiv Gesellschaft
Ausgabe 5/2022
Ausgabe 5/2022
Wie gut reinigt die Schallzahnbürste?
Mamlok galt als „Meister der Porzellanfüllungen“ und als Prominentenzahnarzt. Im Immigrationsland USA erfuhr er zudem als Namensgeber des Theaterstücks „Professor Mamlock“ große Aufmerksamkeit – und das seltene Privileg, ohne Nachprüfung als Zahnarzt zugelassen zu werden.

Hans-Jacques Mamlok wurde am 12. April 1875 in Koschmin in Posen geboren [Kaznelson, 1959; Tetzlaff, 1982; Heuer, 1984; Walk, 1988; Depmer, 1993; Köhn, 1994; Schröck-Schmidt, 1996; Mahler, 2001; Groß, 2022b]. Der Sohn jüdischer Kaufleute nahm 1893 an der Universität Berlin das Studium der Zahnheilkunde auf; dort gehörten Friedrich Busch (1844–1916), Willoughby D. Miller (1853–1907) und Ludwig Warnekros (1855–1920) zu seinen akademischen Lehrern [Hoffmann-Axthelm, 1965; Groß, 2017b]. 1896 erlangte Mamlok die zahnärztliche Approbation. Es folgten Studienaufenthalte unter anderem in Dresden bei Newell Sill Jenkins (1840–1919) und in Wien bei Rudolf Weiser (1859–1928), bevor er 1900 in Berlin zahnärztlich tätig wurde.

1902 machte Mamlok erstmals in der Fachöffentlichkeit auf sich aufmerksam: Er eröffnete zusammen mit drei Kollegen – darunter Alfred Körbitz (1875–1937) [Simon, 1974] – die „Berliner Zahnärztliche Poliklinik“, die sich bald als führendes Institut für die kontinuierliche zahnärztliche Fort- und Weiterbildung etablieren konnte; zudem war er Mitbegründer und Vorstandsmitglied des „Komitees für zahnärztliche Fortbildungskurse“. Beide Einrichtungen – die Poliklinik und das Komitee – bildeten den Kristallisationskern des 1911 in Berlin eröffneten „Deutschen Zahnärztehauses“.

Außerdem fungierte Mamlok als Kustos der 1908 in Berlin etablierten „Zahnärztlichen Abteilung der Staatlichen Sammlung ärztlicher Lehrmittel“, die ebenfalls für Fortbildungszwecke genutzt wurde [Burkhardt/Geisler, 1991]. 1911 trat er in der Abteilung für konservierende Zahnheilkunde des Zahnärztlichen Instituts der Universität Berlin die Stelle eines Oberassistenten an; besagte Abteilung wurde seit dem Weggang von Miller von Wilhelm Dieck (1867–1935) geleitet. Mamlok arbeitete mit Dieck Hand in Hand, übernahm (bis 1922) die Leitung des vorklinischen Phantomkurses „und führte Kurse auf dem speziellen Gebiet der Alveolarpyorrhoe“ [das heißt im Bereich Parodontologie, Anm. des Autors] durch [Mahler, 2001]. 

Nach dem Krieg wurde er Titularprofessor 

Während des Ersten Weltkriegs war er als Leiter der Korps-Zahnstation im Reservelazarett I in Berlin (Scharnhorststraße) abgestellt. 1919 wurde Mamlok – vermutlich in Würdigung seiner Tätigkeit als Leiter der „Staatlichen Lehrmittelsammlung für Zahnheilkunde“ – an der Universität Berlin zum Titularprofessor ernannt. 1921 promovierte er dann mit der Arbeit „Kolloidchemisches in der Zahnheilkunde“ in Greifswald zum Doktor der Zahnheilkunde [Mamlok, 1921] – die späte Promotion war der Tatsache geschuldet, dass der Dr. med. dent. erst 1919 an deutschen Universitäten eingeführt worden war. In den 1920er-Jahren widmete sich Mamlok dann schwerpunktmäßig seiner Privatpraxis in der Kurfürstenstraße und später in der Knesebeckstraße in Berlin (bis 1937), publizierte aber fortgesetzt wissenschaftliche Arbeiten.

Nachdem die Nationalsozialisten Anfang 1933 die politische Macht übernommen hatten, nahm die Diskriminierung und Entrechtung von Juden – und damit auch der rund 1.200 Zahnärzte jüdischer Herkunft – sukzessive zu [Groß, 2018 und 2019; Groß/Krischel, 2020]. Mamlok wurde aufgrund seiner jüdischen Abstammung kurzerhand als Schriftleiter des „Korrespondenzblattes für Zahnärzte“ entlassen. Außerdem wurde ihm die Herausgeberschaft der „Zahnärztliche-Therapeutischen Kartothek“ entzogen. Seine privatzahnärztliche Tätigkeit konnte er dagegen aufrechterhalten. 

Ein Theaterstück zwang ihn zur Flucht

Doch dann feierte in der Schweiz das Theaterstück „Professor Mamlock“ Premiere [Schneck, 2002]. In dem Stück ging es um einen Professor jüdischer Herkunft, dem alles genommen wird, obwohl er versucht, sich den neuen politischen Gegebenheiten in Deutschland anzupassen. Es handelte sich um ein Werk des international bekannten deutschen Arztschriftstellers Friedrich Wolf (1888–1953) [Wolf, 1935].

Was nun passierte, lässt sich sogar in US-amerikanischen Zeitungen der betreffenden Zeit detailliert nachlesen [Brooklyn Daily Eagle, 1937; Daily News New York, 1937a und b; Miami Tribune, 1937; San Bernadino County Sun, 1937]. Demnach bestritt Mamlok, Friedrich Wolf zu kennen. Er räumte aber ein, dass das Stück offenkundig auf seinem Leben basiere, auch wenn er nicht wisse, wie es dem Autor gelungen sei, die Situation so genau zu treffen. Wolf – seinerseits ein jüdischstämmiger Flüchtling aus Deutschland – gab ebenfalls an, Mamlok nicht zu kennen und behauptete, die biografische Ähnlichkeit sei ein Zufall. Das Stück sei Fiktion und basiere lediglich grob auf Erfahrungen, die mehrere jüdisch-deutsche Wissenschaftler zu dieser Zeit gemacht hätten. 

Bei seiner Ankunft in den USA hatte er 2,50 Dollar

Trotz dieser Beteuerungen bescherten die kritischen Inhalte des Stücks und die offensichtlichen Parallelen Mamlok in Deutschland fortgesetzte Repressionen, so dass er sich letztlich zur Flucht gezwungen sah. Am 7. April 1937 emigrierte er mit dem Schiff „SS Manhattan“ von Hamburg aus mit seiner Frau Margarethe in die USA. Seine Kinder Karl und Louise „hatten diesen Schritt bereits vor ihren Eltern getan“ [Mahler, 2001]. Sein persönliches Vermögen von rund 500.000 Dollar musste er in Deutschland zurücklassen; er erreichte Amerika mit lediglich 2,50 Dollar in der Tasche [Brooklyn Daily Eagle, 1937].

Mamlok verstarb am 11. November 1940 in New York City. Dem „Evening Sun“ zufolge erlag er in seiner Wohnung einem Herzinfarkt [Evening Sun, 1940].

Mamlok war bereits international bekannt, als er in die USA einreiste. Dies unterschied ihn von den meisten in dieser Reihe vorgestellten US-Immigranten – namentlich Hermann Becks (1897–1962), Georg Hindels (1914–1998), Hermann Prinz (1869–1957), Fritz Benjamin (1912–1998), Kurt Odenheimer (1911–1986), Max Oppenheim (1911–1983) und Rudolf Kronfeld (1874–1946): Alle erreichten ihre wissenschaftliche Karriere erst nach der Emigration aus Deutschland [Groß, 2021a-d und 2022a-b; Groß/Norrman, 2021; Norrman/Groß, 2022; Reinecke/Westemeier/Groß, 2022]. Eine Ausnahme bildete Balint Orbán (1899–1960), der bereits in den 1920er-Jahren eine zweijährige Gastprofessur in Chicago zur fachlichen Profilierung nutzen konnte, bevor er Ende der 1930er-Jahre dauerhaft in die USA zurückkehrte [Groß/Bergmann, 2021].

Seine Monografien wurden Standardwerke

Tatsächlich war Mamlok bereits in den 1910er- und 20er-Jahren mit englischsprachigen Monografien hervorgetreten [Mamlok, 1913b und 1924b]. Vor allem seine Arbeiten zum Themenfeld Porzellanfüllungen wurden in mehrere Sprachen (unter anderem in Englisch, Russisch, Spanisch) übersetzt und entwickelten sich, wie es im jüdischen Magazin „Aufbau“ hieß, zu „Standardwerken“ [Aufbau, 1940]. Eine Initiatorrolle dürfte hierbei Newell Sill Jenkins (1840–1919) in Dresden gespielt haben. Jenkins galt als Pionier auf dem Gebiet der Keramikfüllungen und der ästhetischen Zahnheilkunde.

Mamlok war es bereits vor 1900 gelungen, sich bei Jenkins fortzubilden und das erworbene Wissen um eigene Erfahrungen zu erweitern. So trat Mamlok 1901 mit der Monografie „Die Porzellanfüllung“ an die Öffentlichkeit, die bald als „Klassiker“ galt und über zwei Jahrzehnte hinweg aufgelegt wurde [Mamlok, 1901–1921; ähnlich: Mamlok, 1907]. Seine Fachkollegen nannten ihn „Meister der Porzellanfüllungen“ [Mahler, 2001].

Ähnliche Erfolge erzielte er mit seinen Beiträgen zur Parodontologie [Mamlok/Neumann, 1915; Mamlok, 1923], zu vorbeugenden Mundhygienemaßnahmen [Mamlok, 1924a und b] und zur Behandlung von Zahnlockerungen [Mamlok, 1913a; Mamlok, 1930a].

Dabei wurde er zum Entwickler und Namensgeber der unter zeitgenössischen Zahnärzten sehr bekannten „Mamlok-Schiene“ beziehungsweise der „Mamlok-Fixation“ [Oppenheimer, 1967] – beides Maßnahmen zur mechanischen Befestigung parodontal gelockerter Zähne. Weitere Schwerpunkte waren der Einsatz radioaktiver Substanzen in der Zahnheilkunde [Mamlok, 1914; Mamlok, 1930b], moderne Prothesenwerkstoffe [Mamlok/Gaspari, 1914/17; Mamlok, 1916; Mamlok/Caspari, 1917] und Diathermie (Hochfrequenzwärmebehandlung) in der Zahnheilkunde [Mamlok, 1930c; Mamlok, 1931].

Er war zudem, wie oben erwähnt, ein prominenter Schriftleiter und Herausgeber seiner Zeit: Das „Korrespondenzblatt für Zahnärzte“ leitete er bereits seit 1911, die Buchreihe „Zahnärztlich-Therapeutische Kartothek“ gab er seit 1930 heraus [Kartothek, 1930–1933]. Obwohl er beide Organe 1933 abgeben musste, blieben sie mit seinem Namen verbunden.

Auch als Standespolitiker erreichte Mamlok große Bekanntheit: Er wirkte seit 1910 im Vorstand des „Komitees für die Errichtung des ‚Deutschen Zahnärztehauses‘“. 1910 wurde ihm zudem der Kronenorden IV. Klasse zugesprochen – in Würdigung seiner zentralen Rolle bei der Organisation des V. Internationalen zahnärztlichen Kongresses 1909 in Berlin. Er wurde 1920 Vorstandsmitglied im „Landesausschuß für zahnärztliche Fortbildung“; dort fungierte er zeitweise als Vorsitzender des Provinzialausschusses Berlin-Brandenburg. 1929 rückte er überdies in den Vorstand der „Israelitischen Union“ in Berlin ein. Zeitgenössischen Berichten zufolge gehörte der private „Salon“ der Mamloks zeitweise „zu den angesehenen Treffpunkten der Berliner Gesellschaft“ [Mahler, 2001].

Politiker bis Papst – Er behandelte sie alle

Vor dem Hintergrund dieser exponierten Stellung kann es nicht überraschen, dass Mamlok vor allem seit Beginn der 1920er-Jahre zahlreiche prominente Patienten behandelte [Mahler, 2001] – unter anderem den Politiker Gustav Stresemann (1878–1929), den US-Botschafter George Strausser Messersmith (1883–1960) und den päpstlichen Nuntius und späteren Papst Eugenio Pacelli (ab 1939: Papst Pius XII.) (1876–1958).

Privat hielt Mamlok insbesondere zu jüdischen Fachkollegen engen Kontakt – so auch zu dem Greifswalder Professor Hans Moral (1885–1933), der sich 1933 nach weitgehender Entrechtung und Entehrung durch die Nationalsozialisten das Leben nahm [Groß, 2017a; Schwanewede, 2018]. Mamlok widmete Moral einen Nachruf, indem er allerdings die wahre Todesursache verschleierte. So schrieb er: „Prof. Dr. Hans Moral ist am 6. August in Rostock einem Herzschlage erlegen. Mit ihm verliert nicht nur die deutsche Zahnheilkunde, sondern die Zahnheilkunde der ganzen Welt einen ihrer bedeutenden Vertreter. [...] Mit ihm ist ein Mensch lauteren Charakters und vornehmster Gesinnung dahingegangen“ [Mamlok, 1933].

Mamlok lagen in den USA aufgrund seiner oben beschriebenen Bekanntheit „schon bei seiner Ankunft Einladungen verschiedener Universitäten vor, in denen man ihn als Gastlektor zu Vorlesungen auf seinem Spezialgebiet, der Alveolarpyorrhoe verpflichten wollte“ [Mahler, 2001]. 

„Professor Mamlock“ ersparte ihm das Examen

Wolfs Theaterstück „Professor Mamlock“ hatte seine Bekanntheit nochmals erheblich gesteigert. Just am Tag seines Eintreffend in New York wurde es am Broadway präsentiert [Wisconsin Jewish Chronicle, 1940]. So hieß es in einem Zeitungsbericht über die Ankunft Mamloks in New York: „The Professor Mamlock of the play arrived in New York yesterday – an exile from Germany because of the play [...] This play now is running at the Daly theatre, produced by the Jewish Theatre Unit of the Federal Theatre Project” [Daily News New York, 1937a].

Vor diesem Hintergrund wurde Mamlok nach seiner Ankunft am 17. April 1937 zu seinem Verhältnis zu Deutschland befragt. Dabei äußerte er sich stark beschwichtigend: „I personally am very pro-German, and I hated to leave my country. I personally suffered nothing.“ Seine Frau widersprach umso energischer: „You had nothing to suffer! You lost your position in the University. You lost your job as editor of the dental paper. You were not allowed to teach students, and not allowed to give examinations. And you say that you did not suffer! We suffered more than we can think of“ [Daily News New York, 1937a]. Die zeitliche Koinzidenz der Uraufführung des Dramas am Broadway und der Ankunft Mamloks und die hierzu veröffentlichten Presse- und Feuilletonberichte erleichterten Mamlok den Aufbau einer Existenz in den USA ganz erheblich: Letztlich wurde ihm in New York als einzigem immigriertem deutschem Zahnarzt die Erlaubnis zuteil, „ohne vorheriges Examen Zahnheilkunde auszuüben“ [Aufbau, 1940].

Allerdings veröffentlichte Mamlok in den USA keine wissenschaftlichen Publikationen mehr. Dies war wohl auch der Tatsache geschuldet, dass ihm in den USA nur noch die kurze Lebensspanne von dreieinhalb Jahren vergönnt war; diese war zudem durch ein fortschreitendes Herzleiden überschattet. Seiner fachlichen Prominenz tat dies jedoch keinen Abbruch, wie zahlreiche Nachrufe in Tageszeitungen zeigen [Evening Sun, 1940; Press and Sun-Bulletin Binghamton New York, 1940; The Wisconsin Jewish Chronicle, 1940]. Selbst in der „New York Times“ erschien nach seinem Tod ein kurzer Nekrolog. Dort wurde Mamlok als deutscher „Pionier der modernen Zahnheilkunde“ gewürdigt [Mahler, 2001; New York Times, 1940]. 

###more### ###title### Literaturliste ###title### ###more###

1. Aufbau (Das jüdische Magazin) 6, Nr. 46, 15.11.1940, 8

2. The Brooklyn Daily Eagle, 16. April 1937, 21

3. Ina Burkhardt, Margitta Geisler, Stomatologiehistorische Institutionen (Institute, zentrale Sammlungen, Museen) in Deutschland vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Zerschlagung des Faschismus, Med. Fak. Diss. Dresden 1991, 18

4. Daily News New York, 17. April 1937a, 10, sowie Daily News New York, 25. April 1937b, 224

5. Ulrich-Wilhelm Depmer, Weg und Schicksal verfolgter Zahnmediziner während der Zeit des Nationalsozialismus, Diss. Med. Fak. Kiel 1993, 93

6. The Evening Sun, 12. November 1940, 8

7. Dominik Groß, Hans Moral – Miterfinder der Lokalanästhesie, Zahnärztliche Mitteilungen 107/8 (2017a), 56-58

8. Dominik Groß, Willougby Dayton Miller – Erklärer der Karies, Zahnärztliche Mitteilungen 107/18 (2017b), 108-110

9. Dominik Groß, Zahnärzte als Täter. Zwischenergebnisse zur Rolle der Zahnärzte im „Dritten Reich“, Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift 73 (2018), 164-178

10. Dominik Groß, Die Geschichte des Zahnarztberufs in Deutschland. Einflussfaktoren – Begleitumstände – Aktuelle Entwicklungen, Berlin 2019, 157-174

11. Dominik Groß, Hermann Becks – Ein Rheinländer gründet das „American Institute of Oral Biology“, Zahnärztliche Mitteilungen 111/15-16 (2021), 1420-1422

12. Dominik Groß, KZ-Häftling, Wissenschaftler, Hotelier – die drei Leben des Georg Hindels, Zahnärztliche Mitteilungen 111/18 (2021), 1700-1705

13. Dominik Groß, Hermann Prinz – als Sachse in der „New York Times“, Zahnärztliche Mitteilungen 111/19 (2021), 1838-1841

14. Dominik Groß, Kurt Odenheimer – US- Zahnarzt und Tumorforscher aus Bayern, Zahnärztliche Mitteilungen 111/22 (2021), 2182-2185

15. Dominik Groß, Von Hersfeld an die University of Pennsylvania – die Erfolgsgeschichte des Max Oppenheim, Zahnärztliche Mitteilungen 112/3 (2022), 208-211

16. Dominik Groß, Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland. Band 2, Berlin 2022, im Druck

17. Dominik Groß, Cynthia Bergmann, Ein Zahnarzt der Superlative: Bálint Orbán und seine Karriere in den USA, Zahnärztliche Mitteilungen 111/20 (2021), 1978-1982

18. Dominik Gross, Matthis Krischel, Zahnärzte als Täter und Verfolgte im „Dritten Reich“, Zahnärztliche Mitteilungen 110/1-2 (2020), 24-27

19. Dominik Groß, Lena Norrman, Fritz Benjamin – von der Zahnarztpraxis in die wissenschaftliche Führungsriege der NASA, Zahnärztliche Mitteilungen 111/21 (2021), 2100-2103

20. Renate Heuer, Bibliographia Judaica. Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache, Bd. 2, München 1984, 77

21. Walter Hoffmann-Axthelm, Vorgeschichte und Geschichte des Berliner zahnärztlichen Universitäts-Instituts, Köln 1965

22. Siegmund Kaznelson, Juden im deutschen Kulturbereich, Berlin 1959, 525

23. Michael Köhn, Zahnärzte 1933-1945. Berufsverbot, Emigration, Verfolgung (= Reihe Deutsche Vergangenheit, 113), Berlin 1994, 146

24. Klaus Mahler, Jüdische Zahnärzte in Berlin: Das Leben und Werk des Berliner Zahnarztes Hans-Jaques Mamlok (1875-1940), Diss. Med. Fak. Berlin 2000

25. Hans-Jacques Mamlok, Die Porzellanfüllung – Leitfaden für das Füllen der Zähne mit Porzellan und dessen Anwendung in einigen besonderen Fällen, Berlin 1901 (Nachdrucke 1905 und 1910; 2. Auflage 1910, 3. Auflage 1921)

26. Hans-Jacques Mamlok, Die Ergebnisse zehnjähriger Erfahrung mit Porzellan, Deutsche Monatsschrift für Zahnheilkunde 25 (1907), 407-413

27. Hans-Jacques Mamlok, Die Befestigungsschiene. Leitfaden für das Befestigen loser und replantierter Zähne, Berlin 1913a

28. Hans-Jacques Mamlok, Porcelain filling of teeth: a guide to the filling of teeth with porcelain and its application in some special cases. Translated from the 2nd German edition by William Maurice Gabrie, London 1913b

29. Hans-Jacques Mamlok, Die Dosierung radioaktiver Substanzen in der zahnärztlichen Therapie unter besonderer Berücksichtigung des Thorium X, Deutsche Monatsschrift für Zahnheilkunde 32 (1914), 61-67

30. Hans-Jacques Mamlok, Ersatzkautschuk und Kautschukersatz, Deutsche Monatsschrift für Zahnheilkunde 34 (1916), 113-116

31. Hans-Jacques Mamlok, Kolloidchemisches in der Zahnheilkunde, Diss. Med. Fak. Greifswald 1921

32. Hans-Jacques Mamlok, Zur Ätiologie der Alveolarpyorrhoe, Zahnärztliche Rundschau 32 (1923), 65-70

33. Hans-Jacques Mamlok, Moderne Mundhygiene auf biologischer Grundlage, Berlin 1924a

34. Hans-Jacques Mamlok, Modern Oral Hygiene Based on Biological Principles. Translation from the German by Willi Simon, Berlin 1924b

35. Zahnärztlich-Therapeutische Kartothek. Das Handbuch der gesamten Zahnheilkunde in Karteiform, herausgegeben von Hans-Jacques Mamlok und Hans-Egon Bejach, Berlin 1930-1933

36. Hans-Jacques Mamlok, Bringt die Schienung lockerer Zähne Dauererfolge? Zum Aufsatz von Lubinski in Nr. 5 der Zahnärztl. Rdsch., Zahnärztliche Rundschau 39/7 (1930a), 272

37. Hans-Jacques Mamlok, Radioaktive Substanzen im Dienste biologischer Mundpflege, Deutsche Zahnärztliche Wochenschrift 33/10 (1930b), 526

38. Hans-Jacques Mamlok, Diathermie, Zahnärztliche Rundschau 39 (1930c), 719-712

39. Hans-Jacques Mamlok, Die Diathermie in der Zahnheilkunde, Korrespondenzblatt für Zahnärzte 55 (1931), 7-18

40. Hans-Jaques Mamlok, Hans Moral†, Korrespondenzblatt für Zahnärzte 57 (1933), 269

41. Hans-Jacques Mamlok, Georg Caspari, Der Aluminium-Guß: Leitfaden zur Herstellung von Zahnersatzstücken aus Aluminium, Berlin 1914 (2. Auflage 1917)

42. Hans-Jacques Mamlok, Georg Caspari, Aluminiumguß als Ersatz für Kautschuk, Deutsche Monatsschrift für Zahnheilkunde 35 (1917), 363-366

43. Hans-Jacques Mamlok, Robert Neumann, Die Symptome der Alveolarpyrrhoe, Korrespondenzblatt für Zahnärzte 44 (1915), 20-39

44. Miami Tribune, 20. April 1937, 39

45. New York Times, 12. November 1940, 23

46. Lena Norrman, Dominik Gross, Escaped from Nazi Germany: Jewish lecturers in dentistry and their careers in US emigration, Aachen 2022 (unveröffentlichtes Typoskript)

47. John F. Oppenheimer, Lexikon des Judentums, Gütersloh 1967, 463

48. Press and Sun-Bulletin Binghamton New York, 12. November 1940, 1

49. Katharina Reinecke, Jens Westemeier, Dominik Groß, In the shadow of National Socialism: Early emigration and suicide of the oral pathologist Rudolf Kronfeld (1901-1940), Pathology – Research and Practice 215/12 (2019), 152682

50. The San Bernadino County Sun, 19. April 1937, 4

51. Peter Schneck, Mamlok und Mamlock 1937: Eine Literaturgestalt wurde lebendig. Der Berliner Zahnarzt Hans-Jacques Mamlok und Friedrich Wolfs Drama „Professor Mamlock“, in: Albrecht Scholz, Caris-Petra Heidel (Hrsg.), Das Bild des jüdischen Arztes in der Literatur, Frankfurt a. M. 2002, 130-139

52. Peter Schröck-Schmidt, Leuchtende Sterne der Medizin. Zur verdrängten Geschichte jüdischer Zahnoperateure, Zahnärzte und Professoren, Leipzig 1996, 86

53. Heinrich von Schwanewede, Hans Moral. Arzt, Wissenschaftler, akademischer Lehrer von internationalem Rang, Berlin 2018

54. Rosemarie Simon, Alfred Körbitz, seine Schule und deren Bedeutung für die europäische Kieferorthopädie, Diss. Med. Fak. FU Berlin 1974, insb. 14

55. Walter Tetzlaff, 2000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts, Lindhorst 1982, 223

56. Joseph Walk, Kurzbiographien zur Geschichte der Juden: 1918-1945, München u.a. 1988, 252

57. The Wisconsin Jewish Chronicle, 15. November 1940, 2

58. Friedrich Wolf, Professor Mamlock, Leipzig 1935 [auch New York 1935]

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