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Acteon: Neue Piezocision-Ansätze

Erwachsene Patienten wünschen sich immer öfter eine weniger zeitaufwendige kieferorthopädische Behandlung. Bisher entwickelte Techniken verliefen jedoch invasiv und schmerzhaft für den Patienten. Mit den neu entwickelten Piezocision-Ansätzen sind jetzt verkürzte und minimal-invasive Zahnbewegungen möglich.

Die neuen Piezocision-Ansätze von Acteon. Foto: Acteon

Die minimal-invasive, reproduzierbare und zuverlässige Technik Piezocision wurde 2009 von Dr. Serge Dibart von der Universität Boston und Satelec (Acteon Group) entwickelt. Die Kombination aus mikrochirurgischen Inzisionen und kieferorthopädischen Zahnbewegungen macht Vollschichtlappen, doppelte bukkale und linguale Kortikotomien und den Einsatz besonders starker Bohrer überflüssig.

Bei diesem neuen minimal-invasiven Verfahren werden postoperative Schmerzen erheblich reduziert. Zudem ist nicht nur die Dauer des Eingriffs wesentlich kürzer (60 Minuten für beide Zahnbögen gegenüber drei Stunden bisher*), sondern auch die Dauer der gesamten kieferorthopädischen Behandlung (3-4 Mal**). Die kieferorthopädischen Drähte werden zeitnah angepasst, sodass die Dauer, während der Zahnspangen getragen werden müssen, insgesamt kürzer ist. J. D. Sebaoun stellte 2008 fest: „Die kieferorthopädische Behandlung stark ausgeprägter Malokklusionen ist innerhalb von sechs Monaten möglich.“** Zahlreiche weitere Studien konnten die Vorteile der neuen Piezocision-Technik belegen.

Behandlungsprotokoll

Mit einem Skalpell werden Inzisionen in der befestigten Gingiva vorgenommen. Anschließend werden die Piezocision-Ultraschallspitzen 3 mm tief durch die Gingiva in den alveolären Kortex eingeführt. PZ1 ist für anteriore Kortikotomien vorgesehen, PZ2L und PZ2R für laterale Kortikotomien. Die abgerundete Form der Ansätze passt sich perfekt an die konkave interradikuläre Morphologie an. Mit dem besonders dünnen Ansatz PZ3 werden anteriore Kortikotomien in Nervnähe ausgeführt. Die erforderliche Dekortikationstiefe von 3 mm ist auf jedem Ansatz mit einer Lasermarkierung gekennzeichnet. Zudem sind die kortikalen Inzisionen auf die bukkale Seite beschränkt.

Ultraschall reduziert aufgrund seiner hämostatischen Wirkung (durch Kavitation) Blutungen. Mit den dünnen Ansätzen werden Mikroinzisionen geschaffen und die hochfrequenten Schwingungen schützen das Weichgewebe (selektiver Schnitt), die Gingiva wird nicht beschädigt. Darüber hinaus konnten zahlreiche Studien den stimulierenden Effekt der Satelec-Ultraschallgeräte auf das Wachstum und die Verdichtung des Knochens*** während der Heilung aufzeigen: Der chirurgische Eingriff ist sicherer und die Knochenregeneration wird gefördert.

Die neuen PIiezocision-Ansätze sind mit den Satelec-Systemen Piezotome 2, Piezotome Solo (LED) und ImplantCenter 2 kompatibel und garantieren schnelle und minimal-invasive orthodontische Behandlungen.

* Piezocision: A minimally Invasive, Periodontally Accelerated Orthodontic Tooth Movement Procedure, S. Dibart, JD. Sebaoun, J. Surmenian, Compendium,
Band 30, Nr. 6, Juli-August 2009.
** Acceleration of orthodontic tooth movement following selective alveolar decortication: biological rationale and outcome of an innovative tissue engineering
technique, JD Sebaoun, J. Surmenian, DJ. Ferguson, S. Dilbart, International Orthodontics, 6, S. 235-249, 2008.
*** In Vivo Assessment of Bone Healing following Piezotome Ultrasonic Instrumentation, J. Reside, E. Everett, R. Padilla, R. Arce, P. Miguez, N. Brodala, I. De Kok, S. Nares. Clinical Implant Dentistry and Related Research, Juni 2013.

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