Prothetik

CAMLOG: Faszination Implantatprothetik

Der 5. CAMLOG Zahntechnik-Kongress lockte am Samstag mehr als 650 Zahntechniker und Zahnärzte nach Essen. Motto der Veranstaltung war „Faszination Implantatprothetik“. Inhaltlich ging es vor allem um die Digitalisierung - aber auch um die Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten und Zahntechnikern.

Mehr als 650 Zahntechniker und Zahnärzte besuchten den 5. CAMLOG Zahntechniker-Kongress in Essen. © Barfuß

Der große Vortragssaal des Colosseum Theaters war fast bis auf den letzten Platz besetzt.
CAMLOG-Geschäftsführer Michael Ludwig begrüßte die Kongress-Besucher und stimmte sie auf Zeiten voller Veränderungen ein: "Der Wind der Digitalisierung fordert unternehmerischen Mut."
Moderiert wurde der Kongress von Dr. S. Markus Beschnidt, Baden-Baden (rechts) und ZTM Gerhard Neuendorff, Filderstadt moderiert.
Dr. Peter Gehrke, Ludwigshafen, berichtete von systemspezifischen Qualitätsunterschieden bei der Fertigung von CAD/CAM-Abutments.
ZT Carsten Fischer, Frankfurt/Main, referierte mit Dr. Gehrke gemeinsam. Das Thema ihres Vortrags: "Digitale Lösungen für analoge Herausforderungen in Labor und Praxis".
ZTM Otto Prandtner, München, plädierte für mehr Phantasie und Empathie für die Patienten.
PD Dr. Jan-Frederik Güth, LMU München, stellte das Münchner Implantatkonzept vor.
Beim Münchner Implantatkonzept werden Patienten in nur zwei Sitzungen mit einer Implantatkrone versorgt. ZTM Josef Schweiger arbeitet an der LMU München eng mit PD Dr. Güth zusammen.
ZT Andreas Nolte, Münster, beschäftigte sich mit verschiedenen schwierigen Patientensituationen. Eine seiner Leitfragen: "Wie wichtig sind Übergangslösungen?"
"Zahnärzte könnten viel Zeit und Geld sparen, wenn sie die Regeln der Okklusion beachten würden" - ZTM Jochen Peters, Kleinmeinsdorf, Kreis Plön, sprach über wirtschaftliche Zahntechnik zwischen Präzision, Standard und technischer Faszination.
ZTM Hans Joit, Düsseldorf, referierte über die Bedeutung von guter Kommunikation zwischen Zahnärzten, Zahntechnikern und Chirurgen. Nur gemeinsam könne man die Patienten präzise und qualitativ hochwertig versorgen.
Ist zahntechnische Analyse und Diagnostik im Labor auch ohne den Patienten möglich? Dieser Frage gingen ZTM Jürg Stuck, Erlstätt (links), und ZTM Udo Plaster, Nürnberg, nach.
Der Zahntechnik-Kongress war auch für Implantologen wie Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt, hoch spannend.
Die Location war ganz bewusst ausgewählt: Das Industriedenkmal Colosseum Theater in Essen steht symbolisch für erfolgreichen Wandel.
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CAMLOG-Geschäftsführer Michael Ludwig sprach in seinem Einleitungsvortrag davon, wie die Digitalisierung das Berufsbild der Zahntechniker komplett verändere: Schönes Handwerk allein reiche nicht mehr aus. Wer auch in Zukunft erfolgreich sein wolle, dürfe sich dem Wandel nicht verschließen, sondern müsse ihn mitgestalten.

Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Patienten zogen sich als roter Faden durch den gesamten Kongress. Auf dem Programm standen Vorträge von hochkarätigen Experten: So referierten PD Dr. Jan-Frederik Güth und ZTM Josef Schweiger über Praxiserfahrungen mit dem Münchner Implantatkonzept, bei dem der Patient in nur zwei Sitzungen mit einer Implantatkrone versorgt wird. ZT Carsten Fischer und Dr. Peter Gehrke sprachen darüber, wie sich durch eine Kombination von digitalem Wissen mit analoger Qualitätsprüfung im Berufsalltag optimale Ergebnisse erzielen lassen.

Gute Kommunikation für präzise Qualität

ZTM Udo Plaster und ZTM Jürg Stuck befassten sich mit der Frage, ob eine zahntechnische Analyse und Diagnostik im digitalen Zeitalter auch ohne die Anwesenheit des Patienten möglich ist. Ihre Antwort fällt eindeutig aus: Um individuelle und zufriedenstellende Lösungen zu finden, sei ein enger Dialog mit dem Patienten unverzichtbar. Das Thema Kommunikation war auch der Schwerpunkt des Vortrags von ZTM Hans Joit: Für ihn kann präzise Qualität nur durch eine gute Abstimmung zwischen den prothetisch tätigen Zahnärzten, Zahntechnikern und Chirurgen entstehen. Ein häufiges Manko sei die aus prothetischer Sicht zu geringe Implantat-Tiefe. ZTM Otto Prandtner plädierte für mehr Phantasie in der Zahntechnik. das verhindere uninteressantes Einerlei und fördere „starke Typen mit einer individuellen Ästhetik“. Basis dafür sei auch eine gute Kommunikation und Empathie für die Patienten.

Als besonderer Gast sprach der bekannte Fußballschiedsrichter Urs Meier darüber, wie man wichtige Entscheidungen mit Freude und ohne Angst trifft – egal, ob auf dem Fußballplatz oder im beruflichen Alltag.

Colosseum Theater Essen – Location mit Symbolcharakter

Die Location für den Kongress hat CAMLOG bewusst gewählt. Das Colosseum Theater in der Ruhrmetropole Essen steht als Symbol für den industriellen Wandel, wie CAMLOG-Geschäftsführer Ludwig betonte. Wo früher mehrere tausend Menschen in der Stahlherstellung arbeiteten, finden heute Kongresse und andere Veranstaltungen statt. Damit erinnert der stimmungsvolle, denkmalgeschützte Ort an den technischen Fortschritt der Vergangenheit und regt zum Nachdenken über die digitale Zukunft an.

www.faszination-implantatprothetik.de

CAMLOG

Maybachstraße 5
71299 Wimsheim

Telefon: +49 7044 9445-0
Telefax: +49 7044 9445-20

Webseite: www.camlog.de
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