Verleihung DGR2Z-Preis in Berlin

Kulzer fördert Forschungsarbeit zu Umwelteinflüssen von Kompositen

Am 25. November 2017 kam die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) in Berlin zusammen, um neuesten Erkenntnissen hochkarätiger Experten aus dem In- und Ausland eine standesgemäße Bühne zu geben. Dabei wurden wieder renommierte Förderpreise vergeben – darunter der mit maximal 10.000 Euro dotierte DGR2Z-Kulzer-Start, mit dem das Hanauer Dentalunternehmen Kulzer junge Forscher für angehende Studien in ihrer Promotionsphase unterstützt.

Gewinnerin des „DGR2Z-Kulzer-Start“-Förderpreises Cosima Reidelbach vom Universitätskli-nikum Freiburg (mittig) mit Carsten-Thomas Geisler, Verkaufsleiter Nord der Kulzer GmbH (links) und Prof. Dr. Wolfgang Buchalla, Präsident der DGR²Z (rechts). (Bild: DGZ) Kulzer

Bereits seit 2014 vergibt Kulzer im Rahmen der DGZ-Gemeinschaftstagung, die zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET), der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM)  und der Deutschen Gesellschaft für Restaurative und Regenerative Zahnerhaltung (DGR2Z) stattfindet, verschiedene Preise und Förderungen an aufstrebende Forscher. So war es auch am zweiten Veranstaltungstag der diesjährigen Tagung wieder soweit: Hier stand die DGR2Z – eine der drei Gesellschaften, die im Verbund die DGZ bilden – im Scheinwerferlicht. 

Die Dankesworte vor der morgendlichen Preisverleihung übernahm Carsten-Thomas Geisler, Verkaufsleiter im Bereich Zahnmedizin bei Kulzer, der die Wichtigkeit des Standortes Deutschland mit seiner jahrzehntelangen Tradition für das Unternehmen unterstrich. Umweltschutz sowie der Bereich Healthcare mit besonderem Fokus auf die Mundgesundheit gehörten zur Kernkompetenz von Kulzer und der Muttergesellschaft Mitsui. Besonders hob Geisler das dentXperts-Gründungs- und Weiterbildungsprogramm des Unternehmens für Studenten, Assistenzärzte und Praxisgründer hervor – ein passender Fingerzeig für die folgende Verleihung des DGR2Z-Kulzer-Start.

Das Wort übernahm die diesjährige Gewinnerin Cosima Reidelbach vom Universitätsklinikum Freiburg (Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie), die sich über einen Förderbeitrag von insgesamt 8175 Euro freute. Sie hatte ein Exposé zu einem geplanten experimentellen bzw. klinischen Forschungsvorhaben im Bereich der restaurativen und der regenerativen Zahnerhaltung eingereicht, das von qualifizierten Fachgutachtern als auszeichnungswürdig bewertet wurde.

Der Titel ihrer Arbeit „Mögliche Umweltgefährdung durch Mikroschadstoffe und kleine Partikel im Abwasser aus der zahnärztlichen Behandlung“ bezieht sich auf den Umstand, dass zahnärztliche Komposit Restaurationsmaterialien als ästhetisch hochwertige Alternative zum kontrovers diskutierten Amalgam in der Füllungstherapie eingesetzt werden. Jedoch entwickelten sich in den letzten Jahren zunehmend Bedenken zu möglichen gesundheits- und umweltschädlichen Effekten dieser Materialien, da Komposite im Prozess ihrer intraoralen Ausarbeitung verschiedene organische Chemikalien sowie Partikel in der Regel von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern Größe freisetzen, die durch alltägliche Behandlungsmaßnahmen in der zahnärztlichen Praxis beispielsweise in die Luft oder ins Abwassersystem gelangen können. Erste Untersuchungen einer gesundheitlichen Belastung durch Kompositstaub in der Atemluft des Patienten sowie des zahnärztlichen Personals wurden schon dokumentiert und auch Untersuchungen in anderen Bereichen der Nanotechnologie zeigen, dass Nanomaterialien das Potential besitzen, die Gesundheit des Menschen und seiner Umwelt negativ zu beeinflussen. Das Ziel von Frau Reidelbachs Arbeit ist es nun zu untersuchen, inwieweit nanoskalige Schadstoffe über das Abwasser der zahnärztlichen Behandlungseinheiten in die Umwelt gelangen, sich verbreiten und damit auf die Ökosysteme sowie deren Organismen negativen Einfluss nehmen können. Dafür möchte sie die Höhe des Eintrags von Kompositbestandteilen in das Abwasser einer zahnärztlichen Praxis ermitteln und erste ökotoxikologische Untersuchungen der Abwasserproben durchführen.

Mit Förderung dieser Studie unterstreicht Kulzer sein Engagement im Bereich des Umweltschutzes und erlaubt einer vielversprechenden Nachwuchsforscherin in der Promotionsphase, ihr Forschungsvorhaben in die Tat umzusetzen. Dies verweist auf das verstärkte Bestreben des Unternehmens, einen besonderen Fokus der Aktivitäten auf junge Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner zu legen. Neben Förderpreisen ist Kulzer unter anderem auch mit dem erwähnten Karriereportal dentXperts (www.dentxperts.de) exzellent für den zahnmedizinischen Nachwuchs aufgestellt.

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