Nobel Biocare stellt neue Oberflächen vor

Durch Chemie und Rauigkeit in neue Dimensionen

In den „eigenen vier Wänden“ in den Kranhäusern am Rhein präsentierte Nobel Biocare seine IDS-Neuigkeiten: die beiden Oberflächen Xeal (Abutment) und TiUltra (Implantat) leiten nach den Worten von Nobel-President Hans Geiselhöringer eine neue Ära in der Implantologie ein.

Erstmals fokussiert ein Implantathersteller auf die unterschiedlichen Gewebeansprüche, die bei der Einheilung einer Implantatversorgung eine Rolle spielen. Während die Osseointegration bei der Langzeitstabilität helfe, werde die Integration des Weichgewebes oftmals vernachlässigt. Hier setzt Xeal an. Nobel Biocare habe, so betonte Geiselhöringer, die Chemie und die Topografie der Xeal-Abutmentoberfläche so weiterentwickelt, dass eine enge Bindung des Weichgewebes an das Abutment entstehen kann. Dies habe man in einer zweijährigen Studie dokumentiert und einen bedeutenden Zuwachs an Weichgewebshöhe nachweisen können.

Prof. Stefan Holst, Vizepräsident Implantatsysteme und Forschung beim schwedischen Implantathersteller, erläuterte auch die Weiterentwicklung für die TiUltra-Oberfläche. Hier habe man einen bedeutenden Schritt in der Anodizierungstechnologie machen können. Es wurde eine speziell abgestimmte Oberflächenchemie so entwickelt, dass man die Interaktion zwischen der Implantatoberfläche und den Gewebezellen und damit letztendlich die Osseointegration positiv beeinflussen könne. Die Oberfläche sei von einer minimalrauen unporösen Schulter zu einem mittelrauen porösen Apex gewechselt. Man wolle damit dem natürlichen Verlauf vom harten und dichten kortikalen Knochen hin zur porösen Spongiosa entsprechen.

Vorzüge der DTX Studio suite

Dr. Pascal Kunz beschrieb die Vorzüge der DTX Studio suite. Der digitale Workflow von der Bildgebung über die Planung bis zur endgültigen Versorgung wird über das DTX Studio gesteuert. Nur eine Software bearbeitet und visualisiert die Röntgenbilder, das DTX Studio verbindet alles Technologien in der Praxis oder im Labor. Die Kommunikation mit Praxispartnern wird ebenso erleichtert wie das Erstellen von Berichten und die Kommunikation über die Behandlungsplanung mit anderen Beteiligten.

„Wir haben die Seite gewechselt“, beschrieb Dr. Axel Kirsch, im Fach als „Vater von Camlog“ bekannt, seinen Auftritt auf der Nobel Biocare-Veranstaltung. In diesem Rahmen präsentierte er ein neues Implantatsystem mit dem Namen LOGON. Sowohl in der praktischen Handhabung wie in der Effizienz des Behandlungsablaufs habe es Optimierungen gegeben, W&H habe ein eigenes, verkürztes Handstück dazu entwickelt, das Implantatdesign und die Oberflächentechnologie seien geprägt durch Anwenderfreundlichkeit und Einfachheit. Die Geometrie des LOGON verläuft im oberen Bereich parallel und im apikalen Bereich leicht konisch. Das Gewinde agiert selbst schneidend und selbstzentrierend, das System wurde sofort für den digitalen Workflow optimiert. Man kann sich das System am LOGON-Stand (Halle 4.1) anschauen.

Zum Abschluss kündigte Geiselhöringer nicht weniger als eine Revolution in der Implantologie an: Auf dem Global Symposium des Herstellers in Madrid (27.-29. Juni) werde man mit dem neuen Komplett-Implantatsystem N1 in neue Bereiche vorstoßen. Es führe zu einer schnelleren Osseointegration und erhöhe den Patientenkomfort essenziell. 

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