Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

2023 bringt neue gesetzliche Bestimmungen zum Röntgen

von mg
Bildgebende VerfahrenPraxis
Ab 01. Januar 2023 müssen neu in Verkehr gebrachte Röntgeneinrichtungen über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht, informiert die BZÄK.

Gerade für Dental-Tubus-Geräte ist die Regelung ein gravierender Schritt, schreibt die BZÄK, "da weder die bisher eingesetzten Röntgensensoren noch Verstärkerfolien oder analoge Filme eine Dosis messen beziehungsweise die Strahler in der Regel keine Verbindung zu Röntgen- oder Praxisverwaltungsprogramm haben und die Expositionsdaten elektronisch übermitteln können."

Aufgrund der technischen und regulatorischen Herausforderungen drängt die BZÄK gemeinsam mit den Herstellern weiterhin auf eine Fristverlängerung bei Bundes- und Länderbehörden. Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz werde eine solche Regelung bisher aber abgelehnt.

Praxen sollten Bescheinigung vom Hersteller einfordern

Derzeit sei nicht absehbar, wie viele Hersteller die neuen Anforderungen fristgemäß erfüllen können. Beim Neukauf eines Röntgengerätes sollten sich Zahnärztinnen und Zahnärzte deshalb vom Hersteller beziehungsweise Händler bescheinigen lassen, dass die Geräte die neuen Anforderungen erfüllen.

Besonderes Augenmerk sollte darauf gerichtet werden, wenn sogenannte Mischsysteme (Bildempfänger vom Hersteller A und Röntgengerät vom Hersteller B) zum Einsatz kommen sollen, da dafür eine gemeinsame Schnittstelle vorhanden sein muss, schließt die BZÄK.

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