Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA)

KVB: „Wir können DiGA-Verordnung nicht empfehlen”

von LL
Gesellschaft
Seit der Einführung der ersten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) legen Experten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der TU Berlin und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) das erste umfassende Gutachten zur Studienlage vor. Es zeigt: Vielfach fehlt es an wissenschaftlicher Tiefe und Evidenz.

Die Zahl der verfügbaren DiGA in den App-Stores nimmt stetig zu. Die Beurteilung ihres medizinischen Nutzens und der Qualität sei daher unerlässlich. Patienten wünschten sich mehr Informationen und auch ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen und weitere Akteure des Gesundheitssystems benötigten ein solides Fundament für ihre Empfehlung beziehungsweise die Verordnung, argumentieren die Experten.

Die AutorInnen des Gutachtens machen klar: Die Qualitätstransparenz ist von grundlegender Bedeutung, da sich der Vergütungsbetrag einer DiGA vor allem an dem Ausmaß der positiven Versorgungseffekte orientiert und in Relation zum Kosten-Nutzen-Verhältnis der Anwendungen und zu den Preisen bereits bestehender Leistungen gesetzt wird. Außerdem haften die ÄrztInnen als gesetzliche Verordner von DIGA für deren Qualität und Nutzen, aber auch etwaigen Schaden.

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