Bereits über 2.600 Patienten versorgt

Behandlung von Menschen mit Handicap: Berliner Zentrum feiert Jubiläum

Seit fünf Jahren gibt es das Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung in Berlin. Das Besondere: Die Patienten können hier auch stationär behandelt werden.

"Seit Juli 2013 ist das Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung im Vivantes Klinikum Neukölln für diese Patientengruppe eine wichtige Anlaufstelle", erläuterte Matthias Viehoff, Leiter des Zentrums während einer Feier zum fünfjährigen Jubiläum in Berlin. zm/sg

Bei der Feierstunde am 14. November bezifferte Matthias Viehoff, Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Leiter des Zentrums, die Zahl der seit der Eröffnung im Jahr 2013 zahnmedizinisch versorgten multimorbiden Patienten auf "bereits über 2.600".

Die zahnmedizinische Behandlung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Handicap sei oft nur unter Vollnarkose möglich, so Viehoff. Im Vergleich zu anderen Zahnarztpraxen, die ambulant in Vollnarkose behandeln, habe das Berliner Zentrum eine Besonderheit zu bieten, die bundesweit einmalig ist: Da das Zentrum an das Vivantes Klinikum in Berlin-Neukölln angeschlossen ist, ist bei Bedarf eine stationäre Aufnahme des Patienten möglich.

Seit Juli 2013 ist das Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung im Vivantes Klinikum Neukölln für diese Patientengruppe eine wichtige Anlaufstelle. Die damalige Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, die KZV Berlin, das Vivantes Klinikum Neukölln und der derzeitige Leiter des Zentrums, Matthias Viehoff, engagierten sich vornehmlich für das Projekt.

Alle ambulanten zahnärztlichen Leistungen des Zentrums werden über die KZV Berlin abgerechnet. Nur die Leistungen, die während der stationären Versorgung erbracht werden, rechnet das Klinikum mit der jeweiligen Krankenkasse über sogenannte diagnosebezogene Fallgruppen (Diagnosis Related Groups, kurz: DRGs) ab.

Zwar seien vor der Gründung viele Bedenken geäußert worden und das Projekt habe eine längere Planungsphase gehabt, "doch es ist etwas Gutes dabei herausgekommen", sagte Viehoff. Der Leiter des Zentrums bedauerte ebenso wie andere Teilnehmer die Abwesenheit eines Vertreters aus dem Senat an der Jubiläumsveranstaltung. Für die Zukunft wünsche er sich "mehr Unterstützung aus der Politik", damit die Arbeit erfolgreich weitergehen könne.

Vertreter der zahnärztlichen Selbstverwaltung lobten die Einrichtung als beispielhaft. So betonte Dr. Jörg-Peter Husemann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin, dass mit der Einrichtung damals eine Versorgungslücke geschlossen werden konnte.

Die KZV Berlin engagierte sich bereits 2013 für das Projekt. "Mit dem Zentrum konnte eine Versorgungslücke geschlossen werden", sagte Dr. Jörg-Peter Husemann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin. | zm/sg

Vor der Eröffnung des Zentrums habe es bei der zahnmedizinischen Versorgung schwer mehrfachbehinderter Menschen Defizite gegeben. Die Möglichkeit einer stationären Aufnahme für eine zahnärztliche Behandlung existierte bis dahin nicht. Husemann: "Nur mit einer Anlaufstelle, die die Möglichkeit zur zusätzlichen stationären Aufnahme bietet, funktioniert die Behandlung dieser Patienten so gut, wie sie und ihre Angehörigen es erwarten dürfen."

Der Vizepräsident der Berliner Zahnärztekammer, Dr. Michael Dreyer, lobte die Einrichtung als "Erfolgsgeschichte zum Wohle der Patienten". | zm/sg

Auch der Vizepräsident der Berliner Zahnärztekammer, Dr. Michael Dreyer, unterstrich die Wichtigkeit der Einrichtung. Das Zentrum habe sich zu einer "Erfolgsgeschichte zum Wohle der Patienten entwickelt", sagte er.

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