Gesellschaft

Denis Scheck wird ausgezeichnet

Der Publizist und Literaturkritiker Denis Scheck erhielt in Mainz den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik 2014 der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz.

Mit schwungvoller Siegerpose nahm Publizist und Literaturkritiker Denis Scheck (r.) von Dr. Michael Rumpf und Harald Schmidt den Hildegard-von-Bingen-Preis entgegen, um in seiner Dankesrede einen launigen Einblick in die deutsche Literaturszene zu bieten. zm-sg

Überreicht wurde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung von Kammerpräsident, San.-Rat Dr. Michael Rumpf, gemeinsam mit Schauspieler und Kabarettist Harald Schmidt.

In seiner Würdigung verwies das Kuratorium des Hildegard-von-Bingen-Preises auf die "wache, sprachfrohe, und dem Leser zugeneigte Literaturkritik" Schecks, die "die gelungene Erzählung, den unterhaltsamen oder beeindruckenden Roman und das fundierte Sachbuch empfiehlt und mit Überzeugung das Langweilige und Geschwätzige ablehnt".

Kulturjournalist mit Witz

"Scheck, Literaturredakteur des Deutschlandfunk, ist Kopf und Moderator des ARD-Buchmagazins 'Druckfrisch'. Kenntnisreich und nicht selten humorvoll schildert der Publizist seinen Lesern, Zuhörern und Zuschauern ausgesprochen eingängig die Welt des Buches. Das Kuratorium Hildegard-von-Bingen-Preis erkennt in Denis Scheck einen der bedeutendsten Kulturjournalisten Deutschlands“, hieß es in der Begründung des Kuratoriums weiter.

Der gebürtige Stuttgarter Scheck, der mit 13 bereits seine erste Zeitung herausgab, pries in seiner launigen Dankesrede voller Witz und Ironie die Reichhaltigkeit der deutschen Gegenwartsliteratur. Viele Protagonisten, die im Literaturbetrieb tätig sind, würden zu Unrecht darüber jammern. Allerdings, so Scheck, warne er vor sogenannten Zombie-Büchern, gemeint seien damit etwa Memoiren-Werke von Autoren, die über die Veröffentlichung fragwürdiger literarischer Ergüsse lediglich ihre Bekanntheit versilbern wollten.

Die Auszeichnung, vor 20 Jahren begründet, wird gefördert von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Beide unterstützen die Arbeit des Kuratoriums.

Namenhaftes Kuratorium

Zu den Kuratoriumsmitgliedern gehören die bis dahin ausgezeichneten Preisträger: die ehemalige Russlandkorrespondentin der ARD, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, die Publizistin, Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Dr. Necla Kelek, die Interviewerin und Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger, die Leiterin der Gesprächsrunde im ZDF, Maybrit Illner, die Literaturchefin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autorin Felicitas von Lovenberg, die Chefkorrespondentin, Journalistin und Kriegsberichterstatterin Dr. Antonia Rados (RTL), der Focus-Gründer und Herausgeber Helmut Markwort und der ehemalige Leiter der Bonner Wirtschaftsredaktion der FAZ, Walter Kannengießer.

Des Weiteren gehören dazu: der Biograf, Buchautor und ehemalige Herausgeber der FAZ, Prof. Dr. Joachim Fest, der Sachbuchautor, Musik-, Literatur- und Theaterkritiker der Süddeutschen Zeitung, Prof. Dr. Joachim Kaiser, der Entertainer, Schauspieler und Publizist Harald Schmidt, der Moderator und Redaktionsleiter des Heute-Journals (ZDF), Dr. Claus Kleber, der Theaterkritiker der FAZ, Prof. Dr. Gerhard Stadelmaier, der Chefredakteur der Wochenzeitung "Die Zeit“ und Mitherausgeber des Berliner Blattes "Der Tagesspiegel“, Giovanni di Lorenzo, der ehemalige Spiegelautor und jetzige Springer-Mitarbeiter, Kolumnist, Internetjournalist und Satiriker Henryk M. Broder, der Literaturkritiker und Buchautor Prof. Dr. Fritz J. Raddatz und der Biograf, Literaturwissenschaftler, Historiker und Autor Gustav Seibt und als neues Mitglied nun auch der Literaturkritiker Denis Scheck.