HDZ schickt weitere 20.000 Euro auf die Philippinen

sf
Gesellschaft
Die Salesianer Don Bosco erhalten vom HDZ 20.000 Euro für die Aufbaumaßnahmen nach dem Tropensturm Haiyan.

Zwei Einrichtungen derSalesianer Don Boscosliegen unmittelbar im vom Taifun betroffenen Gebiet. Das Zentrum in Dumangas blieb unbeschädigt und die Salesianer konnten unmittelbar nach dem Taifun Kontakt zu den Mitarbeitern aufnehmen.

Mit der Einrichtung in Borongan gab es in den ersten Tagen keinerlei Kontakt und die Salesianer waren in große Sorge. Mittlerweile konnte man wieder telefonieren. Das Haus stand zwar unter Wasser, ist aber nicht zerstört und alle Mitbrüder sind unverletzt. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Salesianer der Stiftung Hilswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) übersendeten und der auch zm-online vorliegt.

Versorgungslage variiert nach nach Region

In dem Schreiben schildern die Salesianer die Lage nach dem Supertaifun Haiyan. Demnach erhielten manche Regionen Hilfe, während andere unversorgt blieben. Ursächlich sei die Einsatzbereitschaft der jeweiligen (Lokal-)Regierung. Die politischen Hintergründe führten auch dazu, dass die Hilfsorganisationen, die versuchten, in die noch abgeschnittenen Gebiete zu gelangen, das Ziel von Gewalt und Plünderungen würden.

Das größte Problem sei derzeit der Transport in die betroffenen Gebiete. Auf dem Flughafen sammelten sich viele Hilfsgüter, die aber mangels Transportmöglichkeiten und einer schwierigen Sicherheitslage nicht an die Bedürftigen verteilt werden könnten.

Befreiungsbewegung torpediert Helfer

In Leyte soll die kommunistische Befreiungsbewegung New Peoples Army die Hilfsmaßnahmen mehr und mehr stören und torpedieren. Geschäfte würden gestürmt und Menschen beraubt, die Hilfsgüter ergattert haben, heißt es in dem Bericht. Der Transport von Hilfslieferungen sei daher ausschließlich mit Militärbegleitung möglich. Die Salesianer kooperieren mit einer Radiostation, DYRC, mit Hauptsitz in Manila, um die notwendige Militärbegleitung für ihre Transporte zu erhalten und die Verteilungen vorzunehmen.

30.000Pakete mit Reis, Dosenfisch, Nudeln und Wasser

Als erste Sofortmaßnahme packen und verteilen die Salesianer 30.000 Lebensmittelpakete. Dabei beteiligen sich offenbar alle Don Bosco-Einrichtungen in den Südphilippinen und viele Freiwillige. Die Basispakete enthalten Reis, Dosenfisch, Nudeln und Wasser.

Vor Ort kooperieren die Salesianer mit den Local Desaster Relief Counsils und dem Social Welfare Departement in der Planung und Durchführung der Maßnahmen. Im November und Dezember konzentrieren sich die Hilfsmaßnahmen auf die Verteilung von weiteren Lebensmittelpaketen und Medikamenten in vier Provinzen der südlichen Philippinen (Cebu Provinz, Aklan Provinz, Leyte Provinz und Eastern Samar). Insgesamt sollen rund 180.000 Lebensmittelpakete verteilt werden.

10 Tonnen Medikamente aus Deutschland

Von Deutschland aus versenden die Salesianer 10 Tonnen Medikamente nach Cebu, die dann an die verschiedenen Gesundheitszentren und Krankenhäuser in der betroffenen Region verteilt werden. In der Provinz Leyte werden mit Zelten Notunterkünfte geschaffen, im Weiteren werden die verschiedenen Zentren der Salesianer für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Leyte vorbereitet.

Das Nothilfeteam beginnt zeitgleich mit den Planungen für ein Wiederaufbauprogramm, damit nach der ersten Nothilfe und den Aufräumarbeiten die Häuser in den zerstörten Gebieten wieder instand gesetzt werden können, heißt es in dem Bericht.

Die Salesianer Don Boscos sind seit 1951 auf den Philippinen tätig. Durch die soziale und pastorale Arbeit der Salesianer werden in der Region direkt etwa 25.600 Kinder und Jugendliche erreicht.

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin geboren. Sein Zitat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung wider.

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