Gesellschaft

"Klinikpartnerschaften" geht in die zweite Runde

Das Bundesentwicklungsministerium fördert aktuell transnationale Gesundheitsprojekte mit bis zum 50.000 Euro - explizit auch aus dem zahnmedizinischen Bereich. Drei Projekte haben den Zuschlag bereits erhalten. Die zweite Förderungsrunde läuft noch bis Anfang August.

Digital erstellte individualisierte Totalprothesen für Albanien: Ziel der Klinikpartnerschaft zwischen dem Centrum für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre der Berliner Charité und der Faculty of Dental Medicine, University of Medicine of Tirana ist, moderne Therapieansätze weiterzuentwickeln. Das Team der Charité will seine Erfahrungen und Konzepte im Bereich der digitalen Zahnmedizin an der Universität Tirana etablieren. Die Wissenschaftler erhoffen sich viel von der Kooperation, da der Anteil der zahnlosen Patienten in Albanien deutlich höher ist als in Deutschland. Beuer

Im Rahmen der Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung Partnerschaftsprojekte zwischen deutschen Organisationen und Partnern in Entwicklungsländern.

Mit bis zu 50.000 Euro können Kooperationen mit lokalen Gesundheitseinrichtungen gefördert werden. Bewerben können sich öffentliche und private Träger von Kliniken, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Gesundheitseinrichtungen - explizit auch aus dem zahnmedizinischen Bereich. In der ersten und bereits abgeschlossenen Ausschreibungsrunde wurden drei Kooperationen aus dem Bereich Zahnmedizin ausgewählt.


Geförderte zahnmedizinische Kooperationen

Der gemeinnützige Verein "German Dental Carehood International" behandelt seit 1983 kostenlos Kinder und Jugendliche in Südindien. Die Patienten stammen aus sehr armen, mittellosen Familien oder sind Halb- oder Vollwaisen. Sie leben in konfessionsübergreifenden Heimen, welche von der Church of South India getragen werden.

Der Verein arbeitet eng mit örtlichen Partnerkliniken zusammen und richtet Zahnstationen ein. Zudem unterstützen die Mitglieder den Aufbau einer Schule, wo Zahnarzthelferinnen und Zahntechnikerinnen in der Nähe von Madurai ausgebildet werden. GDCI e.V. finanziert sich auf reiner Spendenbasis. Alle Einsatzleistenden arbeiten unentgeltlich.

Hier geht's zu weiteren Projekten und Einsätzen des Vereins

Einen Förderzuschlag erhalten hat auch Tobias Bauer mit seinem Projekt "Dental International Aid Network Organisation" (DIANO). Bauer pflegt schon seit längerem eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Zahnmedizinischen Fakultät der staatlichen Universität von Haiti.

Aktuell steht die Förderung der Ausbildung von Assistenzberufen, sowie der Aufbau von Außenposten in stark unterversorgten Regionen im Mittelpunkt. Auch hier geht es neben der technischen Ausstattung um Einweisung und Ausbildung des Personals. Somit steht laut Bauer bei beiden Projekten der Grundsatz der Nachhaltigkeit im Vordergrund: neben der reinen zahnärztlichen Soforthilfe sollen möglichst viele Personen eine Einweisung bekommen, um ihnen durch Qualifikationsmaßnahmen langfristig ein eigenes Einkommen zu ermöglichen.


Ausgewählt wurde im Rahmen der Initiative Klinikpartnerschaften schließlich auch eine Initiative von Prof. Florian Beuer. Er leitet das Berliner Charité Centrum für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre. Beuer kooperiert konkret mit der Faculty of Dental Medicine, University of Medicine of Tirana in Albanien.

Es geht hierbei um die Vermittlung aktueller prothetischer Konzepte, den Wissensaustausch, Training und Implementierung moderner Therapieansätze. Das Team um Beuer will seine Erfahrungen und Konzepte im Bereich der digitalen Zahnmedizin an der Universität Tirana etablieren und weiterentwickeln. Dabei geht es auf der einen Seite um festsitzenden, metallfreien Zahnersatz aber genauso um digital erstellte Totalprothesen. Die Wissenschaftler erhoffen sich viel von der Kooperation, da der Anteil der zahnlosen Patienten und damit der Bedarf an dieser Art des Zahnersatzes in Albanien deutlich höher ist als in Deutschland.

Die Universität Tirana möchte, auch mit Unterstützung der Forscher der Charité, einen Masterstudiengang für Zahnärztliche Prothetik installieren. Aus den gemeinsam in Albanien gemachten Erfahrungen, kann dann auch in Berlin ein Postgraduierten Studiengang entstehen. Neben den fachlichen Facetten spielt auch der persönliche Austausch der beteiligten Wissenschaftler eine große Rolle und motiviert beide Seiten mit Enthusiasmus an der Umsetzung der Pläne zu arbeiten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.


Die Initiative soll den Wissenstransfer zwischen medizinischen und technischen Fachkräften, Pflegepersonal und dem Management fördern. Prozesse in Gesundheitseinrichtungen sollen so optimiert werden. Die geförderten Projekte sollen langfristig zu einer institutionellen Stärkung und einer verbesserten Patientenversorgung beitragen.

Zweite Förderungsrunde läuft - jetzt bewerben!

Die Partnerschaftsprojekte werden dabei für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren unterstützt (vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit). Die Höhe der Förderung ist immer vom Umfang der Interventionen und dem Bedarf in der Partnereinrichtung abhängig.

Für die zweite Ausschreibung der Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ können noch bis zum 9. August 2017 die Bewerbungen eingereicht werden.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsanforderungen finden Sie hier.

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