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Barmer GEK sieht gute zahnärztliche Versorgung

Die Barmer GEK zieht in ihrem aktuellen Zahnreport ein positives Fazit der zahnärztlichen Versorgung hierzulande. Auch für die Qualität von Wurzelkanalbehandlungen fand die Kasse lobende Worte.

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"Die zahnmedizinische Versorgung ist gut - das belegt unser Report“, resümierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, den Zahnreport 2014, der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Für das Schwerpunktkapitel "Wurzelbehandlungen“ wurden unter der wisenschaftlichen Begleitung von Prof. Dr. Michael Walter, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, an der TU Dresden insgesamt rund 150.000 Zähne nach einer "direkten Überkappung“ beobachtet. Außerdem hatten die Autoren analysiert, inwieweit nach einer Wurzelbehandlung weitere Behandlungen folgen mussten.

Dabei zeigte sich, dass 84,3 Prozent aller wurzelbehandelten Zähne in den Jahren 2010 bis 2012 keiner weiteren Behandlung bedurften. Wird eine Folgebehandlung notwendig, so ist dies am häufigsten eine Extraktion des Zahnes. Zweithäufigste Folgebehandlung ist die Wurzelspitzenresektion, am geringsten ist die Zahl der Fälle, in denen eine Wurzelbehandlung wiederholt werden musste.

Engel: "Jeder erhaltene Zahn bedeutet Lebensqualität!"

"In der Zahnmedizin gilt der Leitsatz, alles zu unternehmen, um einen Zahn zu retten. Denn jeder natürliche Zahn, der erhalten werden kann, bedeutet für den Patienten Lebensqualität“, erklärt BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. "Wurzelbehandlungen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung und sie sind Alltag in deutschen Zahnarztpraxen. Die Ethik gebietet es, auch geschädigte Zähne mit unklarer Prognose so lange wie möglich zu erhalten.“

Die Wurzelbehandlung als wichtigster Therapieansatz in der Endodontologie entspreche dem modernen Stand der Wissenschaft sowie dem Präventionsansatz in der Zahnmedizin. Die Zahl der Zahnverluste bei Erwachsenen und Senioren sei in Deutschland kontinuierlich rückläufig. Fehlten Erwachsenen in der Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren 1997 im Durchschnitt noch 4,2 Zähne, sank der Wert auf 2,7 im Jahr 2005. "Dieser positive Trend hält weiter an", so Engel.

Allerdings: Bei der Zahnvorsorge gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle. Auch das geht aus
dem Report hervor. Während in Westdeutschland die Teilnahmeraten zwischen 43,9 Prozent in Bremen und 56,5 Prozent in Bayern schwanken, pendeln die Werte in den neuen Ländern um die 60-Prozent-Marke. Insgesamt beanspruchte nur jeder zweite Bundesbürger im Jahr 2012 Prophylaxe-Leistungen.

Eßer: "Wir sind auf dem richtigen Weg.“

"Mit dem heute vorgestellten Zahnreport legt die Barmer GEK eine gut recherchierte Analyse zur zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland vor. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung begrüßt besonders die wissenschaftliche Begleitung bei der Erstellung des Reports“, so der KZBV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Eßer.

Für ihn ist die vorgelegte Faktensammlung eine Bestätigung für die Effizienz der Versorgungsstrukturen, aber auch für die hohe Leistungsfähigkeit der Zahnärzte in Deutschland. Eßer: "Wir haben vor Jahren zusammen mit den Krankenkassen die Weichen für eine präventionsorientierte Versorgung gestellt. Der Barmer-GEK-Zahnreport bestätigt die Erfolge. Für unsere Patienten ist eine flächendeckende wohnortnahe, aber auch qualitativ hochwertige Versorgung gesichert. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Einen ausführlichen Bericht über den Report lesen Sie in der nächsten Ausgabe der zm.