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Beim QS sind ambulante Krankenhausleistungen Wüsten!

"Gut gemeint, aber nicht gut gemacht", "Vielfalt ohne rationales Ordnungsprinzip", "gefährlich und für uns alle zu teuer" - so kommentierten die Autoren des Krankenhaus-Reports die Lage in den Kliniken.

 

In den vergangenen 30 Jahren senstanden rund 20 verschiedene ambulante Versorgungsformen, die im Krankenhaus durchgeführt werden, heißt es im neuen Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WiDO). Dazu zählen Hochschul- und Notfallambulanzen, Ambulantes Operieren im Krankenhaus bis hin zur Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV). AOK

Auf der Pressekonferenz zum Krankenhaus-Report am 29. Februar in Berlin (v.l.n.r.): Mitherausgeber Prof. Dr. Jürgen Wasem, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, sowie Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. AOK
Jürgen Wasem: "Hinter dieser Vielfalt steckt kein rationales Ordnungsprinzip. De facto werden hier identische Leistungen in verschiedene Rechtsformen verpackt und dann auch noch unterschiedlich vergütet." Ähnliche Unterschiede gebe es auch bei der Bedarfsplanung, bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen oder den Zugangsregeln zu Innovationen. "Und in puncto Qualitätssicherung sind ambulante Krankenhausleistungen ohnehin Wüsten", urteilte Wasem. Deshalb müsse die Politik an der Schnittstelle zwischen ambulanten und stationären Leistungen endlich einheitliche Spielregeln vorgeben. AOK
Ferdinand Gerlach: „Die in Deutschland ausgeprägte Abschottung zwischen Kliniken und Praxen ist für Patienten zu gefährlich und für uns alle zu teuer.“ Echte Zusammenarbeit, etwa zwischen niedergelassenen und stationär tätigen Kardiologen, sei weder vorgesehen noch möglich. Mit der Folge, dass es zu Informationsbrüchen, Missverständnissen, Behandlungsfehlern, Mehrfachdiagnostik, vermeidbaren hohen Arztkontakten und Mengenausweitungen komme. Hausärzte seien für eine Lotsenfunktion zwar prädestiniert, befänden sich aber innerhalb des Gesundheitssystems in einer geschwächten Position. Gerlach fordert eine regional vernetzte, sektorenübergreifende Versorgung, in der die Honorare für stationäre Kurzzeitfälle und vergleichbare ambulante Behandlungen angeglichen werden. AOK
Martin Litsch rief alle Beteiligten zur Kooperationsbereitschaft auf: „Die fachlich-ambulante Versorgung muss ein Ganzes werden.“ Und: „Auf Schnittstellenprobleme wurde bislang von der Politik mit zahlreichen Einzellösungen reagiert. Die bisherigen Modelle inklusive der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung sind sicher gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Das kann so nicht bleiben, da muss der Gesetzgeber noch mal neu ansetzen." AOK
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