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DAZ-Beschwerde: Presserat rügt Hörzu

Die Fernsehzeitschrift Hörzu machte im Mai mit dem Beitrag "Skandal-Akte Zahnarzt - wie Sie sich vor Abzocke schützen" auf. Dagegen legte der Deutsche Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ) beim Deutschen Presserat Beschwerde ein. Mit Erfolg.

"Die beste Hörzu aller Zeiten"? Zurzeit haben die Macher der Zeitschrift wohl ein Formtief. Gerade rügte der Presserat die Hörzu wegen Sorgfaltsverletzung. zm-km

Der DAZ hatte wegen Sorgfaltsverletzung Beschwerde beim Deutschen Presserat eingelegt. Die Beschwerde
wurde angenommen und das Verhalten der Hörzu-Redaktion offiziell missbilligt.

Vorgetäuschte Interviews

Hintergrund: Der Verband sah sich zusammen mit einigen ebenfalls betroffenen Einzelpersonen einer verzerrenden Berichterstattung über seine Positionen durch die Hörzu ausgesetzt. Gerügt wurde, dass Interviews vorgetäuscht und aus einen Buch entnommene Zitate falsch - sinnentstellend - wiedergegeben wurden.

Falsche Zitate

"Ungeachtet mancher zutreffender Aussagen in dem Artikel nahm der DAZ Anstoß an der reißerischen
Darstellung und daran, dass er ohne sein Wissen und ohne seine Einwilligung für diese Art der
Berichterstattung vereinnahmt wurde", heißt es in einer Stellungnahme des DAZ. Der Hörzu-Text sei so formuliert gewesen, als hätten sich die DAZ-Vorsitzende und weitere Personen der Redaktion als Interview-Partner zur Verfügung gestellt.

Weil die Verantwortlichen der Hörzu eine Richtigstellung ihrer Aussagen ablehnten, wandte sich der DAZ
mit einer Beschwerde an den Deutschen Presserat.