Medizin

Genmanipulierte Mücken zeugen nur Männchen

Im Kampf gegen Malaria gehen Wissenschaftler neue Wege: Forscher aus London haben das Genmaterial männlicher Mücken so manipuliert, dass diese im Labor fast nur noch männliche Nachkommen zeugten.

Die Erreger (Plasmodien) der Krankheit werden ausschließlich durch den Stich weiblicher Mücken auf den Menschen übertragen. Somit könnten die Experten einer neuen Methode auf der Spur sein, Malaria eines Tages wirksam einzudämmen. Die Forschung sei aber noch ganz am Anfang, betonte Roberto Galizi vom Imperial College. 

Bei ersten Laborversuchen hätten die manipulierten Mücken (Anopheles gambiae) 95 Prozent männlicher Nachkommen gehabt, schrieben die Autoren der Studie in der Fachzeitschrift "Nature Communications". Damit sei es erstmals gelungen, die Geschlechterverhältnisse in Mückenpopulationen zu manipulieren.