Umfrage

Migranten nutzen hier mehr Präventionsangebote

Migranten nehmen zahnmedizinische Untersuchungen in Deutschland häufiger in Anspruch als in ihrem eigenen Herkunftsland. Das zeigt eine Umfrage aus Berlin.

Insgesamt 71 Prozent der befragten Migranten lassen sich in Deutschland zahnmedizinisch durchchecken - deutlich mehr als im Herkunftsland. Fotolia Kadmy

Migranten nutzen der Berliner Umfrage zufolge in Deutschland verstärkt Präventionsangebote. Nur 13 Prozent der Befragten nehmen keine Gesundheitsvorsorge in Deutschland in Anspruch. 57 Prozent der befragten Migranten gaben an, in Deutschland regelmäßig ihre Kinder präventiv untersuchen zu lassen. Im Herkunftsland waren es nur 37 Prozent.

Ein ähnlicher Anstieg wurde von den befragten Migranten bei den Zahnuntersuchungen angegeben: Seit ihrer Ankunft in Deutschland ließen sich 71 Prozent der Befragten zahnmedizinisch durchchecken, im Herkunftsland waren es nur 57 Prozent. Das zeigt aber auch, dass immer noch fast jeder Dritte nicht zum Zahnarzt geht. Als wesentliche Hinderungsgründe, warum Vorsorgemaßnahmen nicht in Anspruch genommen werden, nannten die Migranten Sprachbarrieren (59 Prozent) und fehlende Informationen (29 Prozent).

An der Umfrage nahmen 300 Migranten teil, die an berufsbezogenen Sprachförderungskursen des bbw Bildungswerks der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V. im Sprachlevel B1/B2 teilnehmen - das heißt, die sich im Alltag auf Deutsch verständigen können. Die Umfrage bestand aus einem Fragebogen mit 26 Fragen.
Seit April 2015 untersucht das Gesundheitswissenschaftliche Institut Nordost (GeWINO) mit dem bbw Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V. in Kooperation mit der bbw Hochschule Berlin über drei Monate das Wissen von Migranten über das deutsche Gesundheitssystem.


Umfrage unter Migranten in Berliner Deutschkursen

Die 302 Befragten kamen aus 65 verschiedenen Ländern: etwa jeder Dritte aus der EU (Polen, Bulgarien und Rumänien), die restlichen vor allem aus den Regionen Naher und Mittlerer Osten (Iran, Türkei und Syrien) oder Osteuropa (Russland und Ukraine). Die Teilnehmer waren zu rund zwei Drittel Frauen mit einem hohem Bildungsniveau und Deutschkenntnissen, mit denen sie sich im Alltag verständigen konnten. Zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten haben Kinder. Davon leben bereits 96 Prozent in Deutschland.




 Hier geht es zur Umfrage.


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