Medizin

Neues Gesicht in 27 Stunden

Ein lebensgefährlich erkrankter Patient bekam in einer 27-stündigen Operation teilweise ein neues Gesicht. Wie die Universitätsklinik Vall d'Hebrón mitteilte, erhielt der 45-Jährige bei dem Eingriff zudem Transplantate für den Mund, die Zunge, den Hals und den Rachen. Lesen Sie in der Bilderstrecke den Kurzbericht der Chirurgen.

Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona

Dem interdisziplinären Team der Universitätsklinik Vall d'Hebrón um Dr. Joan-Pere Barret, Leiter der Abteilung Plastische Chirurgie und Verbrennungen, gelang die erfolgreiche Gesichtstransplantation: Die Operateure rekonstruierten zwei Drittel des unteren Gesichts, Hals, Mund, Zunge und Rachenraum des Patienten, der seit 20 Jahren unter einer arteriovenösen Malformation litt. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Die Krankheit bewirkte eine fortschreitende Deformation des Gewebes. Der Patient litt aufgrund seiner fortgeschrittenen Krankheit unter großen funktionellen Beeinträchtigungen wie Seh- und Sprachproblemen sowie unter dem Risiko großer lebensgefährlicher Blutungen. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Der Patient wurde zuvor in zahlreichen internationalen Kliniken untersucht (Mayo Clinic, Harvard, etc.) - immer mit demselben Ergebnis: inoperabel. Die lebensgefährliche Entwicklung seiner Krankheit, einer progressiven Verformung mit einhergehenden schweren Blutungen, wurde erst durch die Gesichtstransplantation in Vall d'Hebron gestoppt. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Das OP-Team kam zu dem Schluss, dass es für diesen Patienten nur eine einzige Behandlungsoption gibt: das Tumorgewebe zu entfernen und mittels einer Gesichtstransplantation neu aufzubauen und zu rekonstruieren. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Die OP, durchgeführt Anfang Februar, war hochkomplex und dauerte 27 Stundens. Das Team umfasste 45 Ärzte aus unterschiedlichen Abteilungen des Krankenhauses: Plastische Chirurgie, Anästhesie , Pflege, Pflegepersonal, Lebertransplantation, Transplantationskoordinator, Ansteckende Krankheiten, Interventionelle Radiologie,Intensivstation, Krankenträger und sämtliche zentrale Services. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Dem Patienten ging es laut Klinikinformationen nach der Transplantation genauso gut wie anderen transplantierte Patienten. Jetzt ist er bereits Zuhause und kommt nur noch zu Routine-Check-ups in die Klinik. In den Wochen nach der Transplantation war er in der Reha. Die benötigten Immunsuppressiva wurden verabreicht. In dieser Phase spielte das Personal der Abteilungen Verbrennungen, Rehabilitation, Physiotherapie, Beschäftigungstherapie, Ernährung, Psychiatrie und Soziales eine entscheidende Rolle. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
Das ist das zweite Gesicht, das an der Klinik erfolgreich transplantiert wurde. Bei der ersten OP hatten die Ärzte im April 2010 die erste Ganzgesichtstransplantation weltweit durchgeführt: Oscar, ein junger Mann, litt unter einer schweren Gesichtsverformung. Ausgelöst durch eine Wunde verlor er Nase und Nasenlöcher. Außerdem waren sein Kiefer, seine Wangenknochen, seine Siebbeinhöhle, Lippen, Mund und das weiche Gesichtsgewebe verwachsen und deformiert. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona
All diese Schäden führten dazu, das er ernste funktionelle Schwierigkeiten hatte, unter anderem schwere Atem- und Schluckprobleme. Außerdem musste er künstlich ernährt werden. Heute lebt der Patient ein normales Leben. Die ganze Haut, die Gesichtsmuskeln, Nase, Lippen, Kinn, alle Zähne, Gaumen und Wangenknochen wurden mittels Plastischer Chirurgie und nervenvaskulärer Mikrochirurgie transplantiert. Hospital Universitari Vall d’Hebron, Barcelona

An der - im Februar vorgenommenen - Operation unter der Leitung des Chirurgen Joan Pere Barret waren 45 Mediziner verschiedener Fachrichtungen beteiligt. Der Eingriff war nach spanischen Medienberichten vom Dienstag in dieser Art weltweit ohne Beispiel.

Der Patient litt seit 20 Jahren an einer Krankheit, die zu tumorartigen Fehlbildungen im Gesicht führte, das Seh- und Sprechvermögen beeinträchtigte und lebensgefährliche Blutungen auslöste. Renommierte Krankenhäuser in den USA hatten nach Angaben der Klinik in Barcelona die Fehlbildungen als nicht operierbar bezeichnet. Barret bezeichnete das Ergebnis des Eingriffs hingegen als "vollauf zufriedenstellend". Der Patient erhole sich aktuell Zuhause von der Operation und komme nur noch zu Routine-Untersuchungen in das Krankenhaus, hieß es.

 

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