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Starke Gesundheitswirtschaft

pr/pm
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Die Gesundheitswirtschaft ist einer der großen Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft. Das zeigt eine neue Studie, deren erste Ergebnisse der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gestern in Berlin veröffentlichte.

Die sieben in der Studie näher untersuchten Unternehmen der industriellen Gesundheitswirtschaft haben ihre Bruttowertschöpfung von 2005 bis 2010 um fast 40 Prozent gesteigert. Zum Vergleich: Die Gesamtwirtschaft wuchs im selben Zeitraum nur um rund zehn Prozent. Die  Aufwendungen für Forschung und Entwicklung pro Umsatz ist mit 9,1 Prozent ähnlich hoch wie in der Luft- und Raumfahrt (9,7 Prozent).

Gesundheitswirtschaft produziert Spitzentechnologien

Damit gehören die Unternehmen der industriellen Gesundheitswirtschaft zu den Produzenten von Spitzentechnologie. Ihre Exportquote liegt bei 75 Prozent und damit fast 30 Prozentpunkte höher als im verarbeitenden Gewerbe insgesamt.

"Die industrielle Gesundheitswirtschaft und ihre Produkte werden häufig einseitig als Kostenfaktor wahrgenommen. Die mit der neuen Studie vorgelegten Zahlen belegen jedoch die Stärke der Branche", sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel.

Koordiniertes Vorgehen sichert die Forschung

"Die Gesundheitswirtschaft ist bei der Sicherung und Erhöhung von Wertschöpfung, Beschäftigung und Lebensqualität ein entscheidender Baustein", unterstrich er weiter. "Damit es dabei bleibt, brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung und einen ständigen Dialog von Politik undWirtschaft: Nur ein koordiniertes Vorgehen sichert die Forschung und die Umsetzung von Zukunftstechnologien." Zu diesem Zweck hat der BDI im September den Ausschuss für Gesundheitswirtschaft gegründet.

Untersuchungsgegenstand der Studie sind betriebs- und volkswirtschaftliche Kennziffern von sieben in Deutschland forschenden und produzierenden Unternehmen und Tochtergesellschaften: Bayer, Boehringer Ingelheim, Fresenius, Grünenthal, Merck, Roche und Sanofi. Die Studie wurde von Wissenschaftlern des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR und der Technischen Universität Berlin durchgeführt.

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