70 Jahre Bundesverband der Freien Berufe

"Wir Freiberufler sind weit mehr als 'null und eins'!"

Digitalisierung? "Wir Freiberufler sind weit mehr als 'null und eins'. Bei uns gerinnt nackte Information zu belastbarem Wissen", sagte BFB-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer auf dem 70-Jahre-Festakt des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) in Berlin.

Vor 200 Gästen diskutierten Dr. Danyal Bayaz MdB, Lena‐Sophie Müller, Prof. Dr. Winfried Kluth, Nicola Beer MdB, BFB‐Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Prof. Dr. Justus Haucap mit Moderatorin Tanja Samrotzki in der European School of Management and Technology in Berlin unter dem Motto „Gemeinwohl und Glaserfaser“, welche Impulse im digitalen Zeitalter auf den freiberuflichen Rechtsrahmen einwirken. BFB

Die Digitalisierung stelle auch die Freien Berufe vor umfassende neue Herausforderungen. Ewer: "Dabei kommt den Berufsangehörigen eine besondere Verantwortung für die Bürger zu, die deren Patienten, Mandanten, Klienten und Kunden sind. Denn der Blick ins Internet kann nicht die Ausbildung, Erfahrung und Kompetenz der Freiberufler ersetzen. Es sei höchste Zeit, den politischen und gesellschaftlichen Rahmen zu weiten und die Digitalisierung stärker in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen, erklärte Ewer.

Spitzenverband für freiberufliche Kammern und Verbände

Heute feiert der Bundesverband der Freien Berufe - der einzige Spitzenverband freiberuflicher Kammern und Verbände - seinen 70. Geburtstag. Zeit, sich der freiberuflichen Fundamente zu versichern.

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Dass die Digitalisierung müsse gemeinwohlorientiert ausgerichtet werden, damit alle Bürger an ihr teilhaben könnten, betonte Festredner Prof. Dr. Stephan Harbarth, LL.M., Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzender des Ersten Senats: "Hierbei kommt den Angehörigen der Freien Berufe eine besondere Bedeutung zu, denn für die Freien Berufe ist die Gemeinwohlorientierung Wesensmerkmal."

 

Eine Chance, ja, aber: Problem bleibt der Datenschutz

Umfrage unter Freiberuflern zur Digitalisierung

Zum Thema Digitalisierung hat das Institut für Freie Berufe (IFB) im März 2019 im Auftrag des BFB eine repräsentative Umfrage unter rund 2.000 Freiberuflern durchgeführt.

Demzufolge rechnen mehr als acht von zehn Freiberuflern, dass die Digitalisierung bis 2025 stark (47 Prozent) oder sogar sehr stark (39 Prozent) auf ihre Tätigkeit durchschlägt. Gut ein Achtel (13 Prozent) sieht kaum Einflüsse. Nur vereinzelt (1,5 Prozent) werden keine Effekte erwartet. Fast 70 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance, für mehr als 30 Prozent überwiegen die Risiken.

Danach gefragt, was ihnen wichtiger ist, priorisieren rund 60 Prozent mehr Tools, um den Datenschutz sicherzustellen. Für fast 40 Prozent spielt eine schnellere und leistungsfähigere Internetverbindung die größere Rolle.

Nur für knapp 30 Prozent stimmen die politischen Rahmen‐ beziehungsweise Wettbewerbsbedingungen, um die Chancen der Digitalisierung gut nutzen können. Der weitaus größere Teil (70 Prozent) sieht störende Aspekte. So befürchten die Freiberufler am häufigsten (40 Prozent), Daten nicht ausreichend schützen zu können und wünschen sich dazu noch mehr und bessere Möglichkeiten. Gut jeder Fünfte (22 Prozent der Nennungen) moniert die unzureichende Infrastruktur wie etwa eine nicht verfügbare Glasfaseranbindung.

Gut 40 Prozent sieht die Vertraulichkeit als einen Kern der Freiberuflichkeit beeinträchtigt. Insgesamt 44 Prozent erwartet keine Auswirkungen. Gut 15 Prozent sehen positive Effekte.

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