Umfrage

Zahnis pauken länger

Zahnmedizinstudenten investieren deutlich mehr Zeit in ihr Studium als ihre Uni-Kollegen anderer Fächer - im Durchschnitt lernen sie 9,5 Stunden mehr pro Woche.

Frank Homann Universitaet Bonn

Während Studenten anderer Fächer mit durchschnittlich 33 Stunden pro Woche ausgelastet sind, lernen angehende Zahnärzte mit 42,5 Stunden pro Woche deutlich mehr. Dies geht aus dem aktuellen Studierendensurvey der Universität Konstanz hervor. Nur Studenten der Veterinärmedizin arbeiten demnach noch mehr. Sie geben 44,6 Wochenstunden als durchschnittliche Wochenarbeitszeit an. Soziologiestudenten bilden das Schlusslicht - mit 22,6 Stunden pro Woche.

Umfrage offenbart die Ansichten von 5.000 Studenten von 25 Hochschulen

Im Studierendensurvey werden seit 1982 in der Regel im Abstand von drei Jahren Studierende an 25 ausgewählten Hochschulen zu ihrer Studiensituation und zu ihren Orientierungen schriftlich befragt. Die Studienmacher stellen dabei konkret Fragen zu persönlicher Motivation und Studienerfolg, genauso wie nach Schwierigkeiten, Qualität der Hochschulausbildung und den Berufsaussichten - immer aus der Perspektive der Studenten.

Zufriedenheit mit Studienqualität steigt

Laut der Studie ist es der Mehrheit der Studierenden wichtiger, gute Abschlussnoten zu erzielen als schnell das Studium zu beenden. In Bezug auf ihr Studium wünschen sich die Befragten vor allem einen stärkeren Praxisbezug.

Die Qualität der Lehre und des Lehrangebots bewerten die Studierenden mit großer Mehrheit positiv, die Studienqualität habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, heißt es. So beurteilten knapp 67 Prozent der Befragten Aufbau und Struktur ihres Studiengangs positiv, 2001 taten dies nur 54 Prozent. Auch die Lehrveranstaltungen werden heute von 65 Prozent der Studierenden positiv bewertet, 2001 lag dieser Wert noch bei 46 Prozent.

Der 12. Studierendensurvey wurde im Wintersemester 2013 durchgeführt, teilgenommen hatten knapp 5.000 Studenten. Die Durchführung dieser Studierendenbefragung erfolgt durch die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz, Auftraggeber ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).