Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

56 Millionen Euro für Erforschung neuer Medikamente

Mit 56,5 Millionen Euro wollen Deutschland und weitere internationale Geldgeber wie die Niederlande, Großbritannien, Luxemburg, Monaco und die Schweiz die Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben.

Laut Bundesgesundheitsministerium sterben rund 10.000 bis 15.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr an multiresistenten Erregern. 56,5 Millionen Euro wollen internationale Geldgeber, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, für die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika bereitstellen. Zum Vergleich: Im Kampf gegen die Luftverschmutzung hat die Bundesregierung am Montag zugesagt, den Mobilitätsfonds für die Kommunen auf eine Milliarde Euro aufzustocken. Laut einer Studie des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz sterben in der EU jährlich 180.000 Menschen durch Feinstaub und Ozon, 35.000 davon in Deutschland. chagpg - Fotolia

Die Mittel wurden der Globalen Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und Entwicklung (GARDP) bei einem Treffen am Montag in Berlin zugesagt. „Trotz der Gefahr durch weltweit zunehmende Antibiotika-Resistenzen sind in den letzten Jahrzehnten kaum neue Antibiotika auf den Markt gekommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. "Deshalb haben sich die G20 unter deutscher Präsidentschaft dazu verpflichtet, die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe kraftvoll voranzutreiben."

Vier neue Therapien bis 2023

Direktor der GARDP, Dr. Manica Balasegaram, ergänzte, dass die finanzielle Unterstützung dabei helfe, wie geplant vier neue Therapien bis zum Jahr 2023 bereitzustellen und somit "zu einer Verbesserung der Lebensqualität aller Patienten beitragen, die bezahlbare und wirksame neue Antibiotika benötigen".

Multiresistente Erreger sind vor allem im Krankenhausbereich ein wachsendes Problem. Laut Bundesgesundheitsministerium erkranken jährlich 400.000 bis 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen. 10.000 bis 15.000 Menschen sterben jedes Jahr daran. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) geht sogar von fast einer Million Infektionen und mindestens 30.000 Todesfällen aus.

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