Umfrage des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags

5.900 zusätzliche Mitarbeiter für die Gesundheitsämter

Die deutschen Gesundheitsämter sind deutlich besser ausgestattet als die Öffentlichkeit dies seit Beginn der Corona-Pandemie wahrnimmt – sagt Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags.

Mit diesen aktuellen Zahlen wendet sich Helmut Dedy gegen die Warnung von Amtsärzten in den vergangenen Tagen, die gesagt hatten, dass die Gesundheitsämter nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet seien. Adobe Stock_momius

Bundesweit haben die Gesundheitsämter ihr Personal um rund 5.900 zusätzliche Beschäftigte aufgestockt. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Städtetags und des Deutschen Landkreistags hervor. Die zusätzlichen Beschäftigten stammen zum größten Teil aus anderen Teilen der Verwaltung. 356 Gesundheitsämter in den Flächenländern haben derzeit rund 13.900 Stellen mit Ärzten sowie nichtärztlichem Personal besetzt.

Die 5.900 „Neuen“ arbeiten vor allem in den Bereichen Corona-Tests, Kontaktnachverfolgung und Kontrolle von Quarantänefällen. Mit diesen aktuellen Zahlen wendet sich Helmut Dedy gegen die Warnung von Amtsärzten in den vergangenen Tagen, die gesagt hatten, dass die Gesundheitsämter nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet seien. Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD) hatte gewarnt, dass ihr Verband die Gesundheitsämter nicht ausreichend für eine zweite Infektionswelle vorbereitet sieht. Es fehle vor allem an ausreichend Personal im ÖGD.

Für eine zweite Infektionswelle in der Pandemie sehen Experten die Gesundheitsämter nicht ausreichend vorbereitet. Auch die Vorgehensweise könnte effizienter sein und so Ressourcen sparen, mahnen sie.

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„Die Ämter sind deutlich besser ausgestattet als in der öffentlichen Debatte zum Teil angenommen wird“, sagte hingegen Helmut Dedy vom Deutschen Städtetag gegenüber der „Passauer Neuen Presse“. Dedy erläutert: „Die Gesundheitsämter sind stark gefordert, aber sie sind nicht überfordert. Sie haben die Herausforderungen der Pandemie bisher gut bewältigt.“

Vier Milliarden Euro für die Gesundheitsämter

Er blickt auch optimistisch in die Zukunft und begrüßt die Hilfen des Bundes für die Gesundheitsämter, die in den kommenden fünf Jahren bei 4 Milliarden Euro liegen. „Den Personalbestand der Ämter für normale Zeiten konnten wir kurzfristig durch zusätzliche Kräfte aus anderen Bereichen der Verwaltung ausweiten. Aber wir brauchen jetzt für die gesamte Dauer der Pandemie mehr Beschäftigte, um Corona weiterhin so wirksam wie möglich zu bekämpfen."

Die finanziellen Zusagen des Bundes seien deshalb "ein gutes Signal". Dedy: "Darüber hinaus brauchen wir in Deutschland mehr Ärztinnen und Ärzte.“ Er fordert deshalb rasch mehr Kapazitäten der Länder für die Medizinerausbildung und dabei auch die Berücksichtigung der Besonderheiten des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Für September 2020 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Spitzengespräch zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes angekündigt.

Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

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