Politik

60 Jahre KZBV mit Gröhe

"60 Jahre KZBV" - ihren Geburtstag beging die Körperschaft der Vertragszahnärzte mit einer Festveranstaltung: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe diskutierte mit Experten Sinn und Zweck der Selbstverwaltung.

KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vor dem Berliner Büro der KZBV. KZBV-Darchinger

Der stellvertretende KZBV-Vorsitzende Günther E. Buchholz kommt aus einer Zahnarztfamilie: "Der Einsatz für die Patienten und für den Berufsstand ist für mich seit meiner Kindheit mit dem Bild des Zahnarztes verbunden." Seine Position zum Dualismus zwischen Staatsmedizin und Selbstverwaltung ist dementsprechend klar: "Die KZVen und die KZBV waren immer Gestalter - das ist auch unsere Rolle für die Zukunft!" KZBV-Darchinger
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wollte seinen Besuch der Festveranstaltung ausdrücklich als "Bekenntnis zur Selbstverwaltung als zwingende Ausdrucksform des freien Berufs" verstanden wissen. 60 Jahre KZBV - dieser Geburtstag steht für Gröhe für die zahnärztliche Expertise bei der Verbesserung der Mundgesundheit: "Der zahnärztliche Leistungsumfang wurde über die Jahre sinnvoll ausgebaut und beim Paradigmenwechsel von der reparierenden zur präventiven Zahnheilkunde war die KZBV der entscheidende Treiber!" KZBV-Darchinger
Selbstverwaltung heißt gesellschaftliche Eigenverantwortung und staatliches Lenken in die richtige Balance zu bringen, erläuterte Prof. Dr. Ulrich Becker, Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in München. Damit die Ärzte und Zahnärzte die Gesundheitsversorgung mit Freude mittragen, muss ihnen der Staat aber ausreichend Raum zum Handeln lassen. KZBV-Darchinger
Dass das Modell der Selbstverwaltung in Deutschland weltweit ein Unikat ist, führte Dr. Ulrich Orlowski aus. Der Leiter Abteilung 2 im Bundesgesundheitsministerium hält die Gegenüberstellung von Selbstverwaltung versus Staatsmedizin jedoch für eine Diskussion der Vergangenheit: "Gerade der Gesetzgeber geht doch den Weg, die Selbstverwaltung zu beauftragen und weiterzuentwickeln." KZBV-Darchinger
Der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Prof. Josef Hecken, verteidigte sein Gremium: "Die Gründung des G-BA war folgerichtig, wenn man sieht, wie medizinische Leistungsbereiche zunehmend verzahnt werden. Trotz aller Kritik werden immer mehr Aufgaben auf den G-BA verlagert - staatsmedizinische Festlegungen wären hier auch keine Alternative." KZBV-Darchinger
"Es ist ein großes Anliegen der Krankenkassen, sektorenübergreifende Verfahren im G-BA mit allen Akteuren festzuschreiben, um die Sektoren zusammenzuführen", sagte die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Dr. Doris Pfeiffer. Aus ihrer Sicht gewährleisten Krankenhäuser beim Thema Qualität inzwischen eine hohe Transparenz - im ambulanten Bereich habe man dagegen weiter eine Black Box. KZBV-Darchinger
"Beim Wettbewerb um Qualität haben Sie die Zahnärzte immer auf Ihrer Seite", beschrieb der KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer die Position des Berufsstandes. "Aber wenn anhand von P4P-Modellen entschieden wird, wer Zugang zur Versorgung hat und wer nicht, dann habe ich damit ein Problem." Eßer: "Selbstverwaltung ist nicht nur Prinzip, sondern auch Privileg, und muss die an sie adressierte Erwartungshaltung verantwortungsvoll erfüllen." KZBV-Darchinger
"Wenn alles aussieht wie ein Nagel, weil ich nur einen Hammer habe, ist das keine gute Qualitätsssicherung", brachte Dr. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, das Problem der Harmonisierung der Bänke im G-BA auf den Punkt. KZBV-Darchinger
"Der G-BA ist nichts anderes als ein Geniestreich der Politik", lautete das Fazit des stellvertretenden KZBV-Vorsitzenden Dr. Jürgen Fedderwitz. "Das Bundesgesundheitsministerium hält sich aus politischen Geschäften fern, indem der G-BA alle an der Versorgung Beteiligten zusammenführt und auf einen gemeinsamen Interessenausgleich verpflichtet." KZBV-Darchinger
Applaus im Berliner Humboldt-Carré für das gelungene Geburtstagsfest. KZBV-Darchinger
Eine Spende in Höhe von 6.000 überreichte Ulrich Sommer, stellvertretender Vorsitzender der apoBank, dem Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ). "Hilfe schenken, heißt, in die Zukunft investieren. Das ist und bleibt eine außervertragliche Leistung", sagte HDZ-Leiter Dr. Klaus Winter, der den Scheck entgegennahm. KZBV-Darchinger
"Vorsorge ist das Alleinstellungsmerkmal der Zahnärzte." Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer KZBV-Darchinger
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