"Das Ende des dualen Gesundheitssystems"

pr/pm
Gegen eine Bürgerversicherung und für eine Weiterentwicklung des dualen Versicherungssystems sprachen sich die Vertreter von Kammer und KZV Westfalen-Lippe bei einer politischen Diskussion in Münster aus.

Im Fokus der Podiumsdiskussion im Zahnärztehaus Münster stand das Thema Bürgerversicherung. Hierzu befragten die zahnärztlichen Spitzenvertreter in Westfalen-Lippe die gesundheitspolitischen Sprecher der Parteien im Vorfeld der Landtagswahl NRW im Mai und der Bundestagswahl im September.

Die Vertreter von SPD und Grüne sprachen sich klar für einen Systemwechsel im Gesundheitswesen aus, während die Abgeordneten der anderen Parteien einen Systemwechsel ablehnten und stattdessen das bestehende System weiterentwickeln wollen. An der Diskussionsrunde nahmen Zahnarzt Dr. Mathias Höschel (MdB CDU), Peter Preuß (MdL CDU), Angela Lück (MdL SPD), Susanne Schneider (MdL FDP) und der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mehrdad Mostofizadeh, teil. Moderiert wurde das Forum von Dr. Peter Stuckhard, ehemaliger Chefkorrespondent der Neuen Westfälischen.

Scharfe Kritik aus der Zahnärzteschaft

SPD und Grüne mahnten an, dass die Gesundheitsversorgung für alle gleich gerecht sein solle. Lück: „Wie die Umsetzung einer Bürgerversicherung im Detail aussehen soll, wissen wir noch nicht.“

Die zahnärztlichen Standespolitiker kritisierten die Pläne von rot/grün scharf. „Das wäre das Ende des dualen  Gesundheitssystems und würde zu einer massiven Verschlechterung in der Versorgung unserer Patienten führen. Die Auswirkungen wären überhaupt nicht absehbar“, sagte Kammerpräsident Dr. Klaus Bartling.

Dr. Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der KZV Westfalen-Lippe, ergänzte: „Wir Zahnärzte in Westfalen-Lippe sprechen uns klar gegen eine Bürgerversicherung aus. Wir stehen der Politik für Gespräche zur  Weiterentwicklung des bestehenden Systems bereit, damit die Umsetzung nicht wie das  Selbstverwaltungsstärkungsgesetz an der Selbstverwaltung vorbeigeht.“

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