Politik

"Die zahnmedizinische Versorgung weiterentwickeln"

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat ihre gesundheitspolitische Agenda 2013 veröffentlicht. Darin formuliert sie gegenüber der Politik die wesentlichen Forderungen und Ziele des Berufsstands.

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 Im Vorfeld der Bundestagswahlen werde sie mit allen Parteien in einen sachlichen und fachbezogenen Dialog treten: "Unser Gesundheitssystem soll für die nächsten Jahre und Jahrzehnte zukunftsfest werden, damit weiterhin jeder Patient Zugang zu einer hochwertigen zahnmedizinischen Versorgung hat", heißt es in der Agenda.

Das duale System muss reformiert werden

Wie die BZÄK betont, hat Deutschland eine zahnmedizinische Versorgung auf hohem Niveau, insbesondere im Bereich der Prävention gebe es deutliche Erfolge. Ein wesentlicher Grund hierfür: das duale Krankenversicherungssystem aus GKV und PKV. Damit das so bleibe, müsse die Gesundheitspolitik die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, um das duale Krankenversicherungssystem systematisch zu reformieren.

Stärken und erhalten: die Freiberuflichkeit

Denn der demografische Wandel stelle die zahnmedizinische Versorgung vor immense Herausforderungen. Zusätzlich müssten weitere Anstrengungen unternommen werden, die Freiberuflichkeit der Zahnärzteschaft stärker zu fördern und zu erhalten. Die Ausübung des zahnärztlichen Heilberufs in Selbstverantwortung sei und bleibe Garant für eine professionelle Zahnmedizin und ein intaktes Zahnarzt-Patientenverhältnis. Die Agenda wird auf der kommenden Vorstandsitzung Anfang März verabschiedet.

Die Forderungen im Einzelnen:

  1. Marktwirtschaft statt Planwirtschaft: duales System aus PKV und GKV reformieren - Wettbewerb und Qualität erhalten
  2. Patienten in den Mittelpunkt stellen: Patientenrechte stärken - Bürokratielasten verringern
  3. Demografischen Wandel gestalten: flächendeckende Versorgung sichern - auch für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen
  4. Mehr Prävention: für Kinder unter drei Jahren - für Menschen mit Migrationshintergrund
  5. Unterstützen und fördern: soziales Engagement der Zahnärzteschaft - vor der eigenen Haustür und weltweit
  6. Qualität fördern: Approbationsordnung novellieren - Versorgungsforschung ausbauen
  7. Junge Zahnmediziner: Ausbildung attraktiv gestalten - Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
  8. Europapolitik: hohes Qualifikationsniveau sichern - zahnärztliche Freiberuflichkeit erhalten
  9. Freiberuflichkeit: Selbstverwaltung stärken - Reglementierungen vermeiden