Aus den Ländern: Brandenburg

Kinder im Landkreis Elbe-Elster haben mehr Karies

Der Landkreis Elbe-Elster liegt bei der Zahngesundheit kleiner Kinder deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Gründe dafür sieht die Landeszahnärztekammer Brandenburg zum einen in Versäumnissen der Verwaltung und der Kommunalpolitik und zum anderen bei der Einstellung zahlreicher Kindereinrichtungen, bei denen nicht mehr die Zähne geputzt werden.

Die Gesundheitsberichterstattung des Brandenburger Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus dem Jahr 2016 zur Zahngesundheit bei Null- bis Zwölfjährigen hat ergeben, dass im Landkreis Elbe-Elster von 498 untersuchten Dreijährigen nur 76,3 Prozent kariesfrei waren. Der Landesdurchschnitt kariesfreier Kinder betrug in diesem Alter 86,5 Prozent. Auch bei den Fünfjährigen und bei den Zwölfjährigen lag der Landkreis unter dem Landesdurchschnitt.

„Der Landkreis Elbe-Elster beteiligt sich nicht am landesweiten Präventionsprogramm ‚Kita mit Biss‘, was ich außerordentlich bedauere“, nennt Dipl.-Stom. Jürgen Herbert, Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg, einen Grund für die schlechten Ergebnisse. Herbert erinnert daran, dass Kitas einen gesetzlichen Auftrag zur Gesundheitsbildung und Gesundheitsförderung haben. „Zudem ist eine jährliche gruppenprophylaktische Betreuung aller anspruchsberechtigten Kinder im Landkreis Elbe-Elster nicht mehr gegeben.“

Michaela Lang, Sachgebietsleiterin des Zahnärztlichen Dienstes im Elbe-Elster-Kreis, nimmt der Kammerpräsident ausdrücklich in Schutz: „Frau Lang ist eine außerordentlich engagierte Kollegin, die aber derzeit die Arbeit macht, die zuvor zwei Zahnärztinnen geleistet haben – Betreuungsdefizite sind die Folge.“

Zum Hintergrund: Am landesweiten Präventionsprogramm „Kita mit Biss“ beteiligen sich derzeit 471 Kindertagesstätten, das entspricht etwa einem Drittel aller Brandenburger Kitas. Das Programm enthält praxiserprobte Handlungsleitlinien für einen „zahngesunden“ Kita-Alltag sowie Materialien für die Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit. Die teilnehmenden Kitas setzen dabei die gesundheitsbezogenen Qualitätsstandards selbstverpflichtend um.

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