Zahnklinik Halle eröffnet

Nach fünf Jahren, zehn Wochen und einem Tag

Dienstagabend war es endlich soweit: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff griff zur Schere und zerteilte begleitet vom Klicken der Kameras das rote Band: Die Zahnklinik Halle ist damit eingeweiht.

Ein Schnitt - das war's: Die hallesche Zahnklinik wurde am neuen Standort auf dem Medizin-Campus Steintor in der Magdeburger Straße am Dienstagabend offiziell eingeweiht. UKH

2012 war das Schicksalsjahr für die Zahnklinik Halle: Damals kam es im damaligen Hauptgebäude in der Großen Steinstraße zu einem folgenreichen Wasserschaden. Durch ein defektes Ausbrühgerät lief das auslaufende Wasser ein gesamtes Wochenende lang ungehindert vom 2. Stock bis in den Keller. Die Schäden waren so massiv, dass das Gebäude nicht mehr saniert werden konnte.

„Fünf Jahre, zehn Wochen und einen Tag haben die Mitarbeiter der Zahnklinik in einer katastrophalen Umgebung gearbeitet", betone der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle, Dr. Thomas Klöss in seiner Begrüßungsrede. Fast eine ganze Studenten-Generation habe mit Geduld und Engagement in einem Provisorium studiert. 

Kleiner Seitenhieb: "Bitte schließen Sie ausreichend Versicherungen ab!"

Ministerpräsident Haseloff sagte in seinem Grußwort, dass man stolz auf die neue Klinik und das Erreichte sein könne und gab dem ebenfalls anwesenden Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand mit auf den Weg, die Zahnklinik als Standortfaktor zu nutzen. Er konnte sich aber auch einen kleinen, als Bitte formulierten Seitenhieb nicht verkneifen: „Bitte schließen Sie ausreichend Versicherungen ab“, denn so eine große Summe Geld würde man so schnell kein zweites Mal zusammenbekommen.

Das Land hatte zehn Millionen Euro für die Sanierung des Gebäudes der ehemaligen Universitätsfrauenklinik und der Universitätsklinik für Urologie in der Magdeburger Straße 16 bereitgestellt, das nun das neue Zuhause der Zahnklinik ist. Drei Millionen Euro hat die Medizinische Fakultät aus ihrem eigenen Budget losgeist und zudem mit den Aktionen „Halle bleibt!“ und „Zahn um Zahn“ eine unglaubliche, auch finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren.

Der Chef des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, erklärte, dass ab jetzt die Ausbildung des zahnärztlichen Nachwuchses zu praxisfähigen Zahnärzten, die Erforschung zahnmedizinischer Erkrankungen sowie die Krankenversorgung von Patienten allen Alters in Halle stattfindet.

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Maik Pietsch, Vizepräsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, blickte in seinem Grußwort auf sein eigenes Studium zurück, das er vor rund 32 Jahren in Halle begonnen hatte. „Die Zahnklinik war schon damals in einem schlechten Zustand“ und daran hatte sich auch in den folgenden Jahren nicht verändert." Er richtete einen Appell an die Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die Studierendenzahlen nicht gesenkt und die gut ausgebildeten Zahnärzte im Land gehalten werden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff am Phantomkopf:  Der CDU-Politiker ist seit 40 Jahren mit einer Zahnärztin verheiratet, von der er seit ihrer Ausbildung behandelt wird. „Das war die zärtlichste, die ich jemals bekommen habe. Ich bin bei ihr in Behandlung geblieben und sie wurde tatsächlich immer robuster“, sagte er beim Festakt.

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Ein Grußwort sprach auch Dr. Simone Heinemann-Meerz - eine der treibenden Kräfte im Kampf um den Erhalt der Universitätsmedizin Halle (Saale) und Mitinitiatorin von „Zahn um Zahn“. 90.000 Euro waren innerhalb kurzer Zeit dank des Engagements aus Halle und der Region zusammengekommen.

"Hausherr" Prof. Schaller führt den Ministerpräsidenten durch Deutschlands neueste Zahnklinik.

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Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle (rechts), freute sich, dass mit der Einweihung der Zahnklinik das Finale einer Geschichte stattgefunden habe, die bereits 1880 begonnen hatte. Seit 135 Jahren gibt es das Zahnmedizinstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle. Damit ist es eine der ältesten, "wenn nicht die älteste und beste zahnmedizinische Ausbildungsstätte in Deutschland". | Copyright UKH

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