Rede beim Deutschen Pflegetag 2018

Spahns erster Auftritt: Appell für gute Zusammenarbeit

Direkt nach seinem Amtsantritt äußerte sich der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einem zentralen Bereich seiner künftigen Arbeit - der Altenpflege. Und stellte klar: Das wird nicht leicht.

Nach der Amtsübergabe startet Jens Spahn durch - gleich zwei Reden hielt der neue Bundesgesundheitsminister an seinem ersten Arbeitstag. Hier bei der Eröffnung des Deutschen Pflegetags 2018. zm/nb

"Ich möchte als Minister so ehrlich sein zu sagen, das ist nicht so einfach zu machen", sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. Nach Ansicht des neuen Bundesgesundheitsministers wird es nicht einfach werden, den Personalmangel in der Pflege zu beheben. Spahn betonte, er sei für eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte sowie für mehr Ausbildungsplätze. Aber dies müsse auch finanziert werden.

Nachdrücklich sprach er sich für einen "positiven Grundton" in den kommenden Diskussionen aus. "Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wo wir stehen und was wir besser machen können", sagte Spahn und betonte, dass er dafür Unterstützung benötige. "Ich brauche Sie alle dafür, dass Sie uns Druck machen", sagte er den Teilnehmern des Deutschen Pflegetages. Er verstehe dies als Angebot für eine gute Zusammenarbeit.

Vereidigung im Deutschen Bundestag

Es ist offiziell: Jens Spahn (CDU) wurde zum Bundesminister für Gesundheit im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannt. Im Anschluss erfolgte die Vereidigung im Deutschen Bundestag.

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Spahn hatte am Mittwoch die Nachfolge von Hermann Gröhe (CDU) angetreten. Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag die Schaffung von 8.000 zusätzlichen Pflege-Stellen im Rahmen eines Sofortprogramms vereinbart. Benötigt wird nach Angaben von Experten aber ein Vielfaches an Personal. So sind laut dem aktuellen Pflege-Thermometer (siehe Kasten) rund 17.000 Stellen offen. Grund dafür sei nicht fehlendes Geld, sondern vielmehr der bundesweite Fachkräftemangel sowie die abnehmende Qualität der Bewerber.

Pflege-Thermometer 2018

"Der Fachkräftemangel ist das Nadelöhr der Entwicklung"

Auf dem Deutschen Pflegetag wurden exklusiv die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung in der teil-/vollstationären Pflege vorgestellt. Darin wird der bundesweite Fachkräftemangel, wie er u.a. von der Bundesarbeitsagentur beschrieben wurde, bestätigt. Er zeigt sich einerseits in einer unzureichenden Bewerberlage insgesamt (81%), in der Schwierigkeit, die offenen Stellen zeitnah zu besetzen (84%), sowie in einer beobachteten Abnahme der Qualität der Bewerbungen (83%). 30 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie offene Stellen nicht mehr bei der Arbeitsagentur melden, sodass davon ausgegangen werden muss, dass der in der Bundesstatistik benannte Wert der offenen Stellen in der Altenpflege in der Realität deutlich höher liegt.

Laut Untersuchung kann auf Basis der vorliegenden Kennzahlen von aktuell ca. 17.000 offenen und direkt zu besetzenden Stellen in den Pflegeberufen ausgegangen werden. Rund 14.000 davon sind offene Stellen für dreijährig ausgebildete Personen.

Die befragten Leitungskräfte beobachten gegenüber dem Vorjahr zudem steigende Belastungen für die Mitarbeitenden, was sich in einer Erhöhung der Krankheitsdauer (43%), der Krankheitstage (41%), der Krankheitsschwere (31%) sowie der Steigerung der Anzahl der geleisteten Überstunden (28%) ausdrückt. Bezogen auf die betrieblichen Gesundheitsrisiken dominieren Auswirkungen auf den Muskel- und Skelettbereich (78%) vor Auswirkungen psychischer Belastungen (71%). Als drittes schwerwiegendes Risiko wird Gewalt gegenüber Pflegenden benannt (42%).

Jede vierte Einrichtungsleitung gibt an, dass sie aufgrund des Personalmangels die betrieblichen Ziele in 2017 nicht erreichen konnte. 34 Prozent äußern, dass sie strategische Entwicklungen aufgrund eines Personalmangels in der Pflege nicht vornehmen können. Dem stehen 34 Prozent gegenüber, die von einem Personalmangel explizit nicht betroffen sind. 22 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den vergangenen drei Monaten aufgrund eines Personalmangels selbsttätig einen temporären Aufnahmestopp ausgesprochen haben.

Gesetzliche Reformen werden durchwachsen beurteilt: In der vorliegenden Studie wurden u.a. Fragen zu den Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze (PSG) I-III gestellt. Knapp jeder dritten Einrichtung ist es gelungen, in den Pflegesatzverhandlungen nach Einführung des PSG II zusätzliche Personalstellen zu verhandeln und diese auch zu realisieren. Rund 30 Prozent aber gaben an, dass zur Verfügung stehende Finanzmittel nicht eingesetzt werden konnten, weil kein Personal rekrutiert werden konnte. Die Einrichtungen beobachten in der Überführung der Pflegestufen in die Pflegegrade, dass Neueinstufungen tendenziell zu einer niedrigeren Eingruppierung führen (58%). Sie beobachten insgesamt die Schwierigkeit, aus ihrer Perspektive notwendige Höhergruppierungen gegenüber dem MDK durchzusetzen (54%). 38 Prozent der Leitungen befürchten, dass sie ab 2018 durch die Pflegegrade finanzielle Einbußen erfahren werden. 46 Prozent geben an, dass sie ein Instrument zur Personalsteuerung nach Pflegegraden/Erlösen einsetzen werden und 48 Prozent sehen gegenüber den Pflegestufen keine Verbesserung hinsichtlich der Abbildung des realen Pflegeaufwands.

In der Summe negativ wird auch die Pflegebildungsreform bewertet. 56 Prozent befürchtet, dass das Ausbildungsinteresse für den Pflegeberuf insgesamt sinken wird. Noch deutlicher wird dies bezogen auf das Interesse an einer Ausbildung im Altenpflegesektor. Hier sind es 71 Prozent, die von einer Absenkung ausgehen. Korrespondierend dazu gehen 66 Prozent davon aus, dass das Interesse an einer nachfolgenden Arbeit im Feld der Altenpflege bei Absolventen sinken wird. Möglichkeiten und Chancen, die sich u.a. daraus ergeben, Krankenpflegende in Praktika für die Arbeit im Feld der Altenpflege zu begeistern, werden skeptisch eingeschätzt.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) führt seit 2002 im Rahmen der Pflege-Thermometer-Reihe umfassende Studien zur Situation der Pflege und zur Versorgung in unterschiedlichen Sektoren der Betreuung und Pflege durch. Die Ergebnisse basieren auf einer bundesweiten Befragung. 13.600 Einrichtungen wurden dazu im Herbst 2017 angeschrieben. In die Auswertung eingeschlossen werden konnten 1.067 zugesandte Bögen. Die Aussagen beziehen sich auf die Einschätzungen von Leitungskräften (Heimleitungen/ flegedienstleitungen) der Einrichtungen.

Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. "Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen", sagte Spahn unter Applaus auf dem Deutschen Pflegetag. Die Anwesenden antworteten mit stehenden Ovationen.

Jens Spahn hat Andreas Westerfellhaus (rechts) als neuen Pflegebevollmächtigten des Bundes vorgeschlagen. Stehende Ovationen von den Teilnehmern des Deutschen Pflegetages. | zm/nb

Westerfellhaus war acht Jahre lang Pflegerats-Präsident. In seiner Amtszeit trug er entscheidend zur Professionalisierung der Pflege bei. Von 2014 bis Juni 2017 war Karl-Josef Laumann (CDU) Pflegebevollmächtigter des Bundes, bevor er Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW wurde. Seither übt Ingrid Fischbach (CDU) das Amt aus.

„Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag – Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden – Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

– Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden – Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

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Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

– Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

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Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

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Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

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Neuer Pflegebevollmächtigter soll Andreas Westerfellhaus werden

Der ehemalige Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, soll neuer Pflegebevollmächtigter des Bundes werden. „Wenn das Ihre Unterstützung findet, werde ich das dem Kabinett vorschlagen“, sagte Spahn am Donnerstag unter Applaus des Publikums aus der Pflegeszene auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

Westerfellhaus war acht Jahre lang als Pflegerats-Präsident eine einflussreiche Stimme für die Pflegebranche. Spahn lobte ihn als jemanden, „der sich auskennt, der aus der Szene kommt, der sie kennt und weiß, was sie beschäftigt“.

Bis Juni 2017 war der CDU-Politiker Karl-Josef Laumann Bundes-Pflegebevollmächtigter, bevor er Sozialminister in Nordrhein-Westfalen wurde. Seither übte Ingrid Fischbach (CDU) dieses Amt aus.

– Quelle: www.shz.de/19339281 ©2018

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