Praxis

Mindestlohn belastet Praxisgründer

Stellt der Mindestlohn eine Hürde auf dem Weg zur eigenen Praxis dar? Ja! Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.

Seit Anfang 2015 gilt in Deutschland der Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro pro Stunde - zum Jahreswechsel wird er sich auf 8,84 Euro pro Stunde erhöhen. Welche Auswirkungen hat dies für die deutsche Wirtschaft - speziell für junge Unternehmen? Mit dieser Frage hat sich das Mannheimer Gründungspanel des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beschäftigt. 

Befragung vor und nach Einführung des Mindestlohns

Telefonisch befragt wurden rund 5.000 junge Unternehmen der Gründungskohorten 2011 bis 2014 in Deutschland. Um zu erfahren, wie sich die Einführung des Mindestlohns auf junge Unternehmen mit angestellten Mitarbeitern ausgewirkt hat, wurden diese etwa ein halbes Jahr vor und dann erneut ein halbes Jahr nach dessen Einführung befragt.

Ergebnis: Vor der Einführung des Mindestlohns erwarteten elf Prozent der befragten Unternehmen, dass sie Auswirkungen des Mindestlohn spüren werden. Nach der Einführung gaben dann allerdings 28 Prozent an, tatsächlich betroffen zu sein. Rund 20 Prozent mussten Lohnanpassungen vornehmen und knapp zehn Prozent gaben an, durch bürokratischen Aufwand wie Berichtspflichten oder Stundennachweise belastet zu sein.

Steigender Bürokratieaufwand belastet Praxisgründer

Nach Ansicht von ZEW zeigen die unterschiedlichen Befragungsergebnisse vor und nach der Einführung des Mindestlohns, „dass anscheinend viele junge Unternehmen über die Konsequenzen dieser Neuregelung nicht ausreichend informiert waren beziehungsweise deren konkrete Auswirkungen wohl unterschätzt hatten.“

Auch könnten der bürokratische Aufwand und die vorgeschriebene Lohnuntergrenze für die Entwicklung junger Unternehmen negative Folgen haben. „Junge Unternehmen verfügen meist noch über keine spezialisierten Personalabteilungen – und Praxen erst recht nicht“, sagt Jürgen Egeln vom ZEW. „Daher werden hierfür unnötigerweise Ressourcen der Unternehmensgründer gebunden.“
 

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