CP GABA und BZÄK schreiben Präventionspreis 2019 aus

Patienten sind Teil des Teams

Um nachhaltige Erfolge in der Mundgesundheit zu schaffen, ist eine starke Allianz zwischen Patient und Praxisteam wichtig. CP GABA und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wollen deshalb mit ihrem diesjährigen Präventionspreis Initiativen unterstützen, die die Selbstwirksamkeit des Patienten stärken.

BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich und Dr. Marianne Gräfin Schmettow, Leiterin Scientific Affairs bei CP GABA, beim Kick-off-Meeting in Berlin zur diesjährigen Preisverleihung. Georg Lopata

Unter dem Motto „Patient und zahnärztliches Team – eine starke Allianz für die Mundgesundheit“ schreibt die Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland den Präventionspreis für 2019 aus. Mit der Auslobung setzen die Gründer, CP GABA und BZÄK, ihre seit 2014 erfolgreiche Initiative für zur Stärkung der Mundgesundheit in Deutschland fort. Mit dem neuen Schwerpunkt sollen Ideen und Präventionskonzepte gefördert werden, die die Selbstwirksamkeit des Patienten stärken. Eine unabhängige Jury vergibt drei Preise, die mit insgesamt 5.000 Euro dotiert sind.

Gesucht werden Ideen und Ansätze, wie man das Bewusstsein der Patienten für ihre häusliche Mundhygiene stärken und wie zahnärztliche Teams ihre Patienten in diesem Sinne noch optimaler beraten können. Im Fokus stehen beispielhaft Fragen wie: Wie kann der Zahnarzt-Besuch mit individuell auf den Patienten abgestimmter Prophylaxe zuhause unterstützt werden? Welche Projekte gibt es, die das eigenverantwortliche Verhalten der Patienten in der häuslichen Mundhygiene verbessern? Gibt es gezielte Beratungsansätze in Zahnarztpraxen, um die häusliche Prävention zu unterstützen? Gibt es Ansätze für Aus- und Fortbildung für Praxis-Teams zu diesem Thema? Sind Forschungsprojekte zu diesem Thema geplant oder laufen bereits? Gibt es Ideen zur Stärkung des Teamgedankens?

Kontakt, Einsendeadresse und weitere Informationen:

„Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“
Accente BizzComm GmbH
Fon: 0611/40 80 6-0
E-Mail: martina.neunecker@accente.de
Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen des Präventionspreises sowie die Statements der Experten finden Sie hier.

Der Präventionspreis zeichnet Ideen und Ansätze für Präventionskonzepte und Gesundheitsförderungsprojekte aus. Die eingereichten Projekte sollen Ideen zur gemeinsamen Zielsetzung von Patient und zahnärztlichem Team zu einer Optimierung der häuslichen Mundhygiene beschreiben. Auch Ansätze, die Praxis-Teams dabei helfen, die „sprechende Zahnmedizin“ umzusetzen, können eingereicht werden. Eine nationale Umsetzbarkeit ist wünschenswert, jedoch nicht Voraussetzung. Zur Teilnahme aufgerufen sind Fachleute aus den Bereichen Zahnmedizin, Gesundheitswesen, Public Health, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Gesundheitspsychologie, Pädagogik, Kommunikation und Medienwissenschaften. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeitende der Initiatoren sowie die beratenden Fachexperten, Jury-Mitglieder und deren Teams.

Die Initiative

Das Ziel der 2014 von BZÄK und CP GABA ins Leben gerufenen Initiative ist es, praxisrelevante Präventionskonzepte zu fördern, die zu einer mundgesunden Zukunft führen. Erfolgreiche Projekte und vielversprechende Ansätze sollen identifiziert, ausgezeichnet und durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden. Die bisherigen Fokusthemen der Initiative waren „Frühkindliche Karies“ (Early Childhood Caries – ECC), Mundgesundheit in der Pflege, interdisziplinäre Gruppenprophylaxe sowie die Zusammenhänge von Mund- und Allgemeingesundheit.

Bewerbungen können ab sofort bis zum 15. September 2019 und ausschließlich digital eingereicht werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt am Main am 8. November 2019 statt. Die Bewerbungen sollten eine Länge von 10 Seiten nicht überschreiten sowie eine vorangestellte, einseitige Zusammenfassung enthalten. Bilder, Grafiken und Videos können gerne beigefügt werden, die Bewerbung sollte jedoch eine maximale Dateigröße von 10 MB insgesamt nicht überschreiten. Die Preisverleihung wird am 8. November 2019 im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt am Main stattfinden.

Kick-off-Meeting der Initiatoren

In ihrem Kick-off-Meeting zur Preisverleihung am 5. Juni in Berlin legten die Initiatoren des Preises zusammen mit den diesjährigen Experten der Jury ihre Schwerpunktbotschaften fest.

Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK erklärte: „Zwischen Patienten und Praxis-Teams herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis – das müssen wir noch stärker als bislang für unsere präventiven Botschaften nutzen“. Ein Schlüssel liegt für ihn in der sprechenden Zahnmedizin, um Patienten in ihrer Lebenswelt erreichen, individuell beraten und zielgerichtet motivieren zu können und damit das Mundgesundheitsverhalten positiv zu beeinflussen.

Dr. Marianne Gräfin Schmettow, Leiterin Scientific Affairs bei CP GABA und Co-Initiatorin, betonte ebenfalls die herausragende Rolle von Präventionsberatung. „Ziel ist es, die Patienten auch für die Zeit zwischen den Zahnarztbesuchen mit allem auszustatten, was sie an Wissen, Techniken und Unterstützung für eine eigenverantwortliche, erfolgreiche Mundhygiene benötigen“, so die Biologin. „Als Experten für Mundgesundheit können wir die entsprechende Arbeit der Spezialisten mit auf wissenschaftlicher Basis entwickelten Produkten unterstützen.“

Prof. Dr. Ulrich Schiffner, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, sieht als Mitautor der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) und als Fortbildungsreferent der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) den Informationsfluss aus der Forschung in die Praxis und umgekehrt als wesentlichen Faktor für gelungene Prävention. Nur wenn Forschungsergebnisse adäquat und verständlich zu den Patienten getragen und umgekehrt Defizite und Erfolge aus der täglichen Praxis zurück gespiegelt werden, könne die Mundgesundheitssituation insgesamt verbessert werden. Dazu benötigen die Patienten maßgeschneiderte Empfehlungen, die ihrer Lebenssituation entsprechen. Dabei spiele die Arbeit des Praxisteams als empathischer Vermittler eine wichtige Rolle, so Schiffner.

Prof. Dr. Stefan Zimmer, Universität Witten/Herdecke, ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) und beschäftigt sich mit dem Thema orale Prävention aus vielen Perspektiven. Erfolgreiche Prävention ist für ihn eine Team-Aufgabe – und zu diesem Team gehören neben dem zahnmedizinischen Fachpersonal auch die Patienten. Wertschätzung aller Team-Mitglieder ist dabei ein wichtiger Faktor. Die Bereitschaft der Patienten zur nachhaltigen Mitarbeit zu wecken, sei das schwierigste Stück Arbeit im Hinblick auf Prävention – aber gerade deswegen auch besonders reizvoll, so Zimmer. Mit den Patienten gemeinsam eine partizipative Entscheidung über die Behandlung zu treffen, hält Zimmer dabei für essentiell. Gute Ansätze für die Kommunikation mit den Patienten sieht der Experte beispielsweise in der Technik des Motivational Interviewing.

Für DH Sabrina Dogan, Dentalhygienikerin aus Mauer, lauten die Zutaten für gelungene Prophylaxe im Team: Herzblut, Einfühlungsvermögen, Motivation – und eine gemeinsame Sprache mit den Patienten. Qualifiziertes Fachpersonal, das empathisch und verständnisvoll mit den Patienten kommuniziert, spielt dabei aus ihrer Sicht eine wesentliche Rolle. Zudem sollten die Praxisteams, so die Expertin, eine klare Vorstellung vom individuellen „Bilderbuch-Zahnputzbecher“ ihrer Patienten für die optimale tägliche Mundhygiene haben und diese patientengerecht vermitteln können

Dr. Sonja Sälzer, Universitätsklinikum Kiel und DG PARO-Spezialistin für Parodontologie®, sieht einen wesentlichen Ansatzpunkt für bessere Mundhygiene in der individualisierten Aufklärung, bei der zahnärztliches Team und Patient gemeinsam einen Lösungsansatz suchen. In diesem Bereich besteht ihrer Einschätzung nach derzeit allerdings noch eine Wissenslücke: „Obwohl Mundhygieneinstruktionen durch das zahnmedizinische Fachpersonal täglich millionenfach gegeben werden, gibt es hierfür keinen einheitlichen Standard“, so die Parodontologin. „Es existieren kaum Studien, die sich der Frage widmen, welche Methoden bei der Hinführung der Patienten zu einem besseren Mundgesundheitsverhalten besonders sinnvoll sind.“

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