Frühjahrstagung der DG Paro in Berlin

Die neue Paro-Klassifikation

In der Fachwelt wird sie bereits heiß diskutiert: die neue Paro-Klassifikation, die im November in Chicago angekündigt wurde. Doch noch sind die Inhalte unter Verschluss. Es gibt nur kleine Einblicke, und die hat die DG Paro auf der Frühjahrstagung in Berlin präsentiert.

Warum für die Fachwelt und die Praxis eine neue Klassifikation für Parodontalerkrankungen nötig ist, wurde auf der Tagung am 2. und 3. Februar in Berlin deutlich. Die alte Klassifikation, mit der Parodontologen weltweit arbeiten, stammt von 1999. Sie ist fast 20 Jahre alt und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Die neue Klassifikation, die derzeit noch ein Gutachterverfahren durchläuft, wird zwar voraussichtlich erst im April veröffentlicht. Doch jetzt schon stehen Ergebnisse fest, die in Berlin vorgestellt wurden:

  • Erstmals werden periimplantäre Erkrankungen aufgenommen und eingeordnet.
  • Es werden Kriterien aufgenommen, um aggressive von chronische Parodontitis zu unterscheiden. 
  • Klare Aussagen gibt es zur Grenzziehung zwischen Gingivitis und Parodontitis.
  • Es gibt eine einheitliche Klassifikation, die weltweit Gültigkeit hat.
  • Paro wird als chronische Erkrankung erfasst. 
  • Die Anwendbarkeit im Praxisalltag (Festlegung und Abgrenzung von Diagnosen) soll deutlich verbessert werden.

Auf einer Podiumsdiskussion diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis über mögliche Folgen der neuen Klassifikation. Die Wissenschaft sieht es als Vorteil, dass es künftig einheitliche Definitionen geben wird, um weltweit vergleichbare Studiendaten verfügbar zu machen. Zudem wird die Einordnung von Krankheit und Gesundheit in der PAR einfacher. Ohne Klassifikation gibt es keine Diagnose, und ohne Diagnose keine Behandlung, hieß es.

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Aus Sicht der Praxis macht die Klassifikation Sinn, um Patienten eine eindeutige Diagnose mitgeben zu können. Sie hilft dem Zahnarzt auch zu entscheiden, wann er einen Patienten an einen Spezialisten überweisen muss.

Dass es eine neue Paro-Klassifikation geben soll, wurde auf einem World Workshop letzten November in Chicago vereinbart. Der Workshop mit über 100 Parodontologen aus aller Welt wurde von der European Federation of Periodontology (EFP) und der American Academy of Periodontology (AAP) durchgeführt. Deutsche Parodontologen waren dabei gut vertreten.

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Auf der Frühjahrstagung in Berlin referierten Wissenschaftler, die an den vier Arbeitsgruppen in Chicago (Gingivale Erkrankungen, Parodontitis, Parodontale Manifestationen systemischer Erkrankungen und Periimplantäre Erkrankungen) maßgeblich beteiligt waren. Bis die neue Klassifikation auch tatsächlich in den Zahnarztpraxen angewendet werden kann, ist der Weg noch weit. Zu rechnen ist mit etwa ein bis zwei Jahren.

Nach der Veröffentlichung für die Fachwelt (April) ist zunächst geplant, die Klassifikation auf der Europerio 9 vom 20. bis 23. Juni in Amsterdam einem breiten Fachpublikum bekannt zu machen. Die Wissenschaft spricht hier von einem Großereignis in der Welt der Parodontologie.

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