Zahnmedizin

Ergonomisch arbeiten am OPMI

Weil das Operationsmikroskop (OPMI) nur sehr beschränkte Kopf- und Körperbewegungen erlaubt, ist eine ergonomische Haltung um so wichtiger für einen reibungslosen Behandlungsablauf: So arbeiten Sie entspannt in der 12:00 Position!

Die Endodontie-Behandlung wird mithilfe eines OP-Mikroskops durchgeführt. Nicht selten führt das "Ins-Mikroskop-Schauen" und das gleichzeitige Behandeln zu einer Torsion des Rückens. Wie Assistenz und Behandler keinen Schaden nehmen, lesen Sie hier. GEPEC

Abbildung 1: Eine ausgewogene Körperhaltung führt zu einer ausgewogenen Kopfhaltung. Jede Kopfhaltung hat eine spezifische Stellung der Augenbulbi mit entsprechender Sehachsenneigung. Die Sehachsenwinkel bei Kopfbewegungen im oberen Kopfgelenk bestimmen die Neigung des Okulars. GEPEC
Abbildung 2: Hebelgesetze bestimmen die Referenzarbeitshöhe R für Fingerpräzision (L mal Lr = F mal Fr/ Last mal Lastarm = Kraft mal Kraftarm). Neddermeyer
Abbildung 3a: Flexionsbewegungen von Zeigefinger und Daumen führen das Instrument in der Sagittalebene und gleichzeitig parallel zur beziehungsweise in Kanalrichtung. Die Extensionsbewegung führt das Instrument in der Transversalebene und senkrecht zur Kanalrichtung (2). Um mit Fingerextensionsbewegungen die Kanäle zu erreichen, muss der Oberarm gehoben werden, was gesundheitsschädlich ist. Neddermeyer
Abbildung 3b: Diese Abbildung zeigt den Behandler in 12:00 Position.Fingerflexionsbewegungen bei geradem Handgelenk ermöglichen Wurzelkanalbehandlungen mit minimalem körperlichen Stress. Dr. T. Schloss
Abbildung 4: Der frontverspiegelte Spiegel ermöglicht durch einfachste Fingerbewegungen eine Änderung des Blickwinkels ohne Positionsänderung von Mikroskop oder Patient. Manchmal muss er in 2 bis 4 cm Abstand auf Höhe der Antagonisten gehalten werden, um optimalen Einblick zu gewähren. Wichtig ist vor allem die Einstellung des Okulars. Seine zentrale Achse soll die Fortsetzung der Sehachsenrichtung bei balancierter Kopfhaltung im oberen Kopfgelenk sein. Da zu jeder Kopfhaltung die entsprechende Augenruhehaltung gehört, werden die Bulbi ermüdungsfrei von der äußeren Augenmuskulatur am Platz gehalten, das heißt, die Augen sind abends nicht müde. Neddermeyer
Abbildung 5: Die Okularachse richtet sich nach dem Sehachsenwinkel bei Kopfbewegungen im oberen Kopfgelenk. Neddermeyer
Abbildung 6: Die für die Arbeitsvorgänge an den verschiedenen Kanälen notwendigen Positionsänderungen des Zahnarztes und Haltungsänderungen des Patientenkopfes bei Positionierung des Arbeitsobjekts in der individuellen Arbeitshöhe . GEPEC
Abbildung 7a: Funktionelle Platzverteilung für Zahnarzt und ZFA
Abbildung 7b: Die Assistenz steht oder bedient sich einer Sitz-Stehhilfe. GEPEC
Abbildung 7c: Assistenz im Sitzen Dr. T. Schloss

Die Körper- und Kopfhaltung

Wer mit Nackenbeschwerden am Mikroskop arbeitet, muss das Okular kompromisslos an die Kopfhaltungen anpassen, bei denen Hals- und Nackenmuskulatur möglichst nahe dem muskulären Gleichgewicht sind. Nur dann kann er strukturelle Wirbelschäden vermeiden. Dies sind Haltungen im Bewegungsbereich des Atlantooccipitalgelenks bei minimalem Tonus der Nackenmuskeln. Da der Schwerpunkt des Kopfes vor dem Drehpunkt liegt, liegt die ermüdungsarme Position für Präzisionsarbeit zwischen 20 bis 30 Grad vor der Senkrechten.

Dieser spannungsfreien Kopfhaltung entspricht eine spannungsfreie muskuläre Lagerung der Augenbulbi. Sie definieren den  Sehachsenwinkel. Weicht die Einstellung des Okulars von dem Sehachsenwinkel ab, muss die Kopfhaltung angepasst werden und geht in eine Zwangshaltung über, wie „turtle neck“ oder in eine zu dorsale Kopfhaltung - wie in der ersten Reihe im Kino. Die ausgewogene Kopf- Augenhaltung ist das Ergebnis einer ausgewogenen Körperhaltung (siehe Abbildung 1).

Die Arm- und Handhaltung

Proprioceptive Bewegungsstudien für Fingerpräzisionsarbeit (ohne Mikroskop) führen zur Positionierung „R“ der arbeitenden Finger in Herzhöhe und in Körpermitte. Dies ist eine Position, in der sich die  Agonisten und Antagonisten der Unter- und Oberarmmuskulatur möglichst nahe dem muskulären Gleichgewicht befinden,
Je nachdem, ob die Behandlung im Ober- oder Unterkiefer geschieht, wird die Arbeitshöhe von der Referenzhöhe abweichen.

Die Position des Behandlers bleibt auch dann unbeeinflusst, wenn die Kanäle in unterschiedlichen Richtungen zur Mediansagittalen des Behandlers, wie sie zum Beispiel bei Zahn 16 zu finden sind, vorliegen (siehe Abbildung 2).

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