Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation

Bei der systemisch bedingten Hypomineralisation können beide Dentitionen betroffen sein. Hier sehen Sie verschiedene Therapieoptionen.


Der diesjährige Barmer-Zahnreport rückte die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) in den Fokus. Antibiotika könnten eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Erkrankung spielen.

Laut einer Analyse der BARMER waren 2019 etwa 230.000 Sechs- bis Neunjährige wegen MIH in zahnärztlicher Behandlung. Auffällig sind massive regionale Unterschiede - vor allem in NRW sind die Zahlen hoch.

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) beschäftigt seit vielen Jahren die Kinder- und Jugendzahnheilkunde. Mittlerweile hat dieses Krankheitsbild hohe klinische Relevanz erreicht.

Der Beitrag geht auf die Grundlagen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ein und stellt die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten anhand von zwei Patientenfällen vor.

Ein Zusammenhang zwischen MIH und der Aufnahme von Bisphenol A ist "nach derzeitigem Stand des Wissens unwahrscheinlich“, folgert das Bundesinstitut für Risikobewertung nach der Analyse der Studienlage.

Mehr als 30 Prozent der 12-Jährigen sind betroffen - damit tritt MIH bei dieser Altersgruppe schon deutlich häufiger auf als Karies. "Wir haben es mit einer neuen Volkskrankheit zu tun", warnt die DGZMK.

In der DMS V wurden erstmals bei den 12-jährigen Kindern neben Karies auch Molaren-Inzisiven-Hypomineralisationen (MIH) als entwicklungsbedingte Zahnhartsubstanzdefekte registriert.

Warum Mineralisationsstörungen bei Kindern auftreten, wird lebhaft diskutiert. Könnte auch eine unerkannte Zöliakie die Ursache sein?

Die Diagnostik der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) birgt einige Fallstricke. Ähnlichkeiten und Überlagerungen mit länger beziehungsweise besser bekannten Erkrankungen – zum Beispiel der Amelogenesis.

Die MIH ist in vielen Mündern zu finden und stellt sich immer wieder unterschiedlich dar. Hier eine Übersicht über die je nach Befund und Alter der Patienten sehr differierenden Therapieoptionen.